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ILA setzt zu erneutem Höhenflug an

Besuchermagnet: Bereits vor zwei Jahren gab es ein großes Interesse an der Luftfahrtschau.
Besuchermagnet: Bereits vor zwei Jahren gab es ein großes Interesse an der Luftfahrtschau. © Foto: dpa
Andreas Wendt / 29.04.2014, 19:18 Uhr
Selchow (MOZ) Flugbegeisterte aus der ganzen Welt werden vom 20. bis 25. Mai nach Selchow (Dahme-Spreewald) pilgern. Zum zweiten Mal werden dort auf dem nahe des neuen Flughafens in Schönefeld entstandenen Berlin ExpoCenter Airport rund 300 Flugzeuge - vom Oldtimer bis zum A350, dem derzeit modernsten Jet - am Boden und in der Luft zu sehen sein.

Fünf Tage lang schaut die Fliegerwelt dann voller Begeisterung auf Brandenburg und Berlin. Die alle zwei Jahre stattfindende Internationale Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA) verdrängt die Negativschlagzeilen des benachbarten, halbfertigen Hauptstadtflughafens BER. Dass der Airport noch immer nicht in Betrieb ist, sieht Dietmar Schick, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI), mit einem lachenden und einem weinenden Auge. "Ein Vorteil ist, dass wir auf der südlichen Bahn ungestört starten und landen können. Andererseits haben wir damit geworben, dass die Besucher innerhalb von 15 Minuten auf dem Messegelände sein können. Das ist nun nicht so", bedauert er. Die bis zu 200000 erwarteten ILA-Fans aus aller Welt müssen vom Flughafen Tegel mit Shuttles auf das Veranstaltungsgelände transportiert werden.

Die ILA, 105 Jahre alt und das zwölfte Mal in der Hauptstadt zu Gast, lässt so ziemlich alles einfliegen, was die Flugzeughersteller zwischen Himmel und Erde zu bieten haben. Dass manche Neuentwicklungen wie der Langstreckenflieger Airbus A350 nicht die gesamte Messe über zu bewundern sein werden, begründet Schick mit dem Termindruck, unter dem Airbus steht. Der Jet befinde sich in der Testphase, soll noch in diesem Jahr ausgeliefert werden. "Einen Prototyp in der Erprobung kann man nicht eine ganze Woche aus dem Testbetrieb nehmen", bedauert Schick.

Auf rund 250000 Quadratmetern hat die Luftfahrtmesse aber weit mehr zu bieten. Neben einer Boeing 747-8 werden auch Europas modernster Militärtransporter A400M und das größte in Serie gebaute Transportflugzeug der Welt, die AN-124, am Boden und in der Luft zu bestaunen sein. 1200 Aussteller aus aller Welt werden auf dem Ausstellungsgelände in Selchow erwartet, das diesjährige Partnerland, die Türkei, präsentiert sich mit ihrem bislang stärksten Messeauftritt in Berlin. Von Drohnen für die zivile und militärische Nutzung über Geschäfts- und Reiseflugzeuge bis hin zu Ultraleichtfliegern spiegelt die ILA nach Aussagen von Schick "die weltweit dynamische Entwicklung und Innovationskraft dieser Industrie wider."

Die Preise für die Fach- und Publikumstage seien stabil geblieben, betont ILA-Projektdirektor Stefan Grave von der Messe Berlin GmbH. Während die ersten drei Tage den Experten vorbehalten sind, seht die ILA vom 23. bis 25. Mai allen Besuchern offen - Tickets, die auch online buchbar sind, kosten 20 Euro (ermäßigt 14 Euro, Kinder unter sechs Jahren haben freien Eintritt. Am Messegelände direkt stehen 10 000 Parkplätze zur Verfügung. Von den Bahnhöfen Schönefeld und Rudow verkehren kostenlose Shuttle-Busse zur ILA.

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