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Erste Erdbeerblüten vernichtet

Die erste Erdbeerblüte fiel dem Frost zum Opfer
Die erste Erdbeerblüte fiel dem Frost zum Opfer © Foto: dapd
20.05.2012, 07:55 Uhr - Aktualisiert 21.05.2012, 06:16
Potsdam (DPA) Die Brandenburger Obstbauern hoffen trotz Verlustes der ersten Erdbeerblüten durch den ungewohnten Frost im Mai noch auf eine gute Ernte. "70 Prozent der ersten Blüten wurden vernichtet", sagte der Geschäftsführer des Gartenbauverbandes, Andreas Jende. Da sich aber die nächsten Generationen bilden und heranwachsen, gebe es noch Hoffnung auf guten Ertrag. Am 31. Mai wird offiziell die Erdbeersaison eröffnet.

 

Nach Angaben von Jende sehen die Obstbauern die Aussichten im Vergleich zum Vorjahr nicht so düster. "An den Pflanzen deutet sich ein reicher Behang an", sagte er. "Es kann eine gute, aber keine Super-Ernte geben."

 

Im vergangenen Jahr mussten die Obstbauern bei ihren Kulturen aufgrund der Wetterunbilden herbe Einbußen hinnehmen. Nach Angaben von Jende wurde 70 bis 80 Prozent der Ernte bei einzelnen Kulturen vernichtet. Bei Erdbeeren lag der Ertrag mit 57,6 Dezitonnen je Hektar 16 Prozent unter dem von 2010. Verantwortlich waren Spätfröste und lange Trockenperiode im Frühjahr. Bei Äpfeln war die Lage noch dramatischer: statt üblicherweise etwa 35 000 Tonnen wurden nur etwa 7000 bis 8000 Tonnen von den Bäumen geholt.

 

Der Geschäftsführer des Gartenbauverbandes betonte, dass es jetzt auf die nächsten Tage ankomme. "Viel Sonne, Wärme und etwas Regen wäre gut", meinte er. Die meisten Obstbauern hätten zumindest in einem Punkt schon vorgesorgt: In vielen Plantagen und Feldern gibt es Bewässerungsanlagen.

 

Nach Angaben von Jende ist der Druck auf die Bauern enorm. "Um wettbewerbsfähig zu bleiben, sind große Investitionen erforderlich", betonte er. Mit neuen Sorten müsse sich dem wandelnden Geschmack der Verbraucher angepasst werden. "Der züchterische Vorlauf erfordert aber zum Teile jahrelanges Durchhaltevermögen."

 

Erdbeeren wachsen im Land auf 560 Hektar, zumeist im Freiland. Vermarktet werden die Früchte in der Regel regional. Aus Brandenburg kommen auch Äpfel und Kirschen.

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Kein Bauer 20.05.2012 - 19:40:04

Irrtum Arbeiter

Der Bauer bezieht auch für leerstehende Felder Geld- Angebliche Missernten werden auch ausgeglichen,so muss ein Bauer nichts tun um Geld zu verdienen. Die besten ausreden sind immer noch Missernten oder fehlende Erntehelfer,weil die deutsche zu faul sind zu arbeiten. Bei einem Stundensatz von 2,70€ geht aber natürlich kein deutscher Arbeiten-wie soll das auch gehen. Wenn dann holt man sich für das Geld Rumänen oder Polen und verkauft die Ernte aber,als ob ein Deutscher geerntet hat. So kommt heute auf dem Märkten auch jeder Spargel in Deutschland aus Beelitz,weil dieser teurer verkauft werden kann. P.s. beschäftigen Sie sich mal mit den Förderprojekten der Bauern,dann merken Sie schnell was dort abgeht. In Deutschland gibt es die meisten Fördergelder für Bauern

kein Bauer 20.05.2012 - 13:45:44

Arme reiche Bauern

Die armen reichen Bauern. Jedes Jahr das gleiche Problem mit der Ernte und das Verlangen nach den dicken Fördermitteln und Ausfallgeldern die es dann dafür gibt. Schon seltsam,dass überproduktionen immer noch von den Bauern vernichtet werden um die Produkte nicht günstiger anzubieten.

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