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Gewerkschaft: Zu wenige Waffenkontrollen in Brandenburg

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) kritisiert, dass es in Brandenburg zu wenige Waffenkontrollen gibt.
Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) kritisiert, dass es in Brandenburg zu wenige Waffenkontrollen gibt. © Foto: dpa
20.09.2014, 18:58 Uhr
Potsdam (dpa) Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) kritisiert, dass es in Brandenburg zu wenige Waffenkontrollen gibt. Nach Angaben des Polizeipräsidiums sind die Beamten nur stichprobenartig unterwegs. Das hat nach Ansicht des GdP-Landesvorsitzenden Andreas Schuster vor allem mit der dünnen Personaldecke bei der Polizei zu tun, die in Brandenburg auch als Waffenbehörde fungiert. "So sind regelmäßige und systematische Kontrollen gar nicht möglich."

Dabei waren nach dem Amoklauf von Winnenden die Regelungen zur Kontrolle von Waffen und Munition verschärft worden. Seither können Waffenbesitzer unangemeldet und ohne konkreten Verdacht kontrolliert werden. Im März 2009 hatte in Winnenden ein 17-Jähriger mit einer Waffe seines Vaters 15 Menschen und sich selbst erschossen.

Das Polizeipräsidium betonte, dass es Kontrollen zwischen Elbe und Oder gebe. Zumeist seien Revierpolizisten im Einsatz. Wenn der Polizei Hinweise auf Verstöße vorliegen, schreite sie sofort ein.

"Die Stichproben reichen solange, wie es gut geht", sagte Schuster. Wenn nicht, müsse sich die Polizei dann einigen Fragen stellen. "Wir müssen agieren und systematisch kontrollieren", betonte Schuster. Laut Polizei gibt es im Land 119 543 angemeldete Schusswaffen.

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Klaus 21.09.2014 - 17:09:11

legal oder illegal?

Armee Polizei und Jagdgenossenschaft (keine Einzelwaffen beim Jäger) Sportwaffen nur im Schützenverein belassen, im Privatbesitz vollkommen überflüssig Sind schon genug in einer Gesellschaft. von jeder Waffe geht eine Gefahr aus, Genau zu diesem Zwecke wurde sie hergestellt. Privatbesitz von Schusswaffen konsequent verbieten harte Strafen für illegale Schusswaffen

Querkopf 21.09.2014 - 14:27:23

Ins Schwarze gertroffen?

@Brbjaeger Wenn Sie den Artikel von Anfang an gelesen haetten, dann wussten Sie was ihn bewegt. Naemlich die duenne Personaldecke der Polizei. Er ist uebrigens der Vorsitzende der hiesigen GdP. Er zieht natuerlich alle Register, dazu gehoert auch ueber die Aufgaben der Polizei in Brandenburg Denkanstoesse zu setzen. Ich weiss nicht ob es Ihnen lieber ist, vom zustaendigen Ordnungsamt kontrolliert zu werden. Die kommen dann auch mal beim Knoellchenschreiben vorbei. Aber es ist wie bei den Applenutzern, die haben nichts zu verbergen, deswegen ja auch die Standleitung zur NSA.

Brandenburger Jäger 21.09.2014 - 11:49:22

Was bewegt Herrn Schuster,

diese "Alte Sau" mal wieder durchs Dorf zu treiben? Wissenswert wäre für den geneigten Leser z.B., daß auch 2013, wie in den Jahren vorher, die Anzahl der Delikte bei denen Schußwaffen eine Rolle spielten, weiter erheblich abgenommen haben, teilweise im zweistelligen Prozentbereich. Wissenswert wäre auch, daß es laut Gesetz um stichprobenartige Kontrollen geht, was bedeutet also "nicht genug"? Was wäre denn genug? Wissenswert für den Leser und Nichtwaffenbesitzer wäre, daß die Besitzer von "legalen Schußwaffen" einer ständigen Kontrolle unterliegen. Noch wissenswerter wäre der Hinweis, daß die Schußwaffen, die Herr Schuster hier meint, nur einen winzigen Teil der Menge an Waffen ausmacht, die zu kriminellen Handlungen eingesetzt werden. Genauso wissenswert ist die Tatsache, daß auch in der aktuellen Statistik nicht ersichtlich ist, ob es sich um legale, also gemeldete, oder um illegale Waffen handelte, die benutzt wurden. Mit der Sichtweise des Herrn Schuster, so wie sie im Artikel dargestellt wird, wird eine ganze Bevölkerungsgruppe quasi unter Generalverdacht gestellt ohne auch nur ein Indiz dafür zu nennen. Verschieden Quellen gehen davon aus, das die Anzahl von illegalen Waffen 2-5 mal so groß ist, wie die bekannte Anzahl von ordnungsgemäß gemeldeten Waffen und eben diese Waffen zu mehr als 99% bei Delikten bei denen Waffen im Spiel sind, eingesetzt werden. Jeder kriminelle Einsatz einer legalen Waffe ist natürlich einer zuviel, aber Herr Schuster würde sicher auch nicht permanente Geschwindikeitskontrollen auf Waldwegen, als probates Mittel gegen das unsägliche Rasen auf unseren Straßen ansehen. Welchem Zweck dient also die im Artikel dargestellte Auffassung?

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