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Erinnern an Pogromnacht: Land unterstützt Gedenkveranstaltung

dpa / 04.11.2012, 15:25 Uhr
Frankfurt (Oder) (DPA) Im Land Brandenburg wird mit mehreren Veranstaltungen rund um den 9. November an die Pogromnacht von 1938 erinnert. So wird in Frankfurt (Oder) an diesem Donnerstag eine Ausstellung mit dem Titel "Das war kein Kinderspiel" über Kinder im Holocaust eröffnet, die von der Jerusalemer Gedenkstätte Yad Vashem zur Verfügung gestellt wird. Am 9. November erinnern auch die Potsdamer an das Pogrom der Nationalsozialisten. Nur kurz nach dem offiziellen Gedenktag wollen am Samstag zum wiederholten Mal Neonazis in Frankfurt (Oder) aufmarschieren. Ein Aktionsbündnis und andere Bürger kündigten bereits Proteste an.

"Die Verbrechen des Nationalsozialismus und das unermessliche Leid der Opfer dürfen niemals in Vergessenheit geraten", erklärte am Sonntag Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD). "Unsere Zivilgesellschaft ist in den vergangenen Jahren wehrhafter geworden. Die Gefahr ist aber nicht gebannt." Platzeck erinnerte unter anderem an die Mordserie der rechtsextremen Terrorzelle NSU, die vor einem Jahr entdeckt worden war.

Das Land unterstützt die "Tage der Erinnerung" in Frankfurt (Oder) nach Angaben der Staatskanzlei mit fast 10 000 Euro aus Lottomitteln. Bei der Ausstellungseröffnung ist auch der Zeitzeuge Samuel Adler zu Gast. Anschließend steht ein Konzert auf dem Programm.

Gegen den geplanten Neonazi-Aufmarsch am 10. November wollen sich das Bündnis "Kein Ort für Nazis in Frankfurt (Oder)" und andere Bürger zur Wehr setzen. Zu Gegendemonstrationen war es in der Stadt bereits am 24. März gekommen, als Neonazis dort demonstrieren wollten. "Generell, aber gerade auch im Umfeld des 9. November, der uns Deutschen immer als Gedenktag im Gedächtnis bleiben muss, ist eine solche Provokation nicht ohne Widerspruch hinnehmbar", betonte Finanzminister Helmuth Markov (Linke) am Sonntag.

Am 9. November 1938 zerstörten Nationalsozialisten rund 7500 jüdische Einrichtungen, Synagogen und Geschäfte. Zahlreiche Menschen starben, Zehntausende wurden in Konzentrationslager verschleppt.

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Maria 07.11.2012 - 17:24:25

@ Erika Pekrul

"Ich möchte frei entscheiden können, wem und in welcher Form ich an Tote erinnere oder ihrer denke." Dann machen Sie das doch. Es ist von Veranstaltungen und Ausstellungen die Rede. Gehen Sie nicht hin, wenn Sie nicht wollen. Die Progromnacht war nunmal ein sehr spezifische Ereignis, aber wenn sie der Sinti&Roma gedenken wollen, hier ist die Möglichkeit http://www.faz.net/aktuell/politik/berlin-neue-gedenkstaette-fuer-ermordete-sinti-und-roma-11937492.html

gutmensch 07.11.2012 - 14:19:26

@fran & nachdenker

@fran ich beanpruche nicht die meinungshoheit, das wird mir nur oftmals unterstellt! das ist ein unterschied... außerdem ist es auch ein dummes argument, da könnte ich ja jeden der eine andere meinung hat mit so einen schwachsinn konfrontieren. ist halt nur ein rhetoriktrick, dessen sich der schreiber sicherlich noch nicht mal bewusst ist! @nachdenker " "Rechtsextremismus" wo man hinschaut. Oben, unten, (selbstverständlich) rechts und ... in der Mitte der Gesellschaft. Und davor und dahinter. Einfach herrlich. Hoffentlich geht das so weiter. Denunziert sie alle! " du scheinst unter paranoia zu leiden! du siehst überall nur linke, andere halt überall nur rechte... " Die "rechte Mordserie", die bisher nur eine unbewiesene Vermutung ist und "Anschläge" auf Zeitungsredaktionen "beweisen" also eine kurz bevorstehende Machtübernahme unseres Landes durch Nahtsies? " wer sagt das? nur du! " Alles klar. Und wenn wir an den erneut staatlichen verordneten Veranstaltung für die nur eine Opferkategorie des letzten Jahrhunderts teilnehmen, dann retten wir das Land und unsere Seelen vor "rechtem" Einfluss. Quasi die Absolution und der Ablassbrief in einem. Fehlt nur noch das Schulklassen zur Zwangsteilnahme verpflichtet werden. "Schulen gegen Rechts" gibts ja wohl auch schon. " es gibt unzählige nichtstaatliche gedenkveranstaltungen! " Ich hoffe nur, dass dieser Spuk bald ein Ende hat und ich noch oder unsere Kinder bald über diesen Schwachsinn erleichtert lachen können, bzw. nüchtern analysieren, wie es so weit kommen konnte. Was hier in Bezug auf nicht linkskonform denkende Menschen veranstaltet wird, erinnert bereits an den Umgang mit Andersdenkenden in finsteren Kapiteln der Menschheitsgeschichte." hast du überhaupt schon mal gelitten in deinem leben? was tut man dir denn so schlimmes an?

Nachdenker 06.11.2012 - 11:56:21

Die Gefahr ist nicht gebannt.

Aus dem Zeitungsartikel von heute: "Die Gefahr ist nicht gebannt. Das belegen die rechte Mordserie als auch die Anschläge auf die Redaktionen ... sagt Platzeck" "Rechtsextremismus" wo man hinschaut. Oben, unten, (selbstverständlich) rechts und ... in der Mitte der Gesellschaft. Und davor und dahinter. Einfach herrlich. Hoffentlich geht das so weiter. Denunziert sie alle! Die "rechte Mordserie", die bisher nur eine unbewiesene Vermutung ist und "Anschläge" auf Zeitungsredaktionen "beweisen" also eine kurz bevorstehende Machtübernahme unseres Landes durch Nahtsies? Alles klar. Und wenn wir an den erneut staatlichen verordneten Veranstaltung für die nur eine Opferkategorie des letzten Jahrhunderts teilnehmen, dann retten wir das Land und unsere Seelen vor "rechtem" Einfluss. Quasi die Absolution und der Ablassbrief in einem. Fehlt nur noch das Schulklassen zur Zwangsteilnahme verpflichtet werden. "Schulen gegen Rechts" gibts ja wohl auch schon. Ich hoffe nur, dass dieser Spuk bald ein Ende hat und ich noch oder unsere Kinder bald über diesen Schwachsinn erleichtert lachen können, bzw. nüchtern analysieren, wie es so weit kommen konnte. Was hier in Bezug auf nicht linkskonform denkende Menschen veranstaltet wird, erinnert bereits an den Umgang mit Andersdenkenden in finsteren Kapiteln der Menschheitsgeschichte.

Erika Pekrul 06.11.2012 - 06:06:52

MOZ aktion

Viele der hier vertretenen Schreiber veröffentlichen auch in der MOZ Artikel, vielleicht deshalb eine gewisse Omnipräsens... Nicht genehme Meinungen werden eh wieder gelöscht, also irgendwie ein Spiegelbild unserer Staatsräson ;))....Aufruhr im Elfenwald... Gedenken an Tote des Krieges- ja, aber aufgesetzte indoktrinierte Sühneveranstaltung- nein. Jeder ehemaliger DDR Bürger hat gegen solche "genötigten" Veranstaltungen eine gesunde Abneigung, da sie nicht wiederspiegeln, was der freie Wille möchte. Ich möchte frei entscheiden können, wem und in welcher Form ich an Tote erinnere oder ihrer denke. Meine Generation versteht zwar das Bedürfnis zu mahnen, an jene Greultaten und Tote; aber das wir uns schuldig fühlen sollen, weil ich Deutsche bin und deshalb etwas wieder gutmachen soll, warum??? Wir werden eh nicht umhin kommen diesen Tag/Nacht zu vergessen und ich finde es nur schade, das weder die Sinti oder Roma, die Homosexuellen oder auch die anderen Verfolgten internierten des II WK gedacht werden. Über diese Gruppierungen erfahren wir immer zu wenig, doch sie sind genauso umgekommen...

Fran 06.11.2012 - 02:22:27

Da gedenke ich den Menschen die von den Ururgrossvätern

verfolgt wurden und schon wird durch die Löschbrigade wieder einer auf Pogrom gemacht. MOZ seit ihr eigentlich gegen Demokratie und Meinungsfreiheit? Gehört der Kommentator Gutme(a)nsch zu Euch? ( nur so, weil der auch die Meinungshoheit beansprucht)

Eberswalder Urgestein 05.11.2012 - 21:03:01

Gedenken

Wenn man sich hier die Kommentare so durchliest und verfolgt, alle scheinen so sehr mit ihere Selbstdarstellung beschäftigt, als das ihnen kalr wird worum es doch eigentlich gehen sollte. Gedenkt der Toten, derer die Leid erlitten haben und gedenkt ihrer Leben in Achtung, denn dies Leid soll niemals wieder in unserer Heimat geschehen. Sicher ist es schwer für die heutige Generation nachzuvollzierhen, warum in dieser Nacht nur einzelne Religions-bzw. Volksgruppen gedacht wird. Für uns Deutsche gibt es hierbei nur erwähnt der Volkstrauertag, an dem jede Familie derer gedenkt, die sie verloren, ob nun durch Gewalt oder friedlich entschlafen. Ich muss aber ehrlich sagen, das die Omnipräsents in unseren Medien doch sehr einseitig ist und das viele mehr Verständnis zu diesem Thema und der Geschichtsauseinandersetzung hätten, wenn nicht nur Schuld, Sühne und ewige Buße der Deutschen thematisiert würden. Gedenken in Würde, lasst uns die Namen nennen, lasst uns nicht vergessen das Krieg keine Lösung ist und das er mehr nimmt als nur Leben und Land.

xyz 05.11.2012 - 18:55:47

@ Ralf Schuhman

Eigentlich bräuchte man auf solchen Quatsch gar nicht antworten, aber man soll die Hoffnung ja nicht aufgeben, daß doch noch ein Denkprozeß einsetzten könnte. Schon mal darüber nachgedacht, daß diese getöteten Juden Deutsche waren? Sie waren Nachbarn, der anderen Deutschen, deren Leid auch niemand in Abrede stellt.

gutmensch 05.11.2012 - 14:35:50

@nachdenker

"Bezeichnend, wie von ihnen ein Unrecht mit dem anderen gegengerechnet und gerechtfertigt wird." du bist doch derjenige, der hier anfängt "unrecht" gegenzurechnen! "Achso - es war ja schuldig an den deutschen Kriegsverbrechen." an was waren denn die juden schuld? shalom..

Frank Gottschlich 05.11.2012 - 13:30:46

@ Flüchtlinge und Vertriebene zu Ursache und Wirkung

Der Tag der zur Nacht der klirrenden Fensterscheiben, des 'Verrecke Jude' wurde, in der das Verschleppen und Töten sich ankündigte, sollte in Stille gedacht- und nicht von den hier selbsternannten Verfechter der tatsächlich wenigen Vertriebenen missbraucht werden. Damit verliert ihr auch noch den Rest an Glaubwürdigkeit, die eh durch eine sehr schlechte Politik der Verbände in den letzten Jahren abhanden gekommen ist. 6 Millionen Ermordete jüdischen Glaubens wurden gezählt. Sinti, Roma und die schon im Reich massakrierten Behinderten nicht registriert . Sie alle haben nachweislich des eigenen Todes vorab des Geschehens von Flucht ''Heim ins Reich' und Vertreibung, nicht den geringsten Anteil.

gutmensch 05.11.2012 - 13:05:33

@nachdenker

ich legitimiere hier überhaupt nichts, ich versuche leuten wie dir, nachdenker genannt, geistig etwas auf die sprünge zu helfen. für mich sind krieg und gewalt überhaupt kein mittel der auseinandersetzung, es sei denn, es handelt sich um notwehr! ich stamme übrigens auch aus einer vertriebenenfamilie und ich hege keine rachegefühle deswegen, genausowenig schuldgefühle für "deutsche" verbrechen. sowas wie volkszugehörigkeit oder sippe sind für mich begriffe aus einer hoffentlich längst vergangenen zeit..ich bleibe dabei, auch dein deutschtümelndes gejammer nervt! uups, habe ich etwa schon wieder die meinungshoheit? sorry, ich wollte ja niemanden kränken damit...;-)

Karl D. 05.11.2012 - 11:56:05

@ralf schuhman

Genau jener wird doch auch bei der Veranstaltung gedacht.

Nachdenker 05.11.2012 - 11:47:45

@gutmensch

Wieviele von denen, die man "geschlagen vergewaltigt und getötet hat" haben denn vorher ein anderes Land angegriffen? Legitimierst du hier Sippen- bzw. eine Volkszugehörigkeitshaft? Sind demnach sind Vergeltungsmaßnahmen, die nach Partisanenangriffen ganze Dörfer samt ihrer Einwohner nur deshalb auslöschten, weil man dort Unterstützer vermutete, auch rechtmäßig?

gutmensch 05.11.2012 - 11:34:01

@ralf schuhman

richtig, aber du solltest auch das prinzip von ursache und wirkung nicht vergessen! wer andere länder angreift(!), braucht sich später nicht zu wundern, wenn der krieg vor der eigenen haustüre stattfindet... es nervt langsam dieses deutschtümelnde gejammer...

ralf schuhman 05.11.2012 - 10:21:15

@ Karl der käfer

ich denke mal dir hat man nichts beigebracht. jeder mit einen schulabschluss weiss auch als man die deutschen vertrieben hat das man sie geschlagen vergewaltigt und getötet hat!!! aber sowas willst du ja nicht wahr haben.

Karl D. 04.11.2012 - 20:23:55

@wackeldings

Hat man Ihnen in der Schule nichts beigebracht oder sind Sie einfach nur dumm?! Jeder mit ordentlichem Schulabschluss weiß was bei den Novemberpogromen 1938 passiert ist. Mit Ihnen schafft sich Deutschland selbst ab.

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