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Petitionsausschuss prüft Lärm und Elektrosmog an A10

02.06.2013, 16:33 Uhr
Birkenwerder (DPA) Anwohner haben Angst vor zu viel Krach und Strahlen an der Autobahn. Deswegen wollen sie zur Not ein Großprojekt stoppen. Politiker schauen sich nun den Ort des Streits an.

Abgeordnete beim Vor-Ort-Besuch: Der Petitionsausschuss des Bundestags will am Montag prüfen, wie stark der Lärm und möglicher Elektrosmog an der Autobahn 10 bei Birkenwerder sind. "An der Stelle ist geplant, die A10 auf sechs Spuren zu erweitern", erklärte ein Sprecher des Ausschusses, Christoph Grunske. Das Großprojekt im Kreis Oberhavel geht einher mit dem Bau einer Tankstelle und eines Rastplatzes. Außerdem ist die Bahnstrecke Berlin - Rostock betroffen und eine Stromleitung muss verlegt werden. "Diese Planungen gefallen einigen der Anwohner nicht", sagte Grunske.

Am Montag (16.30) wird sich die Leiterin des Ausschusses, Stefanie Vogelsang (CDU), zusammen mit Anwohnern und Behörden an der Kreuzung von Bahn und Autobahn den Streitfall anschauen. Auch Michael Groß und Angelika Krüger-Leißner (beide SPD) und die Linken-Abgeordnete Sabine Stüber sollen dabei sein. "Anschließend wird beraten und entschieden, was passiert", sagte der Sprecher.

Neben dem zunehmenden Krach durch die vorbeifahrenden Autos beziehen sich ihre Befürchtungen vor allem auf mögliche Strahlungen durch die Strommasten. Sie laufen parallel zur Autobahn und sollen einige Meter nach Norden verlegt und vergrößert werden. "Derzeit umspannen sie zwei Häuser, dann werden es mehr sein", sagte der Sprecher. Der Netzbetreiber will die Gelegenheit des Autobahnausbaus für sich nutzen und dickere Kabel verwenden. Aus einer 220-Kilowatt-Stromleitung soll eine 380-Kilowatt Hochspannungsleitung werden.

Ihre Ängste sollten bei der Planung und der Umsetzung des Projekts berücksichtigt werden, fordern die Anwohner. Lärm und Elektrosmog müssten so gering wie möglich ausfallen. "Es gibt dafür mehrere Vorschläge", sagte Grunske vom Petitionsausschuss. Die Stromleitungen könnten unter der Erde verlegt oder in eine Lärmschutzwand integriert werden. Auch eine Ortsumgehung von etwa 30 Kilometern sei im Gespräch.

Eine weitere Forderung: Die Rastanlagen widersprächen dem Naturschutz und dürften nicht gebaut werden. Über den Besuch in Birkenwerder berät sich der Petitionsausschuss in einer späteren Sitzung und wird dem Bundestag eine Empfehlung geben.

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Steve Lauer 03.06.2013 - 12:48:14

Lärmschutzwand unter Hochspannung?

"Aus einer 220-Kilowatt-Stromleitung soll eine 380-Kilowatt Hochspannungsleitung werden." Sie meinen vermutlich 220- bzw. 380 KiloVOLT-(kV-)Leitungen. "Die Stromleitungen könnten unter der Erde verlegt oder in eine Lärmschutzwand integriert werden." Ob es der Sicherheit und der Gesundheit förderlich ist, eine 380.000-Volt-Hochspannungsleitung in einer ebenerdigen Lärmschutzwand zu verbauen, möchte ich mal leise bezweifeln... Steve Lauer

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