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Zwei Touristenschiffe ab Juni auf der Oder

© Foto: Helmut Lübeck
Dietrich Schröder / 14.03.2013, 19:48 Uhr - Aktualisiert 14.03.2013, 19:51
Nowa Sól (Neusalz) (MOZ) Eine gute und eine etwas weniger gute Nachricht für den Ausflugsverkehr auf der Oder wurden am Donnerstag auf einer polnisch-deutschen Konferenz in Nowa Sól verkündet. Zwei Touristenboote, die im Rahmen eines von der EU geförderten Projekts gebaut werden, sollen im Juni ihre Taufe erleben.

Die beiden Schiffe, die jeweils 92 Passagieren Platz bieten, entstehen in einer Werft in der Nähe von Breslau. Sie sollen ihre Heimathäfen in Nowa Sól beziehungsweise Krosno Odrzanskie (Crossen) haben und künftig den 224 Kilometer langen Flussabschnitt zwischen Glogów (Glogau) und Küstrin befahren. Da die Boote mit einem Tiefgang von nur 70 Zentimetern geplant wurden, werden sie auch während der für die Oder typischen Niedrigwasserzeiten einsetzbar sein.

Einen Wermutstropfen gibt es aber doch: Denn einen regelmäßigen Linienverkehr soll es zunächst nicht geben. Acht an dem Projekt beteiligte polnische Städte haben einen Verein gegründet, der sich um den Betrieb der Schiffe kümmern will. Am Anfang sollen sie lediglich bei größeren Ereignissen zum Einsatz kommen, wie dem Stadtfest in Frankfurt und Slubice im Juli, oder auch für Gruppenfahrten gebucht werden können.

Auf der Konferenz wurden weitere Vorhaben, wie zum Beispiel Pläne für eine Fähre zwischen Aurith und Urad (Oder-Spree), und für ein Charterboot-Projekt vorgestellt. An Abgeordnete des Warschauer Parlaments, die eine Lobby-Gruppe unter dem Namen "Freunde der Oder" gebildet haben, erging die Aufforderung, sich gegenüber der EU und dem bundesdeutschen Verkehrsministerium für den weiteren Ausbau des Oder-Spree-Kanals, des Teltow-Kanals sowie den Neubau der Schleuse in Kleinmachnow einzusetzen. Sollten diese - vom Bundesverkehrsministerium unlängst gestoppten - Maßnahmen nicht erfolgen, werde "Polen dauerhaft vom europäischen Wasserstraßennetz abgeschnitten", heißt es in einer Resolution, die den Abgeordneten übergeben wurde.

In Polen wiederum müsste die ursprünglich schon bis 2006 geplante Sanierung der Buhnen entlang der Oder endlich weiter vorangebracht werden. Viele sind in schlechtem Zustand, und die Fahrrinne versandet allmählich.

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