Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Gauland kritisiert AfD-Kreisverband

Alexander Gauland
Alexander Gauland © Foto: dpa
Ulrich Thiessen / 28.10.2014, 18:04 Uhr
Potsdam (MOZ) Der Landesvorsitzende der AfD, Alexander Gauland, ist am Dienstag hart mit dem Kreisverband Uckermark ins Gericht gegangen. Man könne auch eine Neugründung des Kreisverbandes nicht ausschließen, sagte er in Potsdam.

Die Mitglieder im Nordosten des Landes hatten sich auf ihrer jüngsten Sitzung hinter den Kreischef Jan-Ulrich Weiß gestellt. Diesem wird vorgeworfen, eine antisemitische Karikatur in sozialen Netzwerken verbreitet zu haben. Daraufhin wurde vom Landesvorstand der Ausschluss von Weiß aus der Partei beantragt.

Das Verfahren dazu läuft laut Gauland. Er werde sich nicht beeinflussen lassen von Leuten, die die Brisanz der Abgrenzung nach Rechtsaußen nicht kapieren, sagte der Landesvorsitzende während einer Pressekonferenz im Landtag. In einer jungen Partei könne so etwas vorkommen, betonte Gauland.

Weiß bestreitet die Vorwürfe und sieht in der Zeichnung nur Kapitalismuskritik. Die Sicht wird offenbar von der Mehrheit im Kreisverband geteilt. "Die Diskussion über die Karikatur ist lange vorbei", sagte Gauland. "Wenn sich Kollegen hinter das stellen, was Herr Weiß getan hat, haben sie die Politik der AfD nicht verstanden", erklärte der Landeschef. Die Versammlung der Kreisvorsitzenden hätte - bis auf die Uckermark - die Sicht des Landesvorstandes geteilt.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.
Isenhagen 29.10.2014 - 10:39:46

vermutlich ist Herr Gauland

doch schon ein wenig zu alt und von zu weit her um die Situation von AfD und ihren Wählern in der Uckermark richtig beurteilen zu können. Es ist eine Anmaßung Mitglieder und Wähler vor den Kopf zu stoßen. Demokratisch dürfte das wohl auch nicht funktionieren.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2019 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG