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170 Verkehrstote 2013 auf Brandenburgs Straßen

170 Menschen sind 2013 bei Unfällen auf Brandenburgs Straßen ums Leben gekommen.
170 Menschen sind 2013 bei Unfällen auf Brandenburgs Straßen ums Leben gekommen. © Foto: dpa
05.03.2014, 11:46 Uhr - Aktualisiert 05.03.2014, 13:07
Potsdam (dpa) 170 Menschen sind 2013 bei Unfällen auf Brandenburgs Straßen ums Leben gekommen. Das waren vier mehr als 2012, wie Innenminister Ralf Holzschuher (SPD) am Mittwoch in Potsdam mitteilte. Auf eine Million Einwohner kamen somit im vergangenen Jahr 69 Verkehrstote. Damit liegt das Land bundesweit wieder einmal an der Spitze. Auf den Plätzen folgen Sachsen-Anhalt (61) und Thüringen (56). Berlin ist mit elf Verkehrstoten Schlusslicht.

Allerdings ist die Entwicklung über Jahrzehnte gesehen stark rückläufig. 1992 wurden noch 876 Verkehrstote in Brandenburg registriert; 2004 waren es 280. Der starke Anstieg nach der Wiedervereinigung hatte etwas mit der massiven Zunahme der Motorisierung zu tun, wie Ministeriumssprecher Ingo Decker erklärte. "170 Verkehrstote sind aber immer noch 170 zu viele", betonte Holzschuher. Insgesamt wurden 2013 rund 81 000 Verkehrsunfälle gezählt; 0,3 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Unfallursache Nummer 1 bleibt überhöhte Geschwindigkeit; gefolgt von Alkohol am Steuer und nicht eingehaltenem Abstand. Alleen und Straßen durch Waldgebiete bleiben Unfallschwerpunkte. "Wenn hier etwas passiert, geht das meist nicht glimpflich aus", erklärte Brandenburgs Polizeipräsident Arne Feuring. Erfreulich sei hingegen der Rückgang der Unfälle mit jungen Erwachsenen. Verkehrsminister Jörg Vogelsänger (SPD) führt dies unter anderem auf das betreute Fahren mit 17 zurück. 2013 konnte der 50 000. Teilnehmer gezählt werden. Anders sehe es in der Gruppe "65Plus" aus. Hier gab es mehr Unfälle und mehr Verkehrstote.

Vogelsänger will daher die Aufklärung verstärken - und beispielsweise auf dem Einfluss von Medikamenten auf die Fahrtüchtigkeit hinweisen. Zwangsüberprüfungen der Fahrtauglichkeit von Senioren soll es aber nicht geben. Feuring kündigte zudem an, weiter entschieden gegen Verkehrssünder vorzugehen. 2013 wurden 1,4 Millionen Verkehrsverstöße festgestellt, 210 000 mehr als 2012. Insgesamt wurden mit Bußgeldern 42 Millionen Euro eingenommen; das sind rund 3,6 Millionen Euro weniger als 2012. Diese Entwicklung passe aber, da zum Teil weniger schwerwiegende Verstöße festgestellt wurden, die mit einem geringeren Bußgeldern geahndet wurden,erklärte er.

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Verkehrstote Ralf Holzschuher Unfall Jörg Vogelsänger

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