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Erster Solarpark-Betreiber will mit "künstlicher DNA" Diebe abhalten

Die Stadtwerke Senftenberg setzen seit Mittwoch nach eigenen Angaben als erster Betreiber von Solarparks "künstliche DNA" zum Schutz vor Straftätern ein.
Die Stadtwerke Senftenberg setzen seit Mittwoch nach eigenen Angaben als erster Betreiber von Solarparks "künstliche DNA" zum Schutz vor Straftätern ein. © Foto: dpa
22.05.2013, 15:03 Uhr
Senftenberg/Potsdam (dpa) Die Stadtwerke Senftenberg setzen seit Mittwoch nach eigenen Angaben als erster Betreiber von Solarparks "künstliche DNA" zum Schutz vor Straftätern ein. "Wir sind von der abschreckenden Wirkung dieser Technologie überzeugt", sagte Geschäftsführer Detlef Moschke. "Die Investitionen stehen in einer vernünftigen Relation und sind günstiger als eine permanente Videoüberwachung der Anlage", so Moschke. Konkrete Summen wollte er nicht nennen.

In einem ersten Schritt wurden 8000 Solar-Felder und etwa 30 Wechselrichter mit einer Flüssigkeit bestrichen, die einen DNA-Code beinhaltet. Schilder mit Warnhinweisen wie "DNA - Spuren führen zum Täter" warnen potenzielle Diebesbanden.

Die Anzahl der Diebstähle in Solarparks ist bundesweit gestiegen. In Brandenburg rief die Polizei 2012 die "Sonderkommission Sonne" ins Leben, weil sich im ersten Halbjahr die Zahl der Fälle drastisch erhöht hatte. Allein in der Zeit von März bis Dezember 2012 haben die Ermittler 59 große Fälle registriert. Die Polizei schätzt den Schaden auf mehr als zwei Millionen Euro. In diesem Jahr gab es nach Angaben eines Sprechers bereits 14 größere Diebstähle in Solarparks.

"Wir gehen davon aus, dass es sich überwiegend um organisierte Angriffe von osteuropäische Tätergruppen handelt", sagte der Sprecher der Polizei. Derartige Taten seien kaum ohne Planung und Organisation möglich: "Schließlich braucht man Fahrzeuge zum Abtransport."

"Wir versuchen, Kommunen und Firmen verstärkt ins Boot zu holen", sagte der Beamte. Die Ermittler gehen von einer abschreckenden Wirkung durch die Methode aus. Greifen die Diebe dennoch zu, ist das Material zumindest eindeutig zuzuordnen - was einen Weiterverkauf erschwert.

Die Sicherheitstechnologie wurde zunächst in Pilotprojekten in Bremen und Brandenburg getestet, Sachsen folgte. Zunächst wurden vor allem Autos in der Grenzregion zu Polen markiert. Inzwischen wird die "künstliche DNA" häufig in der Landwirtschaft, aber etwa auch bei der Deutschen Bahn und dem Energiekonzern Vattenfall eingesetzt.

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B.Ruthenberg 25.05.2013 - 16:30:53

Das Schild ist leider nur in deutsches Sprache ...

... und diejenigen, die das wahrnehmen sollten, verstehen das leider nicht. Vielleicht sollte man zur besseren Verständigung zweisprachig gestalten, das man diesen Hinweis auch jenseits der Oder versteht.

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