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Mit Armkraft über die Oder

Axel Pötsch, Karsten Birkholz, Sylvia Borkert und Marco Büchel (v.l.) sind startbereit für die Draisinenfahrt über die Oder.
Axel Pötsch, Karsten Birkholz, Sylvia Borkert und Marco Büchel (v.l.) sind startbereit für die Draisinenfahrt über die Oder. © Foto: MOZ/Birte Förster
Birte Förster / 09.11.2013, 15:27 Uhr
Neurüdnitz (MOZ) Es war schon alles geplant. Die Vorbereitungen für die Eröffnung der Draisinenfahrten über die Europabrücke liefen im Sommer auf Hochtouren. Doch dann kam der Uhu. Ungeachtet des bevorstehenden Ereignisses ließ er sich auf der Mittelinsel direkt neben der Brücke nieder, um dort zwei Junge aufzuziehen. Zum Schutz der Tiere musste der Beginn der Draisinenfahrten verschoben werden. Nun können endlich erste Fahrten über die Brücke - die längste über der Oder - unternommen werden. Touristen und Ausflügler haben aber voraussichtlich erst ab März 2014 das Vergnügen Fahrten in der Handhebeldraisine zu unternehmen. "Bei all den Widerständen, die unser Vorhaben durchkreuzt haben, wollen wir uns erstmal noch auf kein bestimmtes Datum festlegen", erklärt Axel Pötsch, Geschäftsführer der Draisinenbahnen in Berlin und Brandenburg. Wenn es dann soweit ist, kann jeder unter freiem Himmel mit Blick auf das idyllische Odervorland in den Genuss der sportlichen Draisinenfahrt kommen. Diese wird mit einer Hebelbewegung der Hände angetrieben.

Aber die Draisinenverbindung ist nicht nur als Freizeitaktivität attraktiv. "Das Projekt hat auch einen symbolischen Wert für die deutsch-polnischen Beziehungen", betont Marco Büchel, Abgeordneter des Landtages Brandenburg. Schließlich soll die Strecke bei einer Gesamtlänge von 15 km bis ins polnische Moryn führen. Bei einem dortigen Höhenunterschied bis zu 70 Metern sind kräftige Arme gefragt.

An dem grenzüberschreitenden Projekt waren von Beginn an auch polnische Amtsträger beteiligt. In gemeinsamen Ausschüssen planten beide Seiten die Vorgehensweise im Umbau und der Betriebnahme. Bereits seit 2007 wird an dem Projekt gearbeitet. Da nicht nur deutsche, sondern auch polnische Behörden ihre Zustimmung geben müssen, wurden die Vorbereitungen immer wieder aufgehalten. "Durch die zentralistische Ausrichtung des Staates ist von polnischer Seite zum Teil auch die Genehmigung von Ministerien in Warschau nötig", sagt Karsten Birkholz, Amtsdirektor in Barnim-Oderbruch.

Trotz bürokratischer und tierischer Hindernisse läuft alles auf die offizielle Inbetriebnahme der Strecke - bisher die einzige Draisinenverbindung über der Oder - im nächsten Frühjahr hinaus.Der Aufwand lohnt sich zudem, weil die über sechzig Jahre ungenutzte Brücke sicherlich wieder mehr Leben an die beiden Oderufer bringen wird."Obwohl die Brücke während des Krieges gesprengt und schließlich wieder aufgebaut wurde, ist anschließend nur noch einmal ein Zug darüber gefahren", erzählt Pötsch. Entsprechend viele Sanierungsarbeiten sind noch nötig, um die alte Brücke wieder funktionstüchtig zu machen, damit neben den Draisinen auch Fußgänger die Brücke überqueren können.

Wenn dann nichts mehr schief geht, kann im Frühjahr der Draisinenbetrieb endlich starten.

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Th.Sch. 11.11.2013 - 11:31:27

Toll

Ich drücke die Daumen, dass dieses tolle Projekt 2014 endlich starten kann. Ich werde dabei sein.

Mira N. 11.11.2013 - 10:06:09

@-Werner Rabe

Sehr geehrter Herr Rabe, was entnehmen wir Ihrem Kommentar? Es erschließt sich mir nicht, weshalb Sie hier gegen Herrn Büchel "schießen". Herr Büchel als Mensch und Landtagsabgeordneter ist dichter am Bürger, als Sie sich vielleicht denken können. Zeigen Sie erst einmal auf, was Sie in den letzten Tagen für Ihrer Bürger/ Ihre Gemeinde getan haben und dann können Sie meckern. Herr Büchel ist wenigstens jemand der sich Problemen annimmt und versucht diese zu lösen.

Werner Rabe 10.11.2013 - 07:31:30

Der gute Landtagsabgeordnete

Wenn kann man den auf der Draisine entdecken. Herr Büchel von den LINKEN. Der große Kümmerer der Region. Erst verhindet seine Parteifreundin und Ministerin die Eröffung der Srecke und jetzt sitzt er auf der Draisini und versucht wie immer etwas zu verkaufen an dem er keinen Anteil hat. Herr Büchel sie sind so wichtig für uns.

westen 09.11.2013 - 16:32:55

Der Tierschutz,wird übertrieben.

Weil die s.g Tierschutzorganisationen,für ihre Anhänger auch Erfolge brauchen,wird hier in Deutschland bereits jeder Wurm unter Naturschutz gestellt. Tiere,passen sich der jeweiligen Situation an. Durch diesen übertriebenen Umwelt/Tierschutz werden unzählige Bauvorhben blockiert oder die Kosten,werden in die Höhe getrieben. Jetzt kann die A20 in Niedersachsen nicht weiter gebaut werden,weil angeblich dort Fledermäuse nisten. Haben alle diese Leute soviel Zeit,dass sie jedes Bauvorhaben durch einen Vogel pp stoppen können. Diese Leute sind mir ein greul und behindern Deutschland.

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