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Viadrina bietet weiter Alternativmedizin an

Dietrich Schröder / 18.03.2013, 19:21 Uhr - Aktualisiert 19.03.2013, 12:05
Frankfurt (Oder) (MOZ) Ein umstrittenes "Institut für transkulturelle Gesundheitswissenschaften" an der Frankfurter Europa-Uni, das sich wegen der Beschäftigung mit Telepathie und Hellseherei den Ruf von "Unwissenschaftlichkeit" eingehandelt hatte, bleibt bestehen. Das teilte die Viadrina nach neuen kritischen Medienberichten mit.

Damit setzt sich die Uni über die Empfehlung einer vom Wissenschaftsministerium eingesetzten Expertenkommission hinweg, die dazu geraten hatte, auf das Institut zu verzichten. Dieses habe wenig Bezug zu den Schwerpunkten der Hochschule, und die meisten dort Lehrenden keine Kenntnisse in naturwissenschaftlicher Medizin, hieß es zur Begründung.

Das Institut, das ausschließlich aus privaten Quellen finanziert wird - unter anderem von Herstellern homöopathischer Mittel - bietet ein kostenpflichtiges Weiterbildungsstudium für Ärzte, Apotheker und Psychotherapeuten an. Derzeit wird es von 35 Studierenden belegt.

Die Kulturwissenschaftliche Fakultät habe nach eingehender Begutachtung des Lehrplans sowie der bisherigen Veröffentlichungen und Abschlussarbeiten bereits im Dezember beschlossen, den Studiengang fortzuführen, teilte die Uni mit. An den Leiter des Instituts, Harald Walach, erging aber der Auftrag, innerhalb von zwei Jahren eine medizinische Fakultät als zweiten Träger des Instituts zu finden. Walach sagte dazu, dass er derzeit mehrere Hochschulen dafür im Auge habe. Auch eine Reihe öffentlicher Vorträge, die bisher immer gut besucht war, soll ab Anfang Mai fortgesetzt werden. (Mit Adleraugen)

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ABC 19.03.2013 - 14:00:10

@ W. Riedel

Eigentlich haben Sie das Thema gar nicht so richtig verstanden, oder? Es ist nicht von einer Fakultät die Rede, sondern von einem angeschlossenen Institut, welches fremdfinanziert wird, heisst die wollen kein Geld vom Land. Hier werden auch keine klassischen Studenten unterrichtet (die man dann Ihrer Meinung nach vedummt), sondern bereits ausgebildete Ärzte und andere Mitglieder der Heilberufe. Die hat niemand gezwungen, sich das anzuhören. Das sind erwachsene Leute, die sich selbst ein Bild machen wollen. Übrigens, die müssen das sogar bezahlen. @ Herr Schröder, haben Sie schon mal denn Lehrplan gelesen oder meckern Sie einfach so nur rum, weil Ihnen das Thema nicht liegt? Zu Ihrem Kommentar in der Meinungsspalte: seit wann gehört "einfach das Gespräch zwischen Arzt und mündigem Patienten" zur Alternativmedizin an die man glauben muss? Ja was denn bitte sonst? Ich als Patient setzte das als ordentliche Arbeitsauffassung voraus aber leider wird das wohl immer mehr zur Seltenheit und Sie scheinen das auch noch gut zu finden.

W. Riedel 19.03.2013 - 11:18:36

Alternativmedizin

Toll !!! Eine Universität, die Wissenschaftlichkeit in Ihrer Lehrtätigkeit voraussetzen soll, gibt sich für solche unwissenschaftlichen, durch nichts nachgewiesenen und bestätigten Theorien hin. Aber in diesem Staat wird ja alles getan um die Menschen zu verdummen. Schlmm nur, das dies seitens des Landes Brandenburgs durch Stifftungsgelder mit unterstützt wird. Die Viadrina schädigt damit Ihren Ruf! Die Gründer dieser Fakultät sollten, wenn überhaupt, außerhalb von Universitäten ihre Pseudowissenschaften verbreiten!

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