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Brandenburger Eiervermarkter erneut in der Kritik

Harriet Stürmer / 17.11.2014, 18:35 Uhr
Bestensee/Cottbus (MOZ) Gegen die Firma Landkost-Ei aus Bestensee (Dahme-Spreewald) gibt es erneut Vorwürfe von Tierschützern. Das Deutsche Tierschutzbüro hat Strafanzeige wegen Tierquälerei bei der Staatsanwaltschaft Cottbus gestellt. Aktivisten des Vereins hätten dokumentiert, wie bei Landkost-Ei Hühner für den Transport brutal in winzige Gitterwagen gezwängt würden, berichtet Vereins-Gründer Jan Pfeifer. "Dutzende Hühner mussten hilflos mit massiv verrenkten Hälsen und Beinen ausharren", sagt er. Verletzte und tote Hühner seien später entsorgt worden. Tierquälerei in der industriellen Nutztierhaltung sei kein Einzelfall, berichtet Pfeifer weiter. Zugleich appelliert er an Verbraucher, ihr Konsumverhalten zu überdenken. "Je weniger Fleisch, Milch und Eier der Einzelne isst, umso eher wird das Leiden der Tiere ein Ende haben."

Eier der Firma Landkost-Ei werden unter anderem in Supermärkten in Brandenburg und Berlin verkauft. Das Unternehmen ist eine Tochter der Spreenhagener Vermehrungsbetrieb für Legehennen GmbH. Deren Geschäftsführer Richard Geiselhart weist die Vorwürfe vehement zurück. "In unserem Unternehmen erfolgen alle Handlungen mit den Hühnern im Einklang mit den bestehenden Tierschutzverordnungen", sagt er. In der Tierschutztransportverordnung sei klar geregelt, welche Standards etwa für den Transport von Hühnern eingehalten werden müssten. So müssten zum Beispiel jedem Tier 200 Quadratzentimeter pro Kilogramm Lebendgewicht zur Verfügung stehen. Die Landkost-Ei transportiert ihre Tiere regelmäßig vom Aufzuchtstall in den 400 Meter entfernten Legehennenstall. "Dabei halten wir sogar höhere Standards ein als der Gesetzgeber verlangt", sagt Geiselhart. Die Abläufe im Unternehmen würden eigens von einer für den Tierschutz angestellten Tierärztin überwacht. "Unser Ansinnen ist es, dass es den Tieren gut geht", berichtet der Geschäftsführer.

Dem Veterinäramt, das die Landkost-Ei regelmäßig unangemeldet kontrolliert, seien keine Vergehen bekannt, sagt Heidrun Schaaf, Sprecherin des Kreises Dahme-Spreewald. Dem Amt lägen inzwischen Unterlagen der Firma vor, in denen die Transportbedingungen dokumentiert seien. Demnach gebe es nichts zu beanstanden.

Im Sommer 2008 hatten Tierschützer angezeigt, dass die Firma Eier von Hühnern, die keinen Freilauf hatten, als Eier aus Freiland- beziehungsweise Biohaltung verkaufte. Die Staatsanwaltschaft stellte ihre Ermittlungen ein, nachdem sie keine Vergehen feststellen konnte.

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Sandranor 19.11.2014 - 16:37:55

Dummschwätzer!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Sie scheinen ja einer dieser "Menschen" zu sein, die so brutal mit den Tieren umgehen! Produkte dieser Firma kommen bei mir und meinen Freunden und Bekannten nicht mehr auf den Tisch!!!! Ich hoffe, das jemand so mit ihnen einmal umgeht!!!! Pfui kann man zu ihrer Aussage nur antworten.... komplett Empathielos!!!!!!!!!!!!!!!!!!

L.ST. 18.11.2014 - 16:01:06

Tierschützer ???

Das dumme Geschwätz kann man ja nicht mehr hören oder lesen. Diese dreisten Lügner haben doch überhaupt keine Ahnung und keinen Respekt vor der Arbeit anderer. Sie können einmal an einer Austallung persönlich teilnehmen und mitarbeiten. Danach würden sie wohl anders darüber denken.

einleser 18.11.2014 - 05:04:07

Tierschutz

Langsam gehen ein diese Tierschützer auf die Nerven. Wenn man ein Firma an den Pranger stellt sollte man sich erstmal genau auch informieren ,aber das ist auch das einzige was diese können.In der Tierhaltung wurden in Deutschland schon soviel Arbeitsplätze vernichtet durch die Grünen Partei und diese Tierschützer. Wir haben schon in Deutschland eine Vorreiterstellung in sachen Tierschutz.Wo in ganz Europa die Hühner noch in Käfige gehalten werden.

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