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Brandenburg will Internet-Wissen fördern

Bankgeschäfte im Internet abwickeln, mit dem Arzt online kommunizieren oder Post per E-Mail erhalten - das soll für Menschen Brandenburg künftig noch selbstverständlicher werden.
Bankgeschäfte im Internet abwickeln, mit dem Arzt online kommunizieren oder Post per E-Mail erhalten - das soll für Menschen Brandenburg künftig noch selbstverständlicher werden. © Foto: dpa
09.04.2012, 10:38 Uhr
Potsdam (dpa) Bankgeschäfte im Internet abwickeln, mit dem Arzt online kommunizieren oder Post per E-Mail erhalten - das soll für Menschen Brandenburg künftig noch selbstverständlicher werden. Die Zahl der Internetnutzer hat sich in den vergangenen zehn Jahren zwar deutlich erhöht, doch noch immer gibt es aus Sicht der Regierung einen "digitalen Graben". Das Bildungsministerium hat ein Konzept zur "Stärkung der Medienkompetenz" der Menschen im Land vorgelegt. Es nennt Initiativen, die Brandenburger "dazu befähigen sollen, aktiv an der Medien- und Informationsgesellschaft teilzunehmen".

Brandenburger nutzen das Internet seltener als der durchschnittliche Bundesbürger. 2011 war fast jeder Dritte offline. Bundesweit nutzte nur etwa jeder Vierte (25,3 Prozent) das Netz nicht. Noch vor zehn Jahren waren allerdings 67,4 Prozent der Brandenburger offline (bundesweit 63 Prozent).

Deutliche Unterschiede zeigen sich zwischen jüngeren und älteren Nutzern. Fast 90 Prozent aller 14- bis 49-Jährigen gab im vergangenen Jahr bei einer Umfrage an, das Netz zu nutzen. Von der Generation 50+ war nicht einmal jeder zweite Brandenburger (45 Prozent) online.

Angesichts der demografischen Entwicklung in einzelnen Regionen Brandenburgs bekomme eine "mediale Grundbildung" von Erwachsenen zunehmend eine existenzsichernde Funktion, heißt es in dem Konzept. Um telemedizinische Angebote oder andere Funktionen des Internets wahrzunehmen, müsse jeder Bürger die Grundfunktionen digitaler Kommunikation beherrschen, betonen die Autoren. Daher soll die Medienbildung in allen Altersgruppen künftig gestärkt werden. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Sicherung von Mindeststandards in der Breitbandversorgung.

Darüber hinaus soll in diesem Jahr ein neues Internetportal (www.medienkompetenz-brandenburg.de) entstehen, das verschiedene Service-Angebote für die Bürger bereithält. Unter anderem informiert es über medienpädagogische Angebote und Beratungen im ganzen Land.

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Karl Hoppel 09.04.2012 - 18:50:19

Versorgungsgrad?

Interessant wären in diesem Zusammenhang Zahlen zum Versorgungsgrad mit schnellem Internet in Brandenburg gewesen.In den meisten Regionen können die laut Artikel "doofen" und "internetfaulen" Brandenburger wohl nur trommeln, weil niemand eine DSL-Leitung in die Dörfer legt.

der Holgo 09.04.2012 - 13:33:41

Das ist doch aber positiv

Es ist doch inzwischen schon wieder Luxus, nicht jeden Hype mitzumachen. Ich nutze das Internet zwar oft und viel aber ich mache mein Leben davon nicht abhängig. Wenn es morgen kein Internet mehr gäbe, könnte ich nahtlos weiterleben und würde nicht aufhören zu atmen, wie unsere Facebook-Generation. Die Leute, die ganz ohne Internet auskommen, sollen sich das mal schön bewahren und sich von keinem Medien(in)kompetenz-Team drängen lassen. Am Ende sind sie sogar mal die lachenden Dritten.

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