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Genscher mit Viadrina-Preis geehrt

Zwei vom Jahrgang 1927: Hans-Dietrich Genscher (l.), der den Viadrina-Preis der Frankfurter Europa-Universität erhielt, und sein Laudator, Polens früherer Premier Tadeusz Mazowiecki
Zwei vom Jahrgang 1927: Hans-Dietrich Genscher (l.), der den Viadrina-Preis der Frankfurter Europa-Universität erhielt, und sein Laudator, Polens früherer Premier Tadeusz Mazowiecki © Foto: Winfried Mausolf
Dietrich Schröder / 07.05.2013, 19:06 Uhr - Aktualisiert 08.05.2013, 13:17
Frankfurt (Oder) (MOZ) Vor der Gefahr, die wieder aufkommende Nationalismen für die europäische Einheit darstellen, hat Ex-Außenminister Hans-Dietrich Genscher eindringlich gewarnt. Bei seiner Auszeichnung mit dem Viadrina-Preis der Europa-Universität in Frankfurt (Oder) forderte der FDP-Ehrenvorsitzende die heutigen Regierungen Deutschlands, Polens und Frankreichs besonders dazu auf, die gemeinsamen Werte zu verteidigen.

 

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Genscher erhält Viadrina-Preis

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„Europa befindet sich nicht nur in einer Wirtschafts- und Finanzkrise, sondern in einer geistigen und Vertrauenskrise. Dieser Herausforderung müssen wir uns stellen“, sagte der 86-Jährige. Besondere Verantwortung komme dabei Deutschland als dem größtem Land der EU zu. Zur Überwindung der gegenwärtigen Krise helfe es, sich an das Jahr 1989 zu erinnern, als die Spaltung des Kontinents überwunden wurde.

Der mit 5000 Euro dotierte Preis wurde vom Förderkreis der Uni und ihrem Präsidenten Gunter Pleuger überreicht. Die Laudatio hielt der frühere polnische Regierungschef Tadeusz Mazowiecki.

 

Ein bis auf den letzten Platz besetzter Hörsaal, in dem sich die Gäste trotz schwieriger Zeiten für das Schicksal Europas interessieren. Die Verleihung des Viadrina-Preises war für Hans-Dietrich Genscher und Tadeusz Mazowiecki am Dienstag der Ort für wichtige Botschaften.

Sie sind beide vom Jahrgang 1927. Dass sie als Jugendliche noch den schlimmen Krieg zwischen ihren Ländern erlebt, später vor allem aber an der schwierigen Versöhnung mitgearbeitet haben, macht es so authentisch, wenn Hans-Dietrich Genscher und Tadeusz Mazowiecki über die heutige Lage Europas reden.

"So müssen Politiker sein", geraten dabei nicht nur die studentischen Zuhörer ins Schwärmen. Immer wieder gibt es Applaus, zweimal erhebt sich respektvoll der ganze Saal. Man spürt: Was da vor allem aus den Jahren 1989 und 1990 berichtet wird - als Genscher deutscher Außenminister war und Mazowiecki der erste demokratisch gewählte Regierungschef Polens seit dem Zweiten Weltkrieg -, hat Gewicht.

Der Pole hatte vor vier Jahren selbst den Viadrina-Preis erhalten. Diesmal ist er Laudator für den Deutschen, "der Einfluss auf das Schicksal unserer Länder genommen hat", wie Mazowiecki sagt. Bereits in Zeiten des Kalten Krieges sei Genscher "immer ein Politiker der Entspannung und nicht der Zuspitzung von Konflikten gewesen, ohne dass er sich über die autoritären Systeme im Osten Illusionen gemacht hätte", so der Warschauer. Das besondere Verdienst des aus Halle stammenden Politikers sei jedoch, dass er die Verantwortung der Deutschen vor ihrer eigenen Geschichte wahrgenommen und immer wieder vor erneuten Alleingängen des Landes gewarnt habe.

Für Polen war dies besonders wichtig, als 1990 die endgültige Bestätigung seiner Westgrenze, "als eine der letzten offenen Fragen des Weltkriegs noch zu klären war", wie Genscher sagt. Dies sei damals auch eine moralische Frage gewesen, für die die aus den früheren deutschen Ostgebieten Vertriebenen "mit dem Verlust ihrer Heimat einen hohen Preis zahlten", wie Genscher einräumt. Ein Verdienst der Vertriebenen sei es wiederum, dass daraus kein neues Unrecht entstanden sei.

Doch eine andere Botschaft ist Genscher noch wichtiger an diesem Tag. Er bringt seine Sorge, dass neue Nationalismen in der Gegenwart die europäische Einheit gefährden konnten, sehr deutlich zum Ausdruck. "Wer seine nationalen Interessen in Gegensatz zu unseren gemeinsamen europäischen Interessen stellt, der hat von der Idee Europas nichts verstanden", ruft er lautstark und bewegt in den Saal.

Einen einfachen Ausweg aus der "geistigen und Vertrauenskrise", in der sich der Kontinent derzeit befinde, hat freilich auch der langjährige Spitzenpolitiker nicht parat. Es müsse darum gehen, "Europa seine Seele wiederzugeben, denn ohne die Seele von Freiheit und Verantwortung wird Europa nicht zu bauen sein".

Um näher zu beschreiben, was er damit meint, rät Genscher, sich das Jahr 1989 in Erinnerung zu rufen. Damals hätten die Deutschen um das Schicksal der polnischen Solidarnosc-Bewegung gebangt, während Polen, Tschechen und Ungarn solidarisch mit Flüchtlingen aus der DDR waren, die in den bundesdeutschen Botschaften in Prag, Warschau und Budapest Zuflucht gesucht hatten. Wohl nie seien sich die Völker Europas so nahe gewesen wie damals, meint der Liberale.

Hans-Dietrich Genscher, ehemaliger Außenminister und Vizekanzler der Bundesrepublik, wurde für seine Verdienste um die deutsch-polnische Verständigung mit dem Viadrina-Preis geehrte
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Viadrina-Preis für Genscher

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Eine Stärke Genschers besteht darin, solch große Zusammenhänge immer wieder mit kleinen menschlichen Episoden zu würzen. Zum Beispiel mit einer über seinen Freund, den früheren polnischen Außenminister Krzysztof Skubiszewski. "Während es bei den 2+4-Verhandlungen 1990 in Paris um die polnisch-deutsche Grenze ging, brauchte Skubiszewski als einziger Außenminister keinen Kopfhörer. Denn er verstand Englisch und Russisch, Französisch und Deutsch", so Genscher.

Solche Offenheit wirkt anziehend. Als sich der Geehrte nach der Feier auf eine Bank vor der Uni setzt, gehen einige Studenten auf ihn zu. Es braucht nur Sekunden, da ist man schon im Gespräch vertieft.

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Ommagrimm 11.05.2013 - 14:11:30

Orden / Verdienst / Belohnung

Eigentlich hätte Hans, der Dietrich, der uns das paradiesische Tor zum Großeuropäischen Himmelsreich aufgeschlossen hatte, mal einen richtigen Orden verdient. Den Internationalen Karlspreis. Mit einer Medaille, die das Bildnis des sagenhaften Karls des Großen auf seinem 1. europäischen Thron zeigt. Benannt nach dem 1. Kaiser des Abendlandes, Karl dem Großen aus der Aachener Königspfalz, der in einer märchen- und sagenhaften Zeit gelebt haben sollte, ( http://www.youtube.com/watch?v=8SRyzdqyoQ0 ) Einer Zeit, die es in Wahrheit ebenso nicht gab, wie AdamSchickelgrubers & EvaBraunes 1000jähriges Reich. (Weil 300 Jahre des “dunklen” Mittelalters “irrtümlich” bei der Kalenderumstellung hinzugezählt wurden.) ;-) Aber nee, nach 45 Herren, die um die EU und somit um den Karlspreis sich verdient gemacht hatten, sollte wahrscheinlich mal die Frauenquote durchgesetzt werden. Und die schöne Dahlie aus Lettland, (des im 13. Jhts im Baltikum begründeten Deutschordensstaates), wurde damit als 4. weibliches Staatsoberhaupt geehrt. Jetzt ist Frau Grybauskaitė die Glückliche, die jedoch die 5000,00 €, die mit diesem Karlspreis verbunden sind, gleich an ihr tapferes Volk weiterreichen will. Schließlich hatten die Letten durch Sparmaßnahmen für den ESM und Rettungsschirm für südliche notleidende EU-Länder “gerne” auf eigenen Wohlstand verzichtet. Ja, das Opfern der Nordländer ist ein alter heidnischer Brauch, wir “blauäugigen” Teutschen können ein Trauerlied von singen….. So erging es auch dem mitteldeutschen Hans-im-Glück aus dem mitteldeutschen Märchen der Gebrüder Grimm am Ende seiner Wanderschaft, der da froh war, als ihm der eingetauschte lästige Schleifstein, endlich ins Wasser fiel. Einem wackeren mitteldeutschen Burschen, der durch unvorteilhafte Tauschgeschäfte zwar seinen Lohn (einem Goldstein), nicht jedoch sein sonniges Gemüt einbüßte. L Und den Viadrina-Preis, wird er sich jetzt (ähm, sagen wir ‘s mal ganz diplomatisch) lachend hinter den Spiegel klemmen. ;-)

OmmaGrimm 09.05.2013 - 20:33:52

Grimms Märchen

Hans, der Dietrich hatte eine europäische Schlüsselposition? Unglaublich. Ebenso märchenhaft, dass sich das MfS für ihn, den Glückbringer, extra eine Akte angelegt haben soll. Und dann noch mit dem sinnigen Nicknamen "Tulpe". - Hahaha - haben die Tulpen nicht in den Niederlanden ihren Ursprung? - Ach ist doch auch so ein Ammenmärchen. Jetzt ist Frühling und mein ganzer ostdeutscher Garten blüht voller Tulpen. Und auf dem Biertisch stehen anläßlich des Herrentages auch viele Tulpen..... Dennoch, danke für die vielen unterhaltsamen Märchen. - Hicks und Prost noch mal.

? 09.05.2013 - 18:18:56

@Heinz Schenker

weniger fernsehen!

Befreite 09.05.2013 - 15:11:53

Gedanken zum Herrentag - Kein grimmiges Märchen: Wendehans im Glück

Die Alliierten hatten damals vielleicht keine geeignetere, treue Schachfigur für ihre grenzenlosen Machtspiele. Schließlich begann ja 1945 der Kalte Krieg zweier Gesellschaftssysteme, die sich ausgerechnet in Mitteldeutschland konfrontierten. Hans, der Dietrich hatte damals in beiden Systemen (DDR/BRD) das alte und neue Jura studiert, kam aus einem gebildetes Elternhaus (Vater Jurist der alten Schule). Er kannte also auch das Wort als Waffe (Kindheit im Juristenelternhaus, mit 17 J. faschistische NSDAP, mit 19 J. sozialistische LDPD, mit 25 J. kapitalistische FDP, mit 42 J. BundesInnenminister, mit 47 J. BundesAußenminister, und VizeKanzler). Hans war zum Glück physisch und psychisch kriegsunversehrt, war jung, flexibel und verstand immer auf seiner Wanderschaft, seinen alten Ballast rechtzeitig einzutauschen. Hans war/ist kontaktfähig und kommunikativ, war zum Aufbau einer neuen europäischen Gesellschaft wandlungs- und begeisterungsfähig. Ist immer noch unverändert der alte, verträumte Wendehans im Glück, daher jetzt die 54. Siegerehrung. Denn Goldmedaillen gibt es nach den Turnieren nicht für die austauschbaren Schachfiguren. Das Gold bleibt immer in den Händen der alten Schachspieler. ;-)

informierter Bürger 09.05.2013 - 09:34:27

Zur damaligen Zeit auch nur Spielball politischer Verhältnisse

Wäre es nicht Genscher gewesen, wäre es ein anderer. Beide Staatensysteme befanden sich in der Bankrotterklärung. Der ganze RGW - Raum, des sozialistischen Lagers, wurde vom kapitalistischen Klassenfeind, bei Verhandlungen in den Hinterzimmern, aufgekauft und sicherte bis zur nächsten Krise deren wirtschaftliche Weiterexistenz. Diese Auswirkungen sind seit ein paar Jahren extrem zu spüren. Alles wurde gezielt gesteuert und dem einfältigen Bürger weltweit als politische Wende verkauft. Das Bewusstsein des Menschen ist bei ihnen von vornherein gesellschaftliches Produkt. Ideologien sind falsches Bewusstsein im Sinne gesellschaftlich notwendigen Scheins, können nicht bewusst inszeniert werden und sind – da gesellschaftlich erzeugt - notwendiger Ausdruck wirtschaftlicher und politischer Verhältnisse. Dieses erkannte Karl Marx schon früh als er meinte: Die sozialistische "Führung", in allen Ländern, (einige wenige Ausnahmen existieren noch) scheute den Verrat an ihren Bürgern nicht. Darin sahen Sie Ihre Chance, die wenigen Jahre die sie noch zu leben hatten, einigermaßen zu überbrücken. Wären Sie tausend Jahre alt geworden gäbe es keinen Viadrina - Preis für Genscher oder einer anderen politischen Marionette. Und Genschers Satz in seiner Ausführung; „Europa befindet sich nicht nur in einer Wirtschafts- und Finanzkrise, sondern in einer geistigen und Vertrauenskrise. Dieser Herausforderung müssen wir uns stellen“ ist auf der einen Seite nicht ganz falsch, aber Er hat das wesentliche vergessen auszusprechen, als ehemalige Schachfigur der damaligen Verhältnisse. Heute befindet sich nicht nur Europa in einer Wirtschafts - und Finanzkrise, bzw. geistigen und Vertrauenskrise - sondern heute befindet sich die ganze Welt, vor allem, in einer Glaubenskrise. Na ja, ist Genscher, als Schachfigur, im Spielesystem der damaligen Weltpolitik auch nicht zu verübeln. Wie gesagt, es hätte auch ein Anderer sein können.

lupo 09.05.2013 - 06:20:43

@ Nurmut

"Und trotzdem, halte ich den Sozialismus für das bessere, gerechtere Gesellschaftssystem." - Das mag ja sein, nur leider gibt es die Menschen dafür nicht. - Welchen Sozialismus/Kommunismus meinen Sie also? Den von Kuba, Nordkorea oder China? - Vielleicht gehören Sie aber auch zu den Überbleibseln der DDR-Bürger, die sich das eigene Denken immer noch nicht angewöhnt haben. Wehe man gebrauchte auch nur das Wort ".. ich dachte..". Prompt kam die Antwort "Sie brauchen hier nicht zu denken, sie bekommen alles gesagt". Und genau diese vermeintlich bequeme, heile Welt vermissen Sie? Und Ihr Satz "Die Stasispitzel und Wendehälse sind doch schon lange nicht mehr in der „ Die Linke“ zu finden." ist ja nun völlig daneben. Googeln Sie einfach mal die Namen der Landtagsabgeordneten dieser Partei durch. Vielleicht hilft Ihnen das etwas.

Nurmut 09.05.2013 - 01:30:19

Genscher und der Viadrinapreis

@IngeR, Heinz Schenker Ich muss sie enttäuschen, ich passe nicht in das überstrapazierte SED/ PDS- Stasi-Raster. Meine letzte Mitgliedschaft war die, die in der Freien Deutschen Jugend (FDJ). Die Bundeskanzlerin war sogar FDJ- Sekretärin. Meine Ablehnung zum Eintritt in die Deutsch Sowjetische Freundschaft (DSF) handelte mir und meinen Eltern großen Ärger ein. Und trotzdem, halte ich den Sozialismus für das bessere, gerechtere Gesellschaftssystem. Es sind nicht die engstirnigen und verbohrten Politkader, die einem eine gewisse Lebenshaltung aufzwingen wollen, sondern vielmehr die Einsicht in ein anderes Miteinander. Deshalb tangiert mich der Vorwurf „ Wo waren die mutigen Sozialisten, die einen anderen Sozialismus wollen“ peripher. Es ist immer einfacher gegen etwas zu sein, als eine gewisse Haltung zu vertreten. Die Stasispitzel und Wendehälse sind doch schon lange nicht mehr in der „ Die Linke“ zu finden. Diese Typen tummeln sich doch in ganz andere Parteien und Organisationen. Meine politische Grundhaltung schälte sich erst nach 1989 heraus. Ich bin mit den Ärzten, die Toten Hosen und den Böhsen Onkelz- auch wenn die Bands eine gewisse Antipathie untereinander pflegen, groß geworden. Doch verstand ich die Botschaft, eine gewisse Skepsis gegen das politische / wirtschaftliche Etablissement zu hegen. Wie gesagt, „Das Sein bestimmt das Bewusstsein“ @Heinz Schenker, erzählen sie ihren Kindern/ Enkeln was sie wollen, meine hören-ohne mein Zutun- „Die Ärzte“.

manngenschkoh 09.05.2013 - 00:41:11

des DDR-Volkes Wille nur gehört

Herr Genscher hat seinen Teil für die Zusammenführung des deutschen Volkes getan. Und das war auch gut so. Aber was die Politiker in dem 82 Mio. Deutschland danach alles angestellt haben, ging nach Hinten los. Der durchschnittliche Wohlstand von den 90-er Jahren bleibt immer mehr auf der Strecke. Allein die weiteren 1 Mio. Migranten-Menschen belasten den bundesdeutschen Haushalt erheblich. Weitere Zuzüge werden folgen. Erst wenn sich der Deutsche als Ausländer im eigenen Land fühlt, wird es zu spät sein. Wir sind dann in den USA angekommen. Reich und Arm begegnen sich in einer immer höheren Anzahl auf dem Fußweg.

Heinz Schenker 08.05.2013 - 20:42:19

@NURMUT

Schön, dass es solche Leute wie sie gibt. Da kann man den Kindern erklären, mit wie viel Dummheit und Selbstüberschätzung in der DDR gedacht, geplant und geleitet wurde. Die Rudimente der nicht belehrbaren Typen findet man ja noch bei den "Linken". Haben sie vergessen, dass sich der DDR-Sozialismus dank seines eigenen Unvermögens nur mit Westkrediten über Wasser hielt. Das alles was irgendwie Qualität bedurfte, aus dem Westen kam. Beispiele erübrigen sich. Zum Glück gab es in der BRD , in Westberlin und in der Sowjetunion vernünftige Politiker, die entgegen der SED-Politbüromafia, ein Blutvergießen verhindert haben. Die verhindert haben, dass NVA Panzer nicht in Berlin und Leipzig rollten und Stasi-Verbrecher nicht von der Waffe Gebrauch machten. Einer von ihnen war Dietrich Genscher. Deshalb hat er die Auszeichnung an der Viadrina in Frankfurt (Oder) redlich verdient.

Karl Sasse 08.05.2013 - 19:34:37

@Inge R.

Und weil man damals nicht seine Meinung sagen konnte (Erich ist doof), darf man es heute auch nicht? (He, Chef, Du bist ein Idiot!) Seltsame Logik, aber leider schon oft gehört. So ein Unsinn.

Inge R. 08.05.2013 - 18:44:34

@ Nurmut

Etwas mehr Realismus hätte ich mir schon von Ihnen gewünscht. Keine Frage, wie sich die Dinge im vereinten Deutschland entwickelt haben, damit kann man wahrlich nicht zufrieden sein. Aber wo waren denn nun die mutigen Sozialisten in der DDR die den Mielkes und Honeckers mal die Meinung gesagt hätten. Jetzt, wo man ungestraft seine persönliche Meinung sagen darf, da kommen sie aus dem Mustopf. Wer zu spät kommt, den bestraft nun der Kapitalismus.

lupo 08.05.2013 - 17:48:58

@ NURMUT

"Die Chance, den Sozialismus anders zu gestalten, hat man ja dem Volk nicht gegeben." Da gebe ich Ihnen Recht, denn das Volk hat das ja auch nicht verlangt, bzw. war ja auch nur von einer Minderheit von SED/PDS-Genossen gewünscht.

Nurmut 08.05.2013 - 16:34:00

@Lupor

1990 erzählte mir ein Bekannter aus den alten Bundesländern, er kenne kein besseres Modell, als die soziale Marktwirtschaft. Damals stimmte ich ihm mit einigen Einwänden zu. Heute ist von der sozialen Marktwirtschaft nichts mehr zu spüren. Die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft hat mit sozial- anders als der Name vermuten lässt, nichts mit Gerechtigkeit zu tun- im Gegenteil. Wo wäre die DDR mit einem erneuerten „Steinzeit Sozialismus“ innerhalb der internationalen Staatengemeinschaft geblieben? Ja, die Frage kann man nur hypothetisch beantworten. Die Chance, den Sozialismus anders zu gestalten, hat man ja dem Volk nicht gegeben. Ich bin mir sicher, dieser Raubtierkapitalismus war nicht das Ziel der Montagsdemonstrationen. Dank Treuhand wurde die DDR im wahrsten Sinne verschachert. Es gab durchaus Betriebe die konkurrenzfähige Produkte anzubieten hatten. Diese Konkurrenz musste aus Sicht westdeutscher Unternehmen beseitigt werden, um selbst ihre auf Obsoleszenz konstruierten minderwertigen Produkte zu verkaufen. Für Kapitalisten war das Konkurrenzsystem Sozialismus schon immer ein Dorn im Auge. Denn sie wissen ganz genau, wenn dieses System richtig angepackt wird, ist es dem Kapitalismus um Längen überlegen. Ich halte den Sozialismus für die modernere, friedlichere, gerechtere, nachhaltigere und zukunftsweisende Gesellschaftsordnung. Kapitalismus bedeutet Rückschritt, Zerstörung und Ressourcenverschwendung und dient nur einer kleinen Minderheit. Lupor, wenn sie sich in diesem Land noch wohl fühlen, freut es mich für sie. Ich nehme mein Umfeld anders war. „Das Sein bestimmt das Bewusstsein“ Karl Marx

Karl Sasse 08.05.2013 - 15:38:04

Genschers Rollen

Es ging hier vordergründig - glaube ich jedenfalls - um die Rolle(n) Genschers und warum man ihm wieder einen Preis anheften musste. Nicht um eine erneuerte DDR (wobei es müßig ist, über wäre-hätte-könnte zu philosophieren). Andere Medien gehen jedenfalls kritisch mit dem Herrn um: So schreibt die "Zeit" am 3. März sehr deutlich über Genschers Freundschaft zum kasachischen Präsidenten Nasarbajew und zum aserbaidschanischen Botschafter in Berlin. Beides keine wirklichen Hüter der Demokratie. (http://www.zeit.de/2013/09/Aussenpolitik-Werte-Diktatoren). Also für mich sieht dieser Preis mal wieder wie eine Gefälligkeit aus, auch um die Viadrina unbedingt mal wieder positiv in die Medien zu kriegen.

lupo 08.05.2013 - 14:53:31

Nur mal ´ne Frage

Hat mal einer der Kontra-Kommentatoren einen Gedanken daran verschwendet wo eine DDR nach 1989 mit ihrem "erneuerten Steinzeit-Sozialismus" innerhalb der Internationalen Staatengemeinschaft gelandet wäre? Es wäre wohl ein europäisches Nord-Korea. Da ist mir das Deutschland mit all´ seinen Widersprüchen und Problemen immer noch zehnmal lieber. Oder kennt jemand die perfekte Gesellschaftsordnung? Der sollte sich hier mal melden.

Nurmut 08.05.2013 - 12:12:57

charmante Herren

@DS, Tausende verließen die DDR, Millionen blieben. Genschers Winken auf dem Balkon der BRD- Botschaft in Prag war sicherlich aufrichtig und freudig gemeint. Er war zur richtigen Zeit am rechten Platz. Erst nach dem das übergestülpte kapitalistische System die Existenzen von Millionen zerstörte, verließen scharenweise junge Leute- notgedrungenerweise- den Osten der Republik. Ein ähnliches Szenario wie zwischen den beiden deutschen Teilstaaten, spielt sich nun auf europäischer Bühne ab. Ich weiß nicht, ist es Sinn und Zweck der deutschen Diplomatie im Vorfeld die Fäden zu spinnen, damit die deutsche Wirtschaft neue Länder erobern kann, unter Ausnutzung der menschlichen und geologischen Ressourcen in diesen Ländern? Machen diese deutschen Diplomaten es sich im Nachhinein nicht zu einfach, mit halbherzigen Appellen eine Korrektur anzumahnen? Der deutsche Kapitalismus, ist der gefräßigste unter allen. Ein Europa unter deutscher Dominanz ruft in mir Angstgefühle hervor. Die anderen Länder tun gut daran, den deutschen Interessen entschieden entgegenzuwirken. Auch wenn die deutschen Diplomaten/ Unterhändler ihre Stimme noch so lieblich verstellen und ihre Pfoten Weiß einpudern, steckt doch in Wahrheit ein böser Wolf dahinter. Ein Hr. Genscher und Konsorten wissen ganz genau wie das Spiel funktioniert, da ist der Witz und Charme den diese Herren versprühen nur Mittel zum Zweck.

Karl Eduard von Schnitzel 08.05.2013 - 11:16:38

Wer stand denn 1989 auf dem Balkon in Prag ?

an DS Der politische Wendehals Genscher stand nur auf dem Balkon, weil der Kohl gerade nicht konnte und zu einem operativen Eingriff im Krankenhaus war. Ansonsten wäre wohl der Balkon von der Kohl-Last abgebrochen und mit einigen Verletzten in die Geschichte eingegangen.

Frank 08.05.2013 - 10:42:42

Verunglimpfung?

Das Nennen von Fakten ist Verunglimpfung und das geschichtliche Trittbrettfahren bei der deutschen Einheit sind Verdienste. Wer so argumentiert, negiert die mutigen DDR-Bürger, die das Regime zu Fall brachten. Und die Cheopspyramide wurde sicher auch von Cheops erbaut.

Karl Sasse 08.05.2013 - 10:24:48

Nur zur historischen Richtigstellung

Nicht die Abgehauenen, nicht Genscher/Kohl/der Papst/die grüne Teekanne haben die Mauer zum Einsturz gebracht. Es waren die Hiergebliebenen, die einen anderen Staat wollten und dafür friedlich demonstriert haben. Ob es nun ausgerechnet dieser hier sein musste?

DS 08.05.2013 - 09:15:29

H.D. Genscher FDP

Bitte keine Verunglimpfung Herrn Genschers. Wer stand denn 1989 auf dem Balkon in Prag und hat den Männern, Frauen und Kindern die Freiheit verkündet ? Gab es Jubel oder nicht ? Wer ist der Kanzler der Einheit ? Manches ist später nicht so gelaufen, wie wir es erwartet haben. Kritik ist angebracht. Aber immer schön bei der Wahrheit bleiben. H.D. Genscher hat den Viadrina-Preis verdient.

Frank 08.05.2013 - 09:09:15

Besondere Verdienste?

Sein schneller Rückzug aus der Politik erklärt sich wohl nur dadurch, dass er erkannt hatte, was er mit seinem Zutun zur Zerschlagung des multi-ethnischen Jugoslawiens angerichtet hatte. Mitten in Europa wurde ein extrem grausamer Bürgerkrieg losgetreten, der ohne die gnädige Hilfe der USA vielleicht heute noch wüten würde. Sein grüner Nachfolger ließ dann 1999 als Sahnehäubchen die Bundeswehr bomben und marschieren, um den kläglichen Rest "Serbien" plattzumachen und mit dem Abspaltungsprodukt "Kosovo" einen ständigen Keim der Unruhe in Europa zu installieren. Genscher hat das alles losgetreten, seine Verdienste um die deutsche Vereinigung können nicht so hoch sein, um das aufwiegen zu können.

Kai Wagner 08.05.2013 - 08:56:44

"Hallo Hans-Diedrich,

hier ist Plöger, der abgehalfterte UNO-Mensch, dem noch Rentenpunkte fehlten. Deshalb bin ich an die sinnloseste Uni Deutschlands gegangen. Aber sag mal, welcher Orden fehlt dir noch? Ach ja, da können wir aushelfen." Ähnliche Vorgänge fanden in der DDR immer kurz vor Jubeltagen statt. Dann zeichnete der Genosse Honecker den Genossen Mielke mit dem Orden "Banner der Arbeit" aus. Der Genosse Mielke zeichnete daraufhin den Genossen Honecker mit dem Kampforden des MfS am Bande aus. Altmännerbesäufnisse sind eben nur von Altmännerbegräbnissen zu toppen. An die Redaktion: Meine Wortwahl entspricht dem Ekel, den ich vor der herrschenden Kaste Deutschlandss empfinde.

Dr. Peter Tiedke 08.05.2013 - 07:57:44

Phantom-Schmerz

Wo ist sie denn hin, die „Seele von Freiheit und Verantwortung“, fragt man sich nach dem Lesen? Schröder meint offensichtlich mit Genscher, die National-Egos aus den Südländern hätten sie gefressen. Kein Wort davon, dass - nachdem sich die Nebelschwaden der Propaganda über das vereinte Europa verzogen haben - es immer offensichtlicher wird, dass den Völkern in diesem Europa des Diktates des internationalen Finanzkapitals droht, jeglichen anderen Zusammenhalt zu verlieren als den, (Aus-)Beute zu sein. Und Gentschers Deutschland als Einpeitscher dieser Politik der Repression und Aggression nach innen und außen ganz vorne dabei. Diese Politik, dieses Europa nicht der Völker sondern des Raubtierkapitalismus ist es, die dabei ist, den Menschen die Idee von den „Vereinigten Staaten von Europa“ gründlich zu verleiden. Solch ein Europa ist – wie ein kluger Kopf vor bald 100 Jahren voraussah – eben unter kapitalistischen Vorzeichen entweder unmöglich oder reaktionär. Die Herrschenden sind gerade dabei, es zu beweisen.

Befreite 08.05.2013 - 00:21:13

Von den letzten Missverständnissen eines zufriedenen EU-Kämpfers ;-)

"Ich bin auf eine kampfbereite liberale Partei gestoßen" ..... Zitiert die MOZ. "Die Sonne strahlt dem früheren Bundesaußenminister (1974-1992) ins Gesicht und sorgt dafür, dass die Farbe seiner Partei FDP, deren Ehrenmitglied er ist, in Frankfurt auch ohne das obligatorische Kleidungsstück ausreichend zur Geltung kommt." Naja, die Erinnerungen an blaue FDJ-Parteihemden mit aufgehender Sonne im Emblem sind auch schon lange her. Und Auferstanden-aus-Ruinen wird auch nicht mehr gesungen. - Obwohl sich ja immer noch nichts an Aktualität geändert hat. Auch nicht in der Frankfurter Stadt. "In einer halben Stunde bekommt" der Geltungsbedürftige "an der Europa-Universität den Viadrina-Preis verliehen, mit dem er für seine besonderen Verdienste", ähm, welche auch immer das gewesen sein mögen, sagen wir mal, "um die deutsch-polnische" Verständnislosigkeit "gewürdigt wird." ..... ""Er hat nicht mal empfindlich reagiert, als wir uns beim Thema Grenzkriminalität ETWAS kritischer über unsere Nachbarn geäußert haben."" Hm, war ja auch nur, um es mal diplomatisch auszudrücken, nur "etwas". Was soviel heißen kann wie "ein wenig" oder "so allgemein". "Dass er und 600 weitere Gäste dem fast zweistündigen Verleihungs-Festakt für Genscher im Audimax und Foyer der Viadrina beiwohnen konnten, bedurfte einer langen Vorbereitungszeit." - Ja, und viel, viel Geld, wovon den Frankfurtern natürlich nichts berichtet wird. Sonst regen die sich wieder mal unnötig um die chronisch leere Stadtkasse auf. Es waren gewiss nur Peanuts. Quasi Spenden aus der Kaffeekasse. Wie damals, als der Cohn-Bandit sich in der Viadrina mit viel grünem Fußvolk ganz groß feiern ließ. "Wir waren seit Anfang des Jahres damit beschäftigt, Einladungen zu verschicken, Termine und das Programm zu planen" - alles andere an bürgerfreundlicher Kommunalpolitik war natürlich unwichtig geworden, weil das tapfere “Ordensmitglied” und der letzte Fahnenträger einer untergehenden Freien Deutschen Jugend-Partei, mit der 54. Auszeichnung wieder mal geehrt werden musste. (Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Genscher) Und, dass das MfS nur zum Spaß angeblich eine Akte über den maskierten Juristen aus Halle geführt haben soll, in der er (nur weil er vielleicht mal ein Tulpenglas Bier trank), als IM "Tulpe" bezeichnet wurde, ist natürlich ein nicht ernst zu nehmender Faschingsscherz (http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13689234.html) Noch ‘ne Ehren-Feier mit Genscher: "Zur 100-Jahr-Feier des Herder-Gymnasiums war der ehemalige Außenminister Hans-Dietrich Genscher Ehrengast. .... Als Genscher den Klassenraum verlässt und zur Aula eilt, ist die Stunde der Fünftklässler gekommen. Ob er denn in der Schule auch mal gespickt habe? "Selbstverständlich", gesteht Genscher selbstbewusst. "Jeder, der etwas anderes behauptet, schwindelt doch", so der weltberühmt gewordene Hallenser, der wenig später in seiner bewegenden, mit Erinnerungen und Anekdoten gespickten Rede in der vollbesetzten Aula freilich keinen Spickzettel braucht. Mit Blick auf den ehemaligen Bundesminister Günter Krause, ebenfalls als Herder-Absolvent eingeladen, erinnert sich Genscher an das Jahr 1990. "Hallenser hier, Hallenser dort - das kann nur gut gehen", habe er damals gedacht." (Quelle: http://www.mz-web.de/halle-saalekreis/100-jahre-herder-gymasium-genscher-besucht-seine-alte-penne,20640778,21779510.html) So, hatte der Verehrte DAMALS gedacht. - Nicht ahnend, dass auch der unheimliche Günter Krause angeblich vom MfS als IM "Polier" geführt wurde, denn das ist natürlich ebenso ein gaaanz bööses Gerücht über einen "ehrenwerten" Hallelodri, der sich mehr durch Affären und Skandale berühmt gemacht hatte, als durch seine eilfertige Unterzeichnung eines zusammen-geschmierten Einigungsvertrages. Das waren, wie die gesamte deutsche Geschichte im Nachhinein betrachtet, natürlich alles nur blütenreine Missverständnisse. Wie immer, auf beiden Seiten. ;-)

ein_neutraler_ohne_politische_ambitionen 07.05.2013 - 23:04:23

@ Ein_Liberaler

Wenn die Zensur der "Freiheit" zuschlägt, wird Ihr Kommentar gelöscht. Was sie schreiben, ist unsere Realität mitten in Europa. Es wächst zusammen, was zusammen gehört. Damals war es der Wiedervereinigung des deutschen Volkes gewidmet. Und ist es ein anderer politischer Schuh. Und der drückt gewaltig, weil es vielen Deutschen erhebliche Nachteile einbringt. Der deutsche Wohlstand bleibt auf der Strecke, weil es die Politik so eingerührt und andauernd verteidigt. Die Mittelschicht und der einfache Arbeiter und Angstellte bleibt auf der Strecke. Die "Zukunft" ist und deutschstämmigen Bürgern gewiss. Es wird immer mehr Nachteile für das Alltagsleben einbringen.

Ein_Liberaler 07.05.2013 - 22:22:40

Von der Gefahr, die EU-Europa für Mittelschicht und Mittelstand in Deutschland darstellt

... schweigt Genscher ganz und gar. Es sei ihm ja nun gegönnt, 86 Jahre alt und geehrt zu werden. Von der Zukunft unseres Landes und Europas versteht er nichts. Dass er die Zukunft Deutschlands und Europas seit 1990 mit verspielt hat, dass er die Strukturen geschaffen hat, die Deutsch- land und Europa erwürgen, will ihm einfach nicht in den Kopf. Der Begriff "Altersstarsinn" kommt einem da zwanglos in den Kopf. Der Euro, das ist Versailles ohne verlorenen Krieg, so die französische Einschätzung. Und Genscher und Kohl haben es möglich gemacht, dass unsere stabile Währung und unser funktionierender Nationalstaat zerstört werden, ohne das die Bürger dafür irgendentwas auch nur ansatz- weise gleichwertiges erhalten. Danke also für gar nichts. Genscher wird den völligen Niedergang Deutschlands und Europas nicht mehr erleben müssen. Was aber wird mit den nachfolgenden Generationen, die für das Politikver- sagen der älteren Herren die Zeche zahlen müssen?

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