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Rund 500 Braunkohlegegner protestieren vor Kraftwerk

Kühltürme des Braunkohlekraftwerkes der Vattenfall AG in Jänschwalde (Brandenburg).
Kühltürme des Braunkohlekraftwerkes der Vattenfall AG in Jänschwalde (Brandenburg). © Foto: dpa
08.08.2015, 16:02 Uhr
Peitz (DPA) Hunderte Demonstranten ziehen vor das Braunkohle-Kraftwerk Jänschwalde. Ihre Botschaft ist klar: Der Energieträger darf keine Zukunft haben.

ein zur Braunkohle: Hunderte Demonstranten haben vor dem Kraftwerk Jänschwalde in Brandenburg gegen die Kohle-Verstromung protestiert. Rund 500 Menschen kamen am Samstag zu der Aktion, wie die Organisatoren mitteilten. Sie reisten unter anderem aus Sachsen, Brandenburg, Polen und Tschechien an. Einem Sprecher zufolge formten die Demonstranten ein Menschenbild in Form eines Totenkopfes samt Schriftzug "Coal kills" (Kohle tötet). Nach Polizeiangaben verlief alles ruhig.

Die Aktion war Teil des seit Mittwoch dauernden Klima- und Energiecamps in Groß Gastrose (Spree-Neiße). Bis zum Sonntag steht dort der Strukturwandel in der Lausitz im Mittelpunkt. Daneben hatte auch die Umweltorganisation Greenpeace zu dem Protest aufgerufen.

Die Kohle spaltet die Lausitz: Während Gegner Klimaschäden und die Abbaggerung ganzer Ortschaften anprangern, sehen Befürworter in der Kohle eine wichtige Brückentechnologie auf dem Weg zur Versorgung mit erneuerbaren Energien. In der Braunkohlenindustrie in der Lausitz arbeiten derzeit rund 8000 Menschen.

Vattenfall betreibt derzeit fünf Gruben und vier Braunkohle-Kraftwerke in Brandenburg und Sachsen. Noch in diesem Jahr wird der Tagebau Cottbus-Nord planmäßig stillgelegt. Es gibt zugleich Pläne für die Erweiterung mehrerer Tagebaue. Was damit einmal wird, ist jedoch unklar. Grund: Der schwedische Energiekonzern will noch in diesem Jahr einen Käufer für seine Braunkohle-Sparte finden.

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