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Mehdorn erhöht den "Fertigstellungsdruck"

Hartmut Mehdorn
Hartmut Mehdorn © Foto: dpa
Ulrich Thiessen / 17.06.2013, 18:18 Uhr
Potsdam (MOZ) Einen Termin für die Öffnung des neuen Flughafens gibt es auch nach der Sitzung des Sonderausschusses BER im Landtag nicht. Wohl aber waltete Vorstand Hartmut Mehdorn seines Amtes und versprühte jede Menge Optimismus: Es geht voran in vielen kleinen Schritten. So sind Mitte Juni nach seinen Worten bereits die Parkhäuser eröffnet worden. Derzeit arbeite man daran, zwölf Nebengebäude ihrer Bestimmung zuzuführen. Genutzt werden sie künftig von der Feuerwehr, der Polizei und für die IT-Abteilung der Gesellschaft.

Mit einem Festakt im Juli wird der Cargobereich am BER in Betrieb genommen, verkündete Mehdorn. Am 1. September soll der Zoll seine Gebäude am neuen Terminal beziehen. Zurzeit gebe es mit drei Airlines unterschiedlicher Größe Gespräche, vorfristig den Pier Nord in Betrieb zu nehmen. Bis Ende Juli will der Chef der Geschäftsführung Klarheit, ob es dort eine vorfristige Teileröffnung geben wird. Er argumentierte, dass es sinnvoll sei, mit täglich 1500 bis 2000 Passagieren Erfahrungen zu sammeln, statt bei einem Komplettumzug von Tegel und Schönefeld (alt) mit 60 000 Passagieren ins kalte Wasser springen zu müssen. Die Teileröffnung biete die Möglichkeit, zu lernen und dazu auch Mitarbeiter aus Tegel vorübergehend mit den künftigen Arbeitsbedingungen vertraut zu machen. Laut Mehdorn hat die einzelne Eröffnung von Gebäudeteilen psychologisch viel bewegt auf der Baustelle. Nun entstehe ein Fertigstellungsdruck, der so nicht geherrscht hatte.

Nicht möglich scheint die vorfristige Inbetriebnahme des Bahnhofes unter dem Terminal. Dies würde erst genehmigt, wenn die Brandschutzfragen im Gesamtgebäude geklärt sind, erläuterte Mehdorn. Die Abgeordneten zeigten sich nur mäßig begeistert von den Aussichten auf scheibchenweise Eröffnungen.

Mehdorn kündigte an, kurzfristig mehr Personal für die Umsetzung des Schallschutzes einzusetzen. Dazu gehören auch Wertgutachten für Eigenheime in den Einflugschneisen, die mit einer finanziellen Entschädigung für den Schallschutz rechnen können.

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