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Mörke wird neuer Polizeipräsident

Hans-Jürgen Mörke
Hans-Jürgen Mörke © Foto: dpa
30.06.2015, 18:43 Uhr - Aktualisiert 22.07.2015, 10:37
Potsdam (MOZ) Hans-Jürgen Mörke sieht im Kampf gegen die grenzüberschreitende Kriminalität seine Hauptaufgabe als künftiger Polizeipräsident. Im Gespräch mit dieser Zeitung kündigte er außerdem mehr Offenheit und Transparenz an. Sein Ziel sei ein besseres Image der Behörde und zufriedene Mitarbeiter.

Mörke, seit Herbst 2014 amtierender Polizeipräsident, wird sein Amt offiziell zum 1. August antreten. Am Dienstag stimmte das rot-rote Kabinett dem Personalvorschlag von Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) zu. Bei der Opposition stieß die Ernennung auf Kritik. Grüne und CDU erklärten, ein aus ihrer Sicht notwendiger Neuanfang bei der Polizei sähe anders aus. Gewerkschaft der Polizei begrüßte hingegen die Entscheidung für Mörke und gegen einen möglichen externen Bewerber.

Der designierte Polizeichef gilt als ein Vertrauter seines Vorgängers Arne Feuring. Der wurde nach der Landtagswahl 2014 Innen-Staatssekretär. Manipulationsvorwürfe bei der Kriminalstatistik und womöglich einseitige Ermittlungen im Maskenmann-Fall führten zu seiner Versetzung ins Umweltministerium.

Hans-Jürgen Mörke kündigte am Dienstag bereits an, dass er vieles anders machen wolle als sein Vorgänger. "Ich will mehr Offenheit und mehr Transparenz, nicht herumeiern, sondern sagen, wie die Lage wirklich ist", erklärte er. Dazu gehöre für ihn auch, die Konsequenzen eines Personalabbaus bei der Polizei ehrlich zu benennen. Das lange Zeit offiziell verfolgte Credo, mit der Polizeireform ändere sich für Bürger und Polizisten nichts, sei falsch gewesen. "Natürlich führt ein erhöhter Personalabbau zu Arbeitsverdichtung, zu mehr Stress."

Er wolle die Führungskräfte bei der Polizei stärker in die Verantwortung nehmen. "Wir müssen die Zufriedenheit der Mitarbeiter verbessern und die vorhandenen Imageprobleme der Polizei in den Griff bekommen." Für diese Aufgabe sei er auch mit seinen 61 Jahren der richtige Mann, sagte Mörke. "Ich kenne die Brandenburger Polizei seit vielen Jahrzehnten, und ich kenne ihre Probleme."

Ganz oben auf seiner Agenda stehe der Kampf gegen die grenzüberschreitende Kriminalität. "2014 lief es hier schon nicht schlecht. Aber die Zusammenarbeit mit Polen muss noch besser werden." Großes Augenmerk werde er zudem auf die Personalausstattung legen. "Ich will überall eine gute Grundversorgung und verstärkte Präsenz an Orten mit mehr Kriminalität", sagte er.

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Interessiert nicht... 11.07.2015 - 18:32:57

die voraussetzungen sind denkbar schlecht...

liebe moz, schreibt doch neben neuer Leitstelle und Präsident über den Evaluationsbericht der Polizeireform: http://www.pnn.de/brandenburg-berlin/984420/

Im Gully hinein gestolpert 01.07.2015 - 09:59:41

So ist es

Den letzten drei Schreibern die volle Zustimmung. Ein weiterer Aspekt kommt hinzu. Weil am Personal für die Aufgabenerfüllung des Bundeslandes Brandenburg auf geht nicht mehr weiterhin gespart werden muss, wurden die Zepter der Polizeiführung nach Potsdam zusammen gezogen. Heute wird großartig und mit viel Machterhaltstammtamm die neue zentrale Leitstelle der Polizei des Landes Brandenburg eingeweiht. Von dieser Schaltzentrale aus wird jetzt zentral in das weite Flächenland per neuem Digitalfunk gelenkt und geleitet. Und das natürlich mit weniger, dafür hoch qualifiziertem Personal. So klappt die Beweihräucherung des Bürgers von der Schlossresidenz im Zentrum Potsdams. Alles wird besser, oder mit so ähnlichen tollen Redewendungen ......

bohei 01.07.2015 - 09:06:42

"Rot Rot wirkt eben"

Also Donnerwetter, das war doch mal ne klare Aussage und ein Zeichen von Mut und Rückgrat! Hut ab, solche Menschen wünschte ich mir mehr! Völlig richtig dargestellt - es geht insbesondere um die Absicherung ihrer Macht und um das persönliche Wohl. Bloss nicht bei den Kollegen anecken, immer schön im Gleichschritt. Ein Haufen von Feiglingen und Wahlbetrügern! Die Politik ist inzwischen soweit verkommen, es geht nicht mehr um sachliche Behandlung von Themen. Wenn man sieht bzw. liest, wie sich die AFD bemüht in Sachthemen zu arbeiten und konkrete Vorschläge einzubringen - alles wird grundsätzlich abgelehnt - weil es halt die AfD ist und die ist gefälligst rechtspopulistisch. Traurig für eine Demokratie, die AfD wird insbesondere und vorrangig von Rot Rot Grün als Konkurrenz für Ihre Machpositiont und Wählerstimmen angesehen. Es geht nicht um die Sachlichkeit und um das, was eventuell für den Bürger gut ist! Aber - langsam werden die Bürger wach. Wenn die Medien auch ihre Verantwortung auf unabhängige Berichterstattung wahrnehmen würden und fair bereichten würden, dann gebe es ein anderes Politikerbild in Brandenburg und darüber hinaus!

JMaresch 01.07.2015 - 07:50:18

Rot- Rot wirkt eben

Als ich als damaliger Landtagsabgeordneter der Linken auf die Konsequenzen der verfehlten Polizeireform hingewiesen habe, wurde ich von seiten der SPD und der Linken massivst gemobbt, verlacht und mit höhnischen Kommentaren bedacht,. Die innenpolitischen Sprecher beider Fraktionen damals Herr Scharfenberg und Frau Stark wollten Bedenken gar nicht zuzr Kenntnis nehmen. Beide haben keinerlei Ahnung von Polizei , was man nicht vorwefen kann. Vorwerfen kann man aber den nicht vorhandenen Willen zu lernen. Beiden Parteien geht es nicht um die Menschen im Land- es geht ihnen um soziale Absicherung der eigenen Person, im normalen Leben ausserhalb der Politik hätten viele der Betreffenden niemals solch eine Position erreicht- um Posten und Macht. Jürgen Maresch

ein_Liberaler 01.07.2015 - 06:48:16

Die Verwaltung des Mangels wird auch weiterhin die Polizeiarbeit in Brandenburg prägen

Polizeipräsident in Brandenburg ist spätestens seit 21.12.2007 kein Traumberuf mehr. Für die Öffnung der Grenzen hat das Land keine genügende Vorsorge getroffen. Es herrschte und herrscht ein Mangel an Geld Ideen Personal. Es fehlt am Willen der gesamten Regierung, dieses Land und seine Bürger effizient zu schützen. Polizei ist und bleibt staatliche Kernaufgabe. Wem es so gleichgültig ist, ob die Bürger und Gewerbetreibenden geschützt werden oder nicht, der hat es nicht verdient, dass man ihm Steuern zahlt. Ob Mörke an diesen schlechten Rahmenbedingungen viel ändern kann, ist mehr als fraglich. Er kann Heißluft produzieren, wie es diese und andere Regierungen seit zumindest zehn Jahren machen. Das wird wohlmöglich auch von ihm erwartet. Den Mangel schönzureden. Aber er kann nicht vergessen machen, dass die Regierung in Sachen Schutz der Bürger schon seit CDU-Schönbohm versagt hat und weiterhin versagt. Wann werden denn Tausend zusätzliche Polizisten in Brandenburg eingestellt ? Wann werden denn die dafür erforderlichen Finanzmittel bereitgestellt? Der Doppelhaushalt 2015/2016 ist doch gerade verabschiedet worden. Wieviel zusätzliche Polizisten und wieviel zusätzliches Geld jenseits der Besoldungserhöhung ist den dort eingeplant ? Keines, oder? D.h. auch Mörke wird kein Geld haben, um die Gesamtsitutation zu verbessern. Oder kommt jetzt der Nachtragshaushalt, um die 1.000 zusätzlich erforderlichen Polizisten einzustellen ? Unter den derzeitigen Rahmenbedingungen K A N N Mörke denkbar wenig bewegen. Entweder, er weiß es schon. Oder er sollte es ich dringend einmal klar machen.

Was Bürger bewegt 30.06.2015 - 19:48:35

Luftnummer

Zitat: "Ganz oben auf seiner Agenda stehe der Kampf gegen die grenzüberschreitende Kriminalität." # Bravo - sehr guter Ansatz Zitat: "2014 lief es hier schon nicht schlecht. Aber die Zusammenarbeit mit Polen muss noch besser werden." # Kontra: In Polen wird es in naher Zukunft einen Regierungswechsel geben. Wie bereits angekündigt ist es dann ganz schnell aus mit der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit. Zitat: "Großes Augenmerk werde er zudem auf die Personalausstattung legen. Ich will überall eine gute Grundversorgung und verstärkte Präsenz an Orten mit mehr Kriminalität, sagte er." # Kontra: Diese Pläne stehen dem geplanten massiven Personal- und Dienststellenabbau der linksextremen brandenburger Landesregierung entgegen und sind nicht umsetzbar. # Fazit: Um sein Eigentum gegen kriminelle Banden aus Osteuropa zu schützen werden wir von Jahr zu Jahr mehr auf uns selbst gestellt sein. Deutsche Bürger ist zum Abschuss frei gegeben egal wie der Polizeipräsident heisst!

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