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Immer mehr junge Flüchtlinge ohne Eltern in Brandenburg

dpa / 20.02.2015, 08:18 Uhr
Potsdam (dpa) In die Brandenburger Erstaufnahme in Eisenhüttenstadt kommen immer mehr minderjährige Flüchtlinge ohne ihre Eltern. Im vergangenen Jahr stellten 86 allein reisende 16- und 17-Jährige einen Asylantrag, wie das Innenministerium auf Anfrage mitteilte. 2013 waren es nur 24 Jugendliche und 2012 waren es 20. Zunächst müsse das Jugendamt beurteilen, welche Jugendlichen schon selbstständig zurecht kommen, so das Ministerium. Diese werden auf spezielle Gemeinschaftsunterkünfte in Potsdam, Brandenburg/Havel, Cottbus und im Landkreis Oder-Spree verteilt.

Die jungen Flüchtlinge, die Unterstützung brauchen, werden in einem Heim des Diakonischen Werks in Fürstenwalde (Oder-Spree) betreut. Derzeit leben nach Angaben von Heimleiterin Mathilde Killisch dort rund 50 Bewohner. "Darunter sind auch eine Handvoll junger Flüchtlinge unter 16 Jahren", sagte Killisch.

Der Jüngste sei ein 13-Jähriger, der mit seinen älteren Geschwistern aus Südafrika gekommen sei. Die meist aus Syrien, dem Libanon und Palästina stammenden Jugendlichen seien auf der Flucht von ihren Eltern getrennt worden. "Anders ist es bei den Jugendlichen aus Somalia und Eritrea, die ihre Verwandten bei der Fahrt über das Mittelmeer verloren haben", berichtete Killisch.

Das Potsdamer Jugendministerium arbeitet derzeit an einem neuen Konzept für die Betreuung der Minderjährigen. Die Unterbringung in Gemeinschaftsheimen habe sich in der Vergangenheit oft als schwierig dargestellt, erklärte ein Sprecher des Ministeriums.

Die jeweiligen Jugendämter sollen sie darum künftig direkt in geeigneten Jugendhilfeeinrichtungen unterbringen. Auch eine Betreuung bei Pflegefamilien käme in Betracht. Bei der Auswahl des Ortes solle berücksichtigt werden, ob die Jugendlichen beispielsweise spezielle Angebote wie eine traumatherapeutische Behandlung benötigen.

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Armin1 21.02.2015 - 13:44:16

Ursachen

Leider stelle ich wiederholt fest , dass die Manipulation der Menschen in diesem Land gut funktioniert :Wer sich über die Flüchlingsströme aufregt ,sollte die Ursachen beachten .! Wer hat denn die Schuld an der Armut oder an den Flucht vor dem Kriege ? Wer ist an der Ausplünderung Afrikas beteiligt ? Wer betreibt die Hänsel und Gretel -Strategie ( IS - Förderung ) ? Wer liefert Waffen in dubiose Länder und ,und .....? Es wird viel über die Wirkung diskutiert ,aber nicht Über die URSACHEN ! Auch hier Im Forum lassen sich Einige aufeinander "hetzen "! Ist es etwa von der Politik so gewollt ??

U.K. 21.02.2015 - 11:40:33

@ thScheuch

wir haben nach neuester Statistik 12 Mill. Rentner und alleinerziehende in Armut, über unhaltbare Zustände in Pflegeheimen und Kitagebühren will ich gar nicht reden,warum setzen sie sich nicht dafür ein, paßt nicht ins politische Krawallbild oder? Ich habe nichts gegen Flüchtlinge und Hilfe, aber alles mit entsprechendem Maß und Gleichheit den eigenen Bürgern gegenüber.

westen 21.02.2015 - 11:16:46

@ Herr Scheuch

Danke für Ihre Antwort. Habe fast mein ganzes Berufsleben mit der Ergreifung von illegal einreisenden Menschen verbracht. Könnte darüber ganze Märchenbücher schreiben. Es gibt Flüchlinge,dehnen muss geholfen werden. Aber der große Teil,kommt zu uns wegen der großzügigen Leistungen pp. Was die Panzer pp. betrifft,jeder Panzer,der verkauft wird,sichert Arbeitsplätze und Steuern,die dann wieder den Asylanten zugute kommen.

Th. Scheuch 21.02.2015 - 10:23:05

@Westen

Dann wehren Sie sich doch auch mal gegen die ganz normale Steuerverschwendung unserer Regierung. Lesen Sie mal beim Bund der Steuerzahler nach. Wieviel Flüchtlinge könnte man ernähren, wenn ein Panzer weniger nach Saudi-Arabien geht? Wieviel Menschen würden in ihren Ländern bleiben, wenn sie wüssten, wie man mit variabler Fruchtfolge seine Felder bestellt und dann ausreichend zu essen hat. Aber dazu muss man lesen und rechnen können. Dafür muss man aber, zum Beispiel, in vielen afrikanischen Ländern Schulgeld bezahlen. Ich teile übrigens gern, den Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit bekommt man zurück.

Udo aus Strausberg 20.02.2015 - 20:01:01

Das nennt man

Ankerkinder bzw. Ankerjugendliche. Von wegen von der Familie getrennt. Die Masche geht so: Die Großfamilie schickt Kinder vor, die nicht abgeschoben werden können. Die haben das Recht auf Familienzusammenführung. Und schon sitzt der Clan vollständig hier. So läufts lang, Ihr Journalisten der MOZ. Wußtet Ihr das noch nicht? Seid doch mal realistisch gesinnt und nicht nur auf dem Gutmenschtrip.

FFler 20.02.2015 - 16:25:14

nicht schön

Deutschland wird nicht ohne Grund als Schlaraffenland in aller Welt gepriesen, weil die doofen Deutschen sich so einfach übers Ohr hauen lassen. Deshalb steigen jetzt auch die Einwanderungszahlen massiv, aber irgendwann sind alle Ersparrnisse der Deutschen und die Steuern verbraten, dann wirds übel.

east 20.02.2015 - 15:51:35

Beim Amt mal um die Ecke schauen

Es könnte sein, dass dort schwarze 7er BMW stehen, um die neu gemeldeten " Flüchtlingskinder " wieder abzuholen und dann schnellstens beim nächsten Amt anzumelden. Der deutsche Michel macht sich weltweit zum Gespött, oh Mann.

Frust 20.02.2015 - 15:41:35

@TH. Scheuch

"Und nebenbei: Schwarze Schafe gibt es auch bei den Hartz IV - Empfängern genug." Wenn man so ein Argument in anderen Diskussion bringt (die nichts mit Asyl zu tun haben, Sozialhilfemissbrauch oder "faule Hartzer z.B.)), dann wird man gleich nieder gemacht. In diesem Zusammenhang ist es aber ok?! Man kann sich auch alles so drehen, wie man es gerade braucht!

westen 20.02.2015 - 15:29:00

Herr Scheuch !

Ich will keine Armutsflüchlinge mit meinen steuergeldern mitfinanzieren. Sie können ja einen Antrag stellen,indem Sie sich verpflichten einen Asylbewerber auf Ihre Kosten zu betreuen.

Th. Scheuch 20.02.2015 - 15:21:26

Werte Kommentatoren

Lest einfach mal das Magazin der Welthungerhilfe oder/und geht mit offenen Augen durch die Welt. Dann würdet ihr hier nicht solchen hirnvernagelten Schwachsinn schreiben. Und nebenbei: Schwarze Schafe gibt es auch bei den Hartz IV - Empfängern genug.

westen 20.02.2015 - 14:06:27

Der Zensor hat wieder zugeschlagen !

Hier hat die Zensur wieder zugeschlagen. Berichte,die der MOZ nicht ins Weltbild passen,werden gelöscht,obwohl die von mir vorgetragenen Schilderungen aus HH,der Wahrheit entsprechen und von der dortigen Polizei so auch vorgetragen worden sind.

Bernardo60 20.02.2015 - 13:15:23

In diesen Zusammenhang

Morgen soll es in Eisenhüttenstadt eine Veranstaltung zum Thema Asylmissbrauch geben. In der gedruckten Ausgabe steht was von Neonazis und gleichzeitig ein AufrufGegenveranstaltung. Motto, Eisenhüttenstadt ist bunt, Flüchtlinge willkommen. Gegenveranstaltung. Motto, Eisenhüttenstadt ist bunt, Flüchtlinge willkommen. Der Aufruf zur einer Veranstaltung pro Asyl kommt sofort, ich frage mich wann es mal einen Aufruf für unsere Arbeitslosen, Hartz 4 Empfänger, Eltern die ihre Kita gebühren nicht mehr Zahlen können usw.gibt. Auf den Zentralen Platz sind Morgen 2 Veranstaltungen, für unsere Gut-menschen in dieser Stadt noch eine Anregung von mir. Es bittet sich doch bei dieser Gelegenheit die Stadt in Asyllantenstadt umzubenennen.

Karl 20.02.2015 - 11:30:45

quatsch

Die sogenannten Ankerkinder sind eine neue Masche der Schleuser, Asylbewerber (meist ohne Asylanspruch wie aus Südafrika) in die EU zu schleusen und vor Abschiebung zu schützen, da sie noch minderjährig sind. Es wird hier die Gesetzeslage eiskalt ausgenutzt, indem Minderjährige auf Flüchtlingstrecks geschickt werden um hier eine sichere Bleibe mit der Möglichkeit des Nachzugs der Verwandtschaft zu ermöglichen. Nur wir Deutschen sind wieder einmal zu doof, den Mißbrauch zu erkennen und zu bekämpfen.

*** 20.02.2015 - 10:15:50

Märchen aus 1001 Nacht

Anscheinend gibt es genug naive Gutmenschen in den Ämtern, die den Erzählungen der sogenannten getrennten Familien und Angehörigen auf den Leim gehen. Die Geschichte vom deutschen Schlaraffenland scheint sich mittlerweile sogar in Südafrika herum zu sprechen.

K. Herrlich 20.02.2015 - 09:50:02

Wer glaubt denn

diesen Unsinn. "Der Jüngste sei ein 13-Jähriger, der mit seinen älteren Geschwistern aus Südafrika g e k o m m e n sei." Das beleidigt schon das Gehirn. ;) Darüber hinaus ist Südafrika eine Demokratie!

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