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Innenminister fordert: Einbürgerung soll leichter werden

09.04.2012, 13:15 Uhr
Potsdam (dpa) Brandenburgs Innenminister Dietmar Woidke (SPD) hat für eine leichtere Einbürgerung von Ausländern plädiert. Hürden müssten abgebaut werden, forderte er am Montag in einer Mitteilung. Der Minister sprach sich für die Abschaffung des sogenannten Optionsmodells aus. In Deutschland geborene Kinder ausländischer Eltern müssen mit dem 18. Lebensjahr eine Staatsbürgerschaft annehmen. Es schade der Integration, wenn sich junge Menschen gegen einen familiären und kulturellen Hintergrund entscheiden müssen, um Deutsche zu werden, sagte Woidke.

In Brandenburg bekamen im Vorjahr 784 Menschen die deutsche Staatsbürgerschaft - die bisher höchste Zahl seit Neuordnung des Einbürgerungsrechts 1999. 405 Personen gaben ihre alte Staatsangehörigkeit auf, 379 behielten sie. Die doppelte Staatsbürgerschaft ist möglich, wenn es Gründe dafür gibt, dass sie nicht aufgegeben werden kann.

Auch Bürger aus anderen EU-Staaten können ihre bisherige Staatsangehörigkeit behalten. Weit über die Hälfte der Neu-Bürger war jünger als 35 Jahre. Knapp 60 Prozent kamen aus Mitgliedsstaaten der Europäischen Union. Mit 183 leben davon die meisten in Potsdam.

Laut Länderliste stammen die meisten Eingebürgerten mit 111 aus der Ukraine, 89 aus Vietnam, 84 aus Polen und 55 aus der Türkei. 26 waren staatenlos. Seit dem Jahr 2000 sind in Brandenburg rund 5050 Ausländer eingebürgert worden.

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Siegfried Müller 09.04.2012 - 21:42:03

Ach, haben wir Probleme mit der Integration ?

Zitat Woidke „Es schade der Integration, wenn sich junge Menschen gegen einen familiären und kulturellen Hintergrund entscheiden müssen, um Deutsche zu werden, sagte Woidke.“ Es gibt überaus erfolgreiche Integration in der Einwanderungsländern wie Kanada, Israel, Australien, USA, die beweisen, dass Integration funktionieren kann ,wenn sie reguliert und nach klaren Grundsätzen verläuft: Das erleichtert auch die Integration ,Herr Woidke. Getreu dem Grundsatz :Wer gleiche Rechte haben will, muss auch gleiche Pflichten übernehmen. Gleiche Rechte, gleiche Pflichten Zitat Woidke „Der Minister sprach sich für die Abschaffung des sogenannten Optionsmodells aus“ Wie wäre es mit diesem Optionsmodell , Herr Woidke ?? Jedem Arbeitgeber am liebsten eine Migrantenquote auferlegen – Qualifikation spielt dabei keine Rolle. Selbstverständlich würde dann jedem Quotenmigranten jeweils ein Sozialarbeiter, ein Sozialtherapeut, ein Sozialpädagoge und ein Dolmetscher zur Seite gestellt. Selbstverständlich auch ein Betreuer vom Arbeitsamt, der genau drauf achtet, dass der Quotenmigrant nicht von Kollegen und dem Arbeitgeber diskriminiert würde.

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