Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Frankfurter Staatsanwaltschaft erlässt nach Absturz Haftbefehl gegen griechischen Flugschüler

Mordanschlag auf Piloten

Jens Sell und Andreas Wendt / 23.06.2013, 19:08 Uhr - Aktualisiert 23.06.2013, 19:26
Bad Freienwalde (MOZ) Der Absturz eines Kleinflugzeuges am Freitag auf einem Feld in Zäckerickerloose (Märkisch-Oderland) war offenbar kein Unfall. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder) hat gegen den 51-jährigen Flugschüler Haftbefehl wegen versuchten Mordes erlassen.

Der Mordversuch eines 51-jährigen Griechen aus Berlin am Inhaber der Flugschule Arrow Airservice Strausberg, Winfried G., soll keine Kurzschlusshandlung hoch über den Wolken, sondern vielmehr eiskalt geplant gewesen sein. Nach MOZ-Informationen ist der Grieche, der seine dritte Flugstunde absolvierte, durchaus nicht während des Fluges durchgedreht, wie zunächst vermutet wurde.

Nach der Notlandung eines Sportflugzeugs bei Bad Freienwalde ist gegen einen Flugschüler Haftbefehl wegen versuchten Mordes erlassen worden.
Bilderstrecke

Notlandung: Verdacht auf versuchten Mord

Bilderstrecke öffnen

Die mit den beiden Männern besetzte Cessna war am Freitagabend vom Fluglehrer im Oderbruch notgelandet worden. Dabei geriet sie etwa 50 Meter neben dem Oderbahn-Radweg mit dem Bugrad auf die schilfbewachsene Böschungskante der Mucker, eines Flüsschens nahe Bienenwerder. "Einen Meter weiter, und er hätte eine ganz stabile Landung hingekriegt", sagen Augenzeugen.

Sie hatten den seltsamen Flug der Cessna über Zollbrücke und Zäckerickerloose beobachtet. "Er drehte über dem Dorf mehrere Runden, wechselte ständig die Flughöhe und flog sehr unruhig und ruckartig", berichtet eine Anwohnerin. Offenbar war es während des Ausbildungsfluges zu einem Gerangel an Bord gekommen. Ein Sprecher des Polizeipräsidiums bestätigte am Sonntag, dass es zwischen Flugschüler und dem 73-jährigen Piloten zu einem Streit gekommen war.

Vermutungen, dass sich der gebürtige Grieche umbringen wollte, bestätigte die Polizei nicht. Der Mann habe aber den Piloten und Inhaber der Flugschule aus Strausberg (Märkisch-Oderland) angegriffen und versucht, sich aus dem Kleinflugzeug zu stürzen. Das sei ihm jedoch nicht gelungen, heißt es seitens der Polizei.

Die Augenzeugen am Boden hätten sich schon gefragt, was da in der Kabine wohl abgehe. Dann sei die Maschine heruntergekommen und habe sich nach der ersten Bodenberührung überschlagen. Ein junger Mann holte den kopfüber in der Kabine hängenden Piloten, dem das Blut einer Kopfwunde über das Gesicht lief, aus der Maschine. In der Zeit verließ der Flugschüler das Flugzeug und lief davon.

Der Pilot wurde bereits mit dem Hubschrauber in das Unfallkrankenhaus Berlin-Marzahn geflogen, während die Polizei mit mehreren Fährtenhunden die Spur des Flugschülers aufnahm. Auch ein Hubschrauber mit Wärmebildkamera wurde bei der Suche nach dem Vermissten in der Dunkelheit eingesetzt. Gefunden wurde der verletzte Flugschüler in einer Böschung. Inzwischen befindet er sich im Haftkrankenhaus. Der deutschen Sprache ist der in Berlin lebende Grieche offenbar nicht mächtig: Die Polizei musste einen Dolmetscher hinzuziehen, um ihm den Haftbefehl zu verkünden.

Pilot Winfried G. habe offensichtlich keine Knochenbrüche, bestätigte seine Frau Brigitte auf MOZ-Anfrage. Ihm gehe es den Umständen entsprechend wieder besser. Ein Ende der Firma sei mit dem Absturz nicht zwangsläufig verbunden. Arrow Airservice verfügt über vier Kleinflugzeuge des Typs Cessna, die Unglücksmaschine sei, wie vorgeschrieben, versichert gewesen. Ans Aufhören habe ihr Mann Winfried auch nie gedacht: "Er ist einfach noch so fit und beherrscht eben das Einmaleins des Fliegens perfekt. Wir haben auch junge Fluglehrer, aber sein großer Erfahrungsschatz ist eben immer wieder gefragt."

Seine Flugschule gründete der Pilot 1996 in Strausberg. Die Ausbildung mit 30 Flugstunden kostet knapp 7000 Euro. Warum der Grieche sich in Strausberg ausbilden ließ, ist bislang genauso unklar wie das Motiv der Tat. Unmittelbar nach dem Absturz hatten Ermittler der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung aus Braunschweig die Maschine untersucht.

Erst im September vergangenen Jahres war vom Flugplatz Strausberg aus ein mexikanischer Pilot gestartet und auf der dänischen Insel Bornholm abgestürzt. Untersuchungen ergaben, dass es sich bei dem Piloten um einen international gesuchten Kriminellen handelt, der in Wirklichkeit nicht mexikanischer, sondern iranischer Nationalität ist.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.
patrick villiers 25.06.2013 - 13:56:29

So So Courage ...

Ich lebe unter dem An- und Abflug von Tegel! Bin 77 Jahre alt und abeite noch ganztags. Habe daher schon gehörigen Respekt vor den Leistungen von arbeitenden Menschen. Weniger jedoch vor Beschwerdeführer, die Deichbauten verhindern, ganztags im Garten ihrer Einfamilienheimen sinnieren, was sie sonst noch bemängeln können und der bürgelichen Gesellschaft nicht sonderlich abgetan sind.

Kunz 25.06.2013 - 11:47:13

@courage

wie wärs wenn sie sich mal mit den aktuellen für Luftfahrzeuge zu erfüllenen Lärmvorschriften beschäftigen? Gerade der VLP Strausberg ist einer der Plätze, der Platzrundenverkehr zu den Ruhezeiten verbietet,ausgenommen Luftfahrzeuge mit erhöhtem Lärmschutz. Ich bin mir sicher,dass sie keinerlei Beweise haben ,dass dagegen verstoßen wird, geschweige denn belastbare Meßergebnisse!Sie folgen ausschließlich ihrem subjektiven Empfinden.Und nehmen für sich in anspruch für den rest der Bevölkerung sprechen zu müssen. Ohne dass da irgendwelche Substanz da wäre. Haben sie eigentlich schon mal in die Zulassung ihres Autos geschaut? Was da zum Thema Lärmemission steht?

courage 25.06.2013 - 11:29:32

Pilot?! Patrick Villiers und der VLP Strausberg

(Lt. google)... Bei Herrn Patrick Villiers handelt es sich auch um einen Piloten. Daher regt er sich sooo mächtig auf über uns Kritiker des VLP Strausberg. Wenn er doch mal in sich gehen würde und etwas Verständnis für die von ihm beschriebenen Individuen aufbringen würde...anstatt Hohn! Würde er selbst so ein betroffenens Individuum sein, das für den Wohlstand einer Leistungsgesellschaft (...seine Worte) geopfert wird, würde er anders reden und schreiben. Da er mit dem Namen eines anderen Kommentatoren (M.Oderländer...sicherlich von MÄRKISCH-ODERLÄNDER) scheinbar nichts anzufangen weiß, frage ich mich, wo denn Herr Villiers lebt. Dann sicher n i c h t in unserem ansonsten sehr schönen Märkisch-Oderland, unter anderem mit dem Naturpark "Märkische Schweiz". Vielleicht ist auch er nur einer von denen, die in Berlin (in Ruhe) leben und zum Krachmachen auf's Land düsen. Sonst wüsste er, wie sich unter anderem "sein" Fliegen auf die darunterliegende Umwelt auswirkt. Hier sind nämlich nicht einige wenige Individuen durch die Flugplätze Strausberg, Eggersdorf, Neuhardenberg und Tegel, Schönefeld, BER nach Eröffnung (Transitions) betroffen, sondern eine ganze Region mit mehreren tausend Erwachsenen und ihren Kindern. Außerdem - Was hat Wohlstand einer Leistungsgesellschaft mit dem Ärgern und Tyrannisieren anderer Menschen zu tun??? Antwort an den Kommentator "Radfahrer": JA - ich habe diesen Artiekel und einige mehr (andere Zeitungen) gelesen. Durch meinen Kommentar sollte lediglich die Gefahr durch die Hobbypiloten herausgestellt werden. Eben...VERMUTLICH war es ein Angriff des Flugschülers auf seinen Lehrer. Dies steht aber immer noch nicht zweifelsfrei fest!!!

Kunz 24.06.2013 - 22:24:50

alter?

was bitte hat das Alter des Piloten mit dem Unfall zu tun?Nichts!Und worauf beruht ihre "Erkenntnis", alle Piloten mit 60,spätestens 65 vom Himmel zu holen? Der Mann hat ein gültiges Klasse 1medical für Berufspiloten!Alle halbe Jahre zu erneuern. Würde man Autofahrer in diesem Alter auch so regelmäßig zum Arzt zitieren ,den Aufschrei der Autolobby könnte man hören. Aber selbstverständlich darf jeder 80 jährige mit dem 300PS+ Benz mit 250 Sachen über die Autobahn knallen ohne dass da mal ein Arzt hinschaut ob der der Mann überhaupt noch fahrtauglich ist.

Frank 24.06.2013 - 20:27:02

Mit Vollendung

des 60.oder spätestens mit dem 65. Lebensjahr sollte Schluss sein mit dem Fliegen unter dem Himmel! Die Verantwortung, über bewohnte Gebiete zu fliegen, ist sehr sehr hoch.

patrick villiers 24.06.2013 - 18:37:13

MOberländer schreibt zum Abschluss seiner sehr langen Beschwerde:

... „Ich wünsche dm 72 jährigen Fluglehrer eine gute Besserung und einen zeitnahen Eintritt in den Ruhestand! Und das finde ich bedenklich. Herr Gebhard arbeitet als Unternehmer und Berufsflieger, auch mit über siebzig Jahren, hart! Er leistet seinen Beitrag am Wohlstand einer Leistungsgesellschaft. Beschwerden sind Bestandteil einer lebendigen Demokratie aber die Erfordernisse einer Leistungs- und Erwerbsgesellschaft stehen oft den Interessen von Individuen entgegen und es ist sehr einfach einseitig zu übertreiben. Der Wunsch nach „ ... einen zeitnahen Eintritt in den Ruhestand“ kommt dem Handeln des Attentäters sehr nahe. Bitte bedenken Sie, sehr verehrter Herr MOberländer welche Positionen Sie hier vertreten! Aber ich freue mich berichten zu können, dass es Herrn Gebhard offensichtlich besser geht!

Veritas 24.06.2013 - 18:35:20

Rücksicht und Verantwortung?

Als einen Tag nach dem Unfall, Samstag früh kurz nach vier Uhr, 5 oder 6 Maschinen mit lautem Motorengeräusch vom Strausberger Flugplatz abhoben und durch ihren Lärm tausende Anwohner aus dem Schlaf rissen, dachte ich schon: „Oh die Ratten verlassen das sinkende Schiff!“. Doch zu früh gefreut, es waren wohl nur wieder die am Platz üblichen Piloten, auf ihrem Weg in ihr Vergnügen….

kunz 24.06.2013 - 16:48:53

Aber,aber Herr "Oderländer"

oder soll ich sagen,Herr F.? Waren sie nicht derjenige ,der als einer der führenden Köpfe einer kleinen unbedeutenden Strausberger Flugläminitiative billigst von der Strausberger Stadt Bauland in unmittelbarer Nähe zum Flugplatz erworben haben ,dort bauten und seitdem gegen den Flugplatz zu Felde ziehen? Ihre "Argumentation" enthält nichts als billigste Polemik,so das es sich nicht mal lohnt ,auf jeden ihrer Punkte einzugehen.Das geht sogar so weit unter die Gürtellinie. auf das Alter des Fluglehrers abzuzielen. Der dürfte sich wahrscheinlich in einer besseren gesundheitlichen Verfassung befinden als so manch Mittvierziger. Und das alle halbe Jahre bei einem Fliegerarzt nachzuweisen hat!

M.Oderländer 24.06.2013 - 16:23:24

Dieser VLP

Wer nach Ihrer Beschreibung glaubt, dass der Strausberger Flugplatz für die Ausbildung von Verkehrspiloten unbedingt benötigt wird, glaubt auch, dass der Anglerverein am Straussee für die Ausbildung von Hochseefischern notwendig ist! Der Strausberger Landeplatz dient beinahe ausschließlich der Spaß- und Hobbyfliegerei und deren Ausbildung. Dass lässt sich an den Wochenenden besonders gut beobachten, und die Menschen im dicht besiedelten Umland leiden sehr unter der Beschallung. Auf rücksichtslos herumkajolenden Trikes, kreisenden UL´s, lauten Gyrokoptern und Cessnas die doppelt so alt wie ihre Piloten sind, Prahlern und aktuell mal wieder Selbstmördern über ihren Köpfen, haben die Menschen im Umland keinen Bock mehr! Dieser Platz eignet sich aufgrund seiner Lage einfach nicht für Kreisfliegerei und Co!! Hört auf mit dem Gejammer darüber, dass die Spaßfliegerei an sich ja schon sooo teuer ist! Bei dem was hier am Boden damit angerichtet wird, ist es noch viel zu billig! Und nur, weil auf einem VLP auch Steuern anfallen, rechtfertigt das nicht, um mehr Verständnis für alle aus dem Flugbetrieb resultierenden Beeinträchtigungen zu fordern! Ganz im Gegenteil, angesiedelte Firmen werben seit längerem völlig ungeniert mit billigsten Preisen und bieten lärmende Hubschrauberrundflüge und die Ausbildung zum Hobbypiloten zu wahren Dumpingpreisen an. Diese Werbung zeigt, dass die Höhe der Landeentgelte am Platz einfach nur lächerlich ist! Nur dadurch, dass die Kunden der Strausberger Stadtwerke mit ihren Mietnebenkosten kräftig zuzahlen, wird der Platz vor dem Konkurs bewart. Am Ende ist dies das Resultat einer völlig verfehlten Förderpolitik und dem 20 Jahre währenden Traum der Stadtväter ein "Tor zum Osten" zu bekommen. Das "Tor zum Osten" ist seit seinem Bestehen für die Strausberger ein Fass ohne Boden! Schade um die vielen hier verplemperten Millionen! Die Frage, ob Märkisch Oderland wirklich 3 Landeplätze benötigt ist absolut legitim! Um den Markt und den Wettbewerb zu stärken, sollte immer wieder die Frage nach dem Sinn von Wettbewerbsverzerrungen durch den Einsatz kommunale Gelder in den hoch defizitären Platz gestellt werden dürfen! Dies um so mehr, da er die weitere Entwicklung der Stadt stark behindert und seine besiedelte Umgebung so massiv belastet wie der Strausberger Platz! Schauen Sie sich das zukünftige Wohngebiet Mittelfeld an der Flugplatzstraße einmal an! Der Wegfall des Fluglärmes würde hier sicher viele neue Einwohner und damit Steuerzahler in die Stadt ziehen! Zukünftigen Piloten müssen von Anfang an darauf trainiert werden, ihre Umwelt mit ihrer Fliegerei so wenig wie möglich zu beeinträchtigen. Das fängt mit der Auswahl des richtigen Trainingsortes an! Bei richtiger Entscheidung kann es nur ein Platz, weit weg von bewohntem Gebiet und damit nicht der VLP Strausberg sein! Dass ein Flugzeug gut als Waffe eingesetzt werden kann, wissen wir nicht erst seit dem 11. September. Offensichtlich zieht der Strausberger Flugplatz "nicht ganz normale" Menschen magisch an. Zahlreiche Zwischenfälle mit Fliegern vom Platz bestätigen das. U.a. sammelte ein Terrorist vom 11. September am Platz Flugerfahrung, von hier startet jahrelang unbehelligt und ohne Pilotenlizenz ein megalauter Museumslearjet und das Fliegen ohne TÜV und Zulassung funktioniert am Platz bis zum crash auch bestens. Glücklicherweise sind beim jüngsten Absturz keine Unbeteiligten zu Schaden gekommen, aber dass es am Platz riesige Sicherheitsprobleme gibt ist mehr als offensichtlich! Ich wünsche dm 72 jährigen Fluglehrer eine gute Besserung und einen zeitnahen Eintritt in den Ruhestand! Hoffen wir, dass die verbleibenden Fluglehrer zukünftig eine bessere Auswahl als ihr Kollege darüber treffen, wen sie in ihre Maschine einsteigen lassen. Können wir Bürger am Boden zukünftig darauf vertrauen?

MCC 24.06.2013 - 15:14:26

ZÜP und Co.

Und wieder wird eindrücklich dargestellt ,dass die Stasi-ZÜP so unnütz wie ein Kropf ist,gell GOL-BB? Ja Patrick,man sollte sich mal hinsetzen und nachrecherchieren was da so an Umsatz-, Einkommens,- Mineralöl ,-Gewerbe,- und sonstige Steuern in diverse Säckel fließen ,welche am Flugplatz und in unmittelbarer Verbindung zum VLP Strausberg von den dort angesiedelten Firmen erwirtschaftet werden.Ich bin mir sicher dann sieht die angeblich so negative Bilanz der öffentlichen Verkersfläche Flugplatz Strausberg ganz anders aus wenn ich mir die lange Liste der Firmen so anschaue.

xxx 24.06.2013 - 14:14:51

...

allein die Steuergeschichte zeigt dass sie keine Ahnung von der Materie haben. Der Privatpilot zahlt auf Flugbenzin sogar einen höheren Mineralölsteuersatz als der Autofahrer. Allein Luftfahrtunternehmen sind mineralölsteuerbefreit .das ist übrigens auf der ganzen Welt so! ja huch es gibt auch Piloten ,die nur zum Spaß durch die Gegend fliegen..genau wie der Motorrradfaher,Autofahrer, der Bootsbesietzer (mal nachgehakt was so ne mitllere Binnenyacht so auf den km schluckt?)...

Horst Grünberg 24.06.2013 - 14:10:30

Wenn man bei Kommentaren doch nur mal sachlich bleiben könnte .....

Die bisherigen Kommentare verfehlten doch mehr oder weniger den Grundsatz der Sachlichkeit, eigentlich schade, wenn man die Möglichkeit der Meinungsäußerung so wenig achtet. 1. Die Sportfliegerei ist ebenso achtenswert (und auch kritikwürdig) wie Motorbootfahren oder Formel 1. Also, bitte, wenn ich Fan der einen Sportart bin, dann bitte laß dem Anderen sein Hobby. Leider gibt es bei jeder Sportart den überwiegenden Teil Verantwortungsbewußte und einige Wenige, die sich als Rüpel betätigen. Also bitte Sachlichkeit. 2. Schauen Sie sich mal Luftfahrtkarten von Polen, Dänemark, Tschechien oder, ganz extrem, der USA an. Da ist Deutschland mit seinen Flugplätzen noch ein Waisenkind. Aber richtig ist, daß Flugplätze bezahlt werden müssen. Wenn Sie als Wirtschaftsfaktoren fungieren und der Allgemeinheit dienen, dann bitte auch von der Allgemeinheit. Man kommt für 27,- € nach Mallorca nicht von einem Parkplatz. Viele Hobbyflugplätze sind privat finanziert und das ist auch gut so. 3. Die Schilderungen des Flugverlaufes von Amateuren zu dieser Sportmaschine tun richtig weh. Wenn ich von irgendetwas keine Ahnung habe, lieber mal den Mund halten und nicht im Fernsehen mit unsäglichen Äußerungen Privatimage betreiben. Ich kenne den Fluglehrer persönlich sehr gut und wünsche ihm das Allerbeste für die Genesung und daß er weiter fliegen kann. Ich habe ihn als Person mit absoluter Verantwortung und Ernsthaftigkeit kennengelernt und so soll ja ein Berufspilot und Fluglehrer auch sein. Mit seinen Flugschülern muß er bei Überlandflügen Notverfahren üben - dazu gehören simulierte Motorausfälle und Anflüge auf ausgesuchte Notlandefelder - und das hat er auch bei absoluter Luftnot hervorragend beherrscht. Daß ein Flugschüler seinen Lehrer umbringen will habe ich auch unter Fliegerkreisen beim besten Willen noch nicht gehört. Aber man soll im Leben niemals nie sagen - es gibt eben nicht nur lebensmüde Idioten als Geisterfahrer auf den Autobahnen, sondern auch in der Luft. Flieger sind eben keine Übermenschen, sondern normale Menschen wie auf dem Boden auch. Resümee: Eine absolut unübliche Situation, ein lebensmüder Idiot von Flugschüler und ein qualifizierter, ernsthafter Fluglehrer, der aus einer fast ausweglosen Situation immer noch eine gute Leistung gemacht hat. Übrigens ist so ein ähnlicher Fall mit einem Lebensmüden dem bekannten Verkehrspiloten Hans-Dieter Kallbach in einer Boeing 737 über Spanien auch passiert und er hats als Profi auch gemeistert. Sachlichkeit und Ruhe und dem Piloten Winfried G. alles erdenklich Gute.

Radfahrer 24.06.2013 - 14:06:46

@Courage

Den Artikel haben Sie wohl nicht gelesen. Es gab hier vermutlich einen Mordanschlag und da möchte ich einen Piloten sehen, der dann ohne Wackler weiterfliegt und wartet, bis die nächste Landebahn kommt. Ihr Kommentar schabt meilenweit am Inhalt des Artikels vorbei.

courage 24.06.2013 - 13:26:32

Sehr geehrter Herr Villuers,...

für konstruktive Kritik bin ich immer außerordentlich dankbar, aber Sie verdrehen hier wissentlich oder unwissentlich die Tatsachen. Ich habe mich nicht dagegen geäußert, ob oder dass jemand irgendwo oder irgendwie ausgebildet werden muss (PKW, LKW, Bus, Flugzeug etc.). Es geht darum, wie damit seitens der Lehrer und Schüler sowie sämtlicher Piloten umgegangen wird, das heißt: Rücksicht nehmen auf andere und die anderen nicht unnötig zu belästigen oder sogar noch zu gefährden! Außerdem sind nicht alle Piloten zu Ausbildungszwecken mit Kleinflugzeugen unterwegs, sondern viele fliegen in der Gegend herum und brüsten sich auch noch damit. Hierbei wird oft vergessen, dass sich "darunter" nicht nur Einöde befindet, sondern auch andere Menschen leben oder Naherholungsbereiche liegen. Gerade diese sensiblen Bereiche könnten, ist doch Brandenburg weniger dicht besiedelt, großzügig umflogen werden. Dann würde es auch seitens der Flugplätze sowie der Piloten weniger Ärger mit den Betroffenen bzw. Antifluglärm-Bürgerinitiativen usw. geben. Gerade aus den Großstädten, wie Berlin, kommen immer mehr sogenannte Hobbypiloten auf's Land. Wenn aber doch das Fliegen so ungefährlich und leise ist...Warum wird dies dann nicht über einer Großstadt wie Berlin aktiv praktiziert (Ex-Flughafen Tempelhof, demnächst Tegel) sondern erfolgt über ländlichen Siedlungsbereichen, Europäischen Vogelschutzgebieten usw. ? Ist ein Menschenleben hier weniger wert als in einer Stadt? Sie scheinen nicht zu wissen oder wenigstens zu ahnen, wieviel Steuern (und wofür) jeder Bundesbürger, also unter anderem auch ich, zahlen muss. Nimmt man die Steuer auf Benzin und Diesel: diese liegen um ein vielfaches höher als die Steuer an Deutschen Flughäfen bzw. Flugplätzen und als die Steuer auf Kerosin. Dahinter steckt die Fluglobby, die in Deutschland einen enormen Einfluss (mehr als beispielsweise die Deutsche Bahn) hat. Dies ist auch ein Grund, weshalb Deutschland weltweit die meisten Flugplätze, Flughäfen hat. Die Zahl der deutschen Flugplätze ist sogar so extrem angestiegen, dass sich nur noch wenige von ihnen über Wasser halten können, d.h. wir, die Steuerzahler müssen (über Subventionen) für diese Flugplätze, den Bau sowie Unterhalt, aufkommen. Als Dank und Quittung bekommen wir Steuerzahler dann Verlärmung, Abgase und andere Gefährdungen sowie "Nettigkeiten".

R.Griessbach 24.06.2013 - 12:59:37

Über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein

Dort ist man unter sich. Keine Kontrollen zum Pusten und keine Uniformierten, die sich mit einem Laser hinter Büschen verstecken.Keine 50 ab dem Ortseingangsschild und keine Politessen, die nur darauf warten, das man aussteigt, ohne die Parkuhr einzustellen. Nur an den Landesgrenzen muss man aufpassen. Ansonsten ist man ein Gott und unangreifbar in seinem kleinen Reich.

patrick villuers 24.06.2013 - 11:15:38

Antwort an COURAGE

Ich hoffe, dass Sie niemals Verkehrsflugzeuge in Anspruch nehmen wollen. Denn irgendwo, irgendwie MÜSSEN die Piloten dafür ausgebildet werden. Das fängt an in Flugschulen und auf Verkehrslandeplätzen wie Strausberg. Flugschüler und Flugschulen bezahlen (nicht zu knapp!) Steuern. Ich hoffe auch, dass Sie nicht die Dreistigkeit besitzen von deren Steueraufkommen zu leben und bitte um Verständnis, dass arbeitende Menschen auch ihre Daseinsberechtigung haben.

courage 24.06.2013 - 10:03:06

Immer wieder VLP Strausberg in Negativschlagzeilen

MOZ-Bericht: "Er drehte über dem Dorf mehrere Runden, wechselte ständig die Flughöhe und flog sehr unruhig und ruckartig", berichtet eine Anwohnerin. Ja, das klingt doch nach der üblichen und gängigen halsbrecherischen Praxis der sogenannten Sport-, Hobby- und Privatpiloten. Diesmal war wieder einmal Glück im Spiel, dass das Ganze auf einem Feld und nicht in einer Siedlung oder sogar - noch schlimmer - in einer Tankstelle endete. Was dort tatsächlich an Bord passierte und letztlich zum Absturz führte, wissen ohnehin nur (der sage und schreibe 73jährige! Fluglehrer) und sein Schüler. Schlimm bzw. bedauerlich ist vor allem, dass auch dieser Vorfall (reiht sich lediglich in die Reihe der vielen Unfälle in Verbindung mit dem VLP Strausberg ein) nicht zu den erforderlichen Konsequenzen führen wird.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2018 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG