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Manfred Andruleit äußert sich zu Altkrediten und zum Abwahlverfahren gegen Arno Jaeschke

Alt-Bürgermeister will den Wechsel

Manfred Andruleit
Manfred Andruleit © Foto: GMD Gerd Markert
Uwe Spranger / 25.02.2012, 06:41 Uhr
Altlandsberg/Wilkendorf (MOZ) Altlandsbergs Bürgermeister Arno Jaeschke bekommt nun auch Gegenwind von seinem Amtsvorgänger Manfred Andruleit und Ex-Kämmerin Brigitte Kurras. Jaeschkes Aussagen zum Zusammenhang eines früheren Kredits mit dem Abwahlverfahren könnten sie nicht unwidersprochen lassen, sagten sie der MOZ.

„Eigentlich wollte ich mich aus dem Verfahren raushalten“, erklärt Manfred Andruleit. Nachdem Jaeschke jedoch einen Zusammenhang zwischen den alten und in der Kommunalpolitik bekannten Kreditgeschäften und dem Abwahlantrag „konstruiert“ und damit ihn und die frühere Finanzchefin in schlechtes Licht gerückt habe, sieht er sich zu einer Reaktion veranlasst.

Von dem Gerichtsverfahren zu Krediten aus den 1990er-Jahren habe er zuerst aus der Presse erfahren, sagte der Bürgermeister im Ruhestand. Erst danach sei die Ladung als Zeuge eingegangen. Von Jaeschke direkt habe er dazu nichts gehört, obwohl er erst vor wenigen Tagen längere Zeit mit ihm im Auto unterwegs war - in die polnische Partnerstadt.

Nach Andruleits Aussage handelt es sich bei den Krediten zwar um nicht alltägliche Geschäfte, allerdings auch keinesfalls um krumme. Für die damals selbstständige Gemeinde Bruchmühle seien seinerzeit drei Kredite beschafft worden. Einer für die Erschließung des Gewerbegebiets Radebrück. Der sei vollständig getilgt worden.

Die beiden anderen waren für die Abwassererschließung Bruchmühles gedacht, die die Kommune damals in Eigenregie vornehmen wollte. Aus dem geplanten Ausstieg aus dem Wasserverband Strausberg-Erkner wurde jedoch nichts. Also wurden die Darlehen auf Beschluss der Gemeindevertretung einer Genossenschaft für die Entwicklung von Wohngebieten zur Verfügung gestellt.

Hinter der habe mehrheitlich die Gemeinde gestanden. Unterstützung des Wohnungsbaus sei Mitte der 90er-Jahre erklärtes Ziel gewesen, die Weitergabe mit Kenntnis der Kommunalaufsicht erfolgt. Die Forderungen seien auch über Grundschuld-Eintragungen gesichert worden, betonte er. Die spätere sogenannte Niederschlagung offener Zahlungen sei kein Erlass, sondern lediglich die vom Rechnungsprüfungsamt empfohlene Verfahrensweise für Haushalt bzw. Jahresrechnung, da die Summen für die Stadt als Rechtsnachfolger Bruchmühles zu dem Zeitpunkt nicht verfügbar waren. Davon hätten sämtliche Abgeordneten Kenntnis gehabt, die Summen seien in den Dokumenten ausgewiesen. Und Jaeschke sei bereits bei seiner Amtsübernahme informiert worden. Dass die Stadt jetzt ein Verfahren eingeleitet habe, verwunderte die beiden früheren leitenden Angestellten. Bislang habe es keinerlei Gespräche zu dem Sachverhalt gegeben.

Andruleit bestätigte überdies das katastrophale Bild, das die Jaeschke-Gegner von den Zuständen im Rathaus gezeichnet hatten. Er habe seit längerer Zeit „mit tiefer Sorge den Zerfall der Verwaltung“ beobachtet, sagt er. Mehrere Angestellte hätten aus dem Wirken des neuen Bürgermeisters Konsequenzen gezogen, ihr Arbeitsverhältnis in Altlandsberg aufgelöst und seien heute erfolgreiche Mitarbeiter in anderen öffentlichen Verwaltungen.

Die mittlere Leitungsebene, die seinerzeit „die Hauptlast der Verwaltungsarbeit getragen“ habe, sei komplett verwaist. Die Bauamtsleiterin habe sich vorzeitig in den Ruhestand verabschiedet, Jaeschke den Posten „in Verkennung der Wichtigkeit“ längere Zeit unbesetzt gelassen. Der Kämmerin sei nach „17 Jahren vorbildlicher Arbeit“ mit einer Umsetzung durch Jaeschke der Alltag schwer gemacht worden. Folge: Auflösung des Vertrages mit Gerichtsverfahren und Zahlung einer Abfindung. Die Ordnungsamtsleiterin wechselte lieber in die Kommunalpolitik, „weil sie den Führungsstil nicht mehr ertragen konnte“, und auch der vierte Abteilungsleiter im Bunde liege gegenwärtig mit der Stadt im Clinch, listet Andruleit auf. „Statt sich um die Sorgen der Bürger zu kümmern, beschäftigt man sich mehr mit sich selbst und gibt obendrein hohe Summen für Gutachten und Anwälte aus. Das Geld könnte für die Stadt sinnvoller eingesetzt werden“, ist er überzeugt. Für ihn ist deshalb der Beschluss der großen Mehrheit der Stadtverordneten zur Einleitung des Abwahlverfahrens „ein längst fälliger Schritt“. Er werde dafür wirken, dass die Bürger beim Entscheid am 25. März Jaeschkes Amtszeit beenden, kündigte er an.

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sibiria 24.03.2012 - 20:10:33

"Es ist alles gesagt, aber noch nicht von allen" (Karl Valentin)

Persönliche Befindlichkeiten retten weder den armen Arno noch die Stadt. Die Kandidatin Lieske, auf ihr Privatleben zu reduzieren halte ich für sehr bedenklich. Wir leben im Jahre 2012, sogar der Bundespräsident ist noch verheiratet und wohnt mit seiner Freundin im Schloß! Es geht um Altlandsberg und jeder politisch interessierte Einwohner fragt sich langsam, was haben die SV und ihr "Boss Gujjula" eigentlich in den 4,5 Jahren für eine Politik betrieben? Warum haben die so lange gezögert ein Abwahlverfahren gegen Jaeschke zu veranlassen? Wieviel Einfluß hat der Ex-Bürgermeister und Ehrenbürger Andruleit noch in dieser Stadt? Das hier vieles nicht mit rechten Dingen zugegangen ist, das ist doch mehr als offensichtlich. "EINEN SCHÖNEN SONNTAG", für unsere Stadt !

KOPFSCHÜTTLER 24.03.2012 - 12:21:15

"In's rechte Licht gerückt"

@OPPOSITIONELLER: Danke für den Super-Beitrag! Jetzt können sich alle Leser ein Bild von den PRO-Jaeschke-Anhängern machen! Das ist wirklich unter der Gürtellinie (wieder eine ganz alte Kamelle) und lässt sich nur mit NIVEAULOS beschreiben! Herrn Jaeschke haben Sie damit bestimmt keinen Gefallen getan.

Oppositioneller 24.03.2012 - 09:27:39

Jutta Lieske

Frau Lieske (ehemals Wiesinger) ist vielen aus Letschin bekannt. Ihre "Bettgeschichte" im Amt ist aber auch bekannt. Der Bauamtsleiter Herr Lieske bekam eines Tages Besuch von seiner Nochehefrau aus Strausberg. Sie brachte im das Federbett mit und legte es ihm auf den Schreibtisch. Da haben nicht nur die Mitarbeiter im Amt gelacht, sondern der ganze Amtsbezirk. Schöne Moral! Guter Bürgermeisterkandidat.

MARKS 22.03.2012 - 17:38:45

besonders aufmerksamer Leser???

Besonders aufmerksam lesen allein reicht nicht, man muss sich auch über den aktuellen Sachverhalt informieren und Zusammenhänge erkennen. Unsachliche Äußerungen zeugen einfach bloß von Unkenntnis! Auch Ihr letzter Kommentar ist einfach falsch! Übrigens: Der Marks, der Scheunen gekauft hat, bin ich nicht! So kommen Gerüchte auf!

Altlandsberger 22.03.2012 - 09:16:00

besonders aufmerksamer leser

Sind Sie der Marks, der da in Scheunenviertel ein paar Scheunen gekauft hat? Gujjula hatte zwar nich kandidiert, weil der Wahlkreis durch Lieske besetzt war. Dann wäre der Wahlkreis fürn Landtag frei und freie Bahn für Gujjula ...

Marks 21.03.2012 - 15:19:04

Aufmerksamer Leser

Ravindra Gujjula kann nicht nachrücken, weil er gar nicht für den Landtag kandidiert hat! Und für alle, die es immer noch nicht wissen: Wenn überhaupt, kann Jutta Lieske nur ein (!) Kandidat sein! Es kann jeder kandidieren, der meint, für den Bürgermeisterposten geeignet zu sein. Auch im Falle seiner Abwahl, kann selbstverständlich Arno Jaeschke wieder kandidieren! Und: nicht die Stadtverordneten wählen ggf. den neuen Bürgermeister sondern die Bürger!

Frage 21.03.2012 - 12:14:28

neuer BM-Kandidat?

soll der BM-Kandidat Lieske den Platz freimachen, damit der Gujjula in Landtag einrücken kann?

sibiria 19.03.2012 - 13:20:36

Einwohnerin

Politsumpf im Rathaus, das wäre die richtige Bezeichnung für die derzeitigen Zustände. Es gibt nur Schuldzuweisungen untereinander, der normale Bürger blickt bei diesem Gerangle nicht durch und wird regelrecht genötigt zur Abwahl des BM am 25.03.12 zu gehen. Man hat bis heute keinen Namen genannt, was den neuen BM angeht. Warum diese Geheimniskrämerei, lt. Insider soll es einmal Herr Lutz Bähr werden, andere glauben zu wissen, daß die Landtagsabgeordnete der SPD Frau Jutta LIeske neue BM werden soll. Werte SVV allen voran Herr Gujjula, nehmt den BM Jaeschke in euere Mitte und tretet geschlossen zurück. Macht den Weg frei für ein neues Stadtparlament und einen neuen integeren BM, wo auch der einzelne Bürger der Amtsgemeinde Altlandsberg wieder das Gefühl hat, gehört zu werden.

Karl-Heinz Müller 18.03.2012 - 11:55:06

Denkt die Stadtverordnetenversammlung auch an längst fälligen Rücktritt?

Es ist eine widerwärtige Schlammschlacht. Wo ist die Verantwortung der Abgeordneten? Wollen sie wie Frau Drusche weiter nur moderieren? Der Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung hätte bei der Amtsübergabe ein Übergabeprotokoll zur Mitzeichnung einfordern müssen. Warum wohl tat er das nicht, warum hat der Amtsvorgänger und spätere Ehrenbürger kein Protokoll vorbereitet? Jaeschke hat nicht darauf bestanden (sein Urfehler). Die Stadtverordnetenversammlung sollte zurücktreten!

FREE BRUCHMÜHLER FAN 14.03.2012 - 20:31:12

Bilderzeitungen gibt es viele

@free bruchmühle ich meinte eher den reißerischen stil ... die informationen die in der bildzeitung drin stehen sind ja zumeist sauber recherchiert, im gegensatz zu der wahlkampfprosa von jaeschkes lager, oder lägerchen eine anonyme anzeige, wo man nicht mai weiß wo die herkommt, vor klärung des sachverhaltes für den wahlkampf auszuschlachten finde ich nicht so gut - ist ja heute mit frau kurras in der moz gestanden hat herr jaeschke natürlich nichts mit zu tun - wollen wir mal auf den nächsten flyer von jaeschke warten? gehen sie doch einfach am 20.03.2012 um 19 uhr zur einwohnerversammlung in ihr bruchmühle in der alten schule und diskutieren sie über fakten mit den abwahlbefürwortern

Free Bruchmühle 14.03.2012 - 12:19:21

Die Bildzeitung ist auch informativ

wenn man sie lesen kann und versteht, lieber FREE BRUCHMÜHLER FAN . Ihre Argumentation lässt mich hieran zweifeln. MfG

FREE BRUCHMÜHLER FAN 14.03.2012 - 10:57:34

Die Bildzeitung ist auch informativ

Das sich ein FREE BRUCHMÜHLE'r zum Handball nach Altlandsberg verirrt, ist ja bemerkenswert. Ich finde den Flyer von Jaeschke schlecht, weil er nur auf die Befürworter reagiert. Ich habe kein belegbares Sachargument gelesen, das mit Papier untersetzt ist. Er schreibt dort frei nach den Gebrüdern Grimm. Bis auf die Inanspruchnahme eines professionellen Layouters ist an dem Flyer auch nichts Besonderes. Da nimmt man gern mal ein bisschen mehr Geld in die Hand, wenn es um eine lebenslange Pension von 25.000,- € im Jahr geht. Und die Idee mit der Karikatur ist auch geklaut. Nur die Sprüche sind hessisch. Die Karikierten selbst haben sich doch darüber gar nicht aufgeregt. Die Horrorszenarien von Seite 4, die er für den Fall seiner Abwahl zeichnet, sind pure Polemik. Weil er z.B. ohne Stadtverordnetenbeschlüsse. die Klärung dieses Rechtsfalles gar nicht hätte betreiben können, gibt es auch keinen Grund das nach seiner Abwahl einzustellen. Die Frage ist nur, wann er mal Ergebnisse seiner engagierten Arbeit vorlegt. Ich freue mich jedenfalls auf eine lange Zeit nach Jaeschke, wo die Bürger der Stadt wieder konstruktiv und respektvoll miteinander umgehen. Also die Monarchie von König Jaeschke beendet ist.

Free Bruchmühle 13.03.2012 - 12:42:22

Der gute Herr Gujjula

Ich war auch bei dem Spiel und hätte beinahe gebrochen. Auch wenn der MTV pleite ist, sollte er sich nicht so einspannen lassen. Kann es sein das ER der geheimnisvolle neue Bürgermeisterkandidat ist? Der "Fussballer" ist doch nicht zufällig einer von der mit Eingemeindungsgeld ausgestopften SG47? Ich finde den Flyer von Jaeschke gut und im Gegensatz zu dem von den Abwählern sogar informativ. Wie ehrlich es diese meinen, können sie ja im unwahrscheinlichen Falle einer Abwahl zeigen, in dem die Klage gegen Marschner und Kurras da bleibt, wo sie hingehört: Vor Gericht. Die Karikatur war handwerklich nicht so toll, aber inhaltlich scheint es ja zu stimmen. Getroffene Hunde bellen.

Henry 12.03.2012 - 17:25:15

an den Vorschreiber

Jetzt übertreiben Sie aber,wer der ganzen Stadt wirklich schadet oder geschadet hat,das ist noch eine ganz andere Frage.Da sollte man sich an die Fakten halten.Es gibt allerdings beunruhigende Dinge die derzeit in der Stadt offen zu Tage treten. Außerdem finde ich es viel schlimmer, daß Herr Gujjula am letzten Samstag beim Handball für jedes Tor 25€ spendiert hat,was ist das denn für eine Nummer,das war ja noch nie, oder die Aktion in einem Altlansdsberger Seniorenheim zum Ja-Stimmensammeln gegen den Bürgermeister, Da habe ich eher Bauchschmerzen als beim Betrachten der Karikaturen. P.S. Herr Gujjula muß ja viel Kohle haben,ich könnte mir so was nicht leisten,nicht mal im Wahlkampf.

Besorgter Bürger 11.03.2012 - 14:26:29

Flyer

Mit Besorgnis habe ich heute den Flyer von Herrn Jaeschke gelesen. In der Überschrift heisst es, sie wollten eine "Klarstellung - Mit Respekt". Respekt bedeutet Wertschätzung gegenüber Anderen. Aber die Karikatur auf Seite 4 des Flyers hat mich entsetzt und hat nichts mit Respekt zu tun. Respekt beinhaltet Wertschätzung. Diese Karikatur ist aber alles andere als respektvoll. Auf solch einem Niveau sollte sich ein gewählter Repräsentant der Stadt nicht begeben. Das schadet nicht nur Ihm sondern auch der ganzen Stadt. Ob bei der Kreditvergabe an Herrn Marschner gegen geltendes Recht verstossen wurde, sollte ein Gericht klären und nicht von Anfang behauptet werden, dass ein Rechtsbruch stattgefunden hat. Die beiden Erwähnten unter Generalverdacht zu stellen, dass sie rechtmissbräuchlich gehandelt haben, wiederspricht meinem rechtstaatlichem Verständnis. Ob jemand gegen geltendes Recht verstossen hat, klärt in diesem Staate immer noch ein Gericht. Die Klärung der Schuldfrage sollte man doch einem Richter überlassen. Auch wenn er schreibt, dass es sich "andeutet" das die beiden Erwähnten für die Außenstände einstehen müssen, hört es sich für mich so an, als hätte er sein Urteil bereits gefällt. Damit hat er jegliche Objektivität und demokratisches Grundverständnis verloren.

Leser 08.03.2012 - 11:00:04

Armer Kerl

Auf dem Feld des Jemand etwas Anhängen wollens ist der BM wohl schon seit längerem ohne Erfolg unterwegs. Es ist nämlich ein Unterschied, ob er eigene Verlautbarungen auf Steuerzahlerkosten herausgibt, oder ob er rechtsverfbindliche Feststellungen aufzuweisen hat. Aber wie hat mein Vorschreiber geschrieben: Es wird schon irgend etwas hängen bleiben. Andruleit hat es zumindest schon einmal bis zum Ehrenbürger der Stadt gebracht. Ob das einem Jaeschke gelingt, wage ich zu bezweifeln. Zur Zeit soll er ja seine Verwaltungsmitarbeiter wieder damit beschäftigen Verfehlungen der alten Seilschaften aufzuspüren. Und die hätten doch nun wirklich wichtigeres zu tun. Und übrigens sind es nicht alles Linke, die jetzt etwas ändern wollen. Guckst Du unter www.abwahl-jaeschke.de !

SVV Besucher 08.03.2012 - 10:23:08

"Da müssen wir noch mal drüber reden"

Wenn man die SVV des öfteren besucht hat, fällt einem schon auf, dass der Spruch "Da müssen wir noch mal drüber reden!" häufig von Hans Gottschling (Linke) gebraucht wird. So ist das eben ... dem Bürgermeister muss möglichst viel angehangen werden, nach dem Motto: irgendwas wird schon hängen bleiben...

Fussballer 07.03.2012 - 17:36:41

4 Jahre Filz gesucht ...

Was soll denn nach 4 Jahren anstrengender Suche durch Arno Jaeschke noch für ein Filz zutage kommen? Wenn das dieselben Rechtsberater sind, die Herrn Jaeschke empfohlen haben, einem 20 Jahre in der Verwaltung arbeitenden leitenden Mitarbeiter fristlos zu kündigen, dann wird wohl von dem Rechtsgutachten bezüglich Andruleit auch nicht viel übrig bleiben. Zur Ehrenrettung der Rechtsanwälte könnte es natürlich auch sein, dass Jaeschke mal wieder gesagt hat: "Da müssen wir noch mal drüber reden!" und dann den tatsächlichen Rat in den Wind geschlagen hat.

Verarmter Notar aus Strausberg 06.03.2012 - 20:26:10

Da konnte aber mal jemand seinen Frust ablassen

Auf jeden Fall hatte die Verwaltung dann lange keinen Drohbrief mehr zu verschicken. denn Herr Jaeschke hat dafür gesorgt, dass die städtischen Grundstücke diesen "gestellten Anforderungen" in keinster Weise mehr entsprechen. Selbst Schmierereien am Rathaus und an der Friedhofsmauer sind wochenlang nicht entfernt worden.

jens Veigel 04.03.2012 - 12:24:12

Die alten Seilschaften schlagen zurück

Wenn man Herrn Andruleits Worten folgen möchte, muss es sich bei der Stadtverwaltung Altlandsberg bis zu seinem Ausscheiden um ein vorbildlich geführtes und funktionierendes Gebilde gehandelt haben. Das dem nicht so gewesen ist, habe ich persönlich erleben dürfen. Direkt nach dem Kauf unseres Grundstücks im Jahr 2003(die Bauarbeiten für das Haus begannen gerade) bekamen wir von der Verwaltung mit Bußgeldern drohende Briefe wegen der Grünfläche vor unserem Grundstück(der Rasen war nicht gemäht). Das war natürlich ein „herzlicher“ Empfang und erst ein Besuch bei der Verwaltung und der Hinweis, dass angrenzende Grundstücke weitaus verwilderter seien und der Ton die Musik mache, sorgten für Abhilfe. Seit wir das Grundstück tatsächlich bewohnen, ist auch der Rasen selbstverständlich gemäht. Mit dem Antritt von Herrn Jaeschke wurde festgelegt, dass die Gemeinde solche Schreiben erst wieder versendet, wenn die stadteigenen Grundstücke die gestellten Anforderungen erfüllen. Das empfand ich als bürgernah. Frau Kurras gefiel sich in ihrer Amtszeit im Verfassen von Briefen, in denen mit Enteignung(!) gedroht wurde – es ging um die geforderte(nicht etwa gewünschte) Übertragung von Straßenland. Eine für alle Beteiligten kostenneutrale Übertragung bei unserem Berliner Notar im Rahmen des Erwerbs des Grundstückes wurde trotz mitgeteiltem Termin ignoriert und es sollte ein für die Stadt kostenpflichtiger Termin in Strausberg erfolgen. Ich erinnere mich, dass diese Briefe in der Nachbarschaft für erhebliche Unruhe sorgten, erst der Gang zum Rechtsanwalt und offenbar die Entfernung der Dame sorgten dann für Ruhe. Dafür möchte ich Herrn Jaeschke persönlich an dieser Stelle danken. Das Herr Jaeschke sich zu laufenden Verfahren „Bruchmühler Kreditaffäre“ gegenüber Dritten(Herrn Andruleit) nicht äußert, erscheint nachvollziehbar, zumal sich die heutigen Stadtverordneten eiligst distanzieren(siehe Frau Strys in der MOZ, 23.02.2012). Was im Rahmen dieses Verfahrens an Filz ans Tageslicht kommen wird, darf gespannt erwartet werden. Die Gemengelage umgewidmeter Abwasser- Kredite für Grundstücksentwicklungen in die zufällig der Ortsteilbürgermeister eingebunden ist, hört sich jedenfalls interessant an. Die Abläufe bei den Umwidmungen, und der anschließenden Bautätigkeit inkl. der damaligen Nutznießer sollten aufmerksam verfolgt werden. Zu den Verdiensten Andruleits darf man wohl den völlig überdimensionierten Sportplatz der SG 47 Bruchmühle zählen, dessen hoher Unterhalt offenbar dafür sorgt, dass es für die Kinder des Ortsteil auf absehbaren Zeit keine vernünftigen Freizeitmöglichkeiten geben wird. Der Sportplatz selbst ist übrigens für Kinder und Jugendliche außerhalb der Trainingszeiten gesperrt. Also ein toter Ortsmittelpunkt mehr. Das geplante Bürgerhaus für Bruchmühle wird jedenfalls schon ganz selbstverständlich in die Planungen des Sportvereins einbezogen, was wohl nichts anderes bedeutet, dass wieder die altbekannten Gesichter zu den Hauptnutzern des Gebäudes zählen werden.

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