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Braunes Netzwerk: Generalbundesanwalt bislang nicht zuständig

06.03.2016, 14:17 Uhr
Potsdam (DPA) Eine Art "rechte Stadtguerilla" wird in Nauen vermutet. Die Staatsanwaltschaft ermittelt. Karlsruhe ist bislang nicht zuständig.

Die Bundesanwaltschaft sieht sich nicht zuständig im Fall des mutmaßlichen Neonazi-Netzwerks von Nauen (Havelland). Die Voraussetzungen lägen nicht vor, sagte ein Sprecher am Sonntag. "Die bisherigen Erkenntnisse belegen nicht, dass es sich bei der Gruppierung um eine terroristische Vereinigung handelt", sagte er. Neue Erkenntnisse werden aber einbezogen.

Polizei und Staatsanwaltschaft in Brandenburg ermitteln wegen Verdachts auf Bildung einer kriminellen Vereinigung. Die Akten sind an die Bundesanwaltschaft übergeben worden.

Eine rechte Gruppierung soll danach einen Brandanschlag auf eine geplante Unterkunft für Flüchtlinge in Nauen verübt haben. Ein Kopf oder einer der Köpfe soll der 29 Jahre alte NPD-Funktionär Maik Schneider sein.

In der Sporthalle eines Oberstufenzentrums in Nauen sollten 100 Asylbewerber vorübergehend unterkommen. Kurz vor dem Einzug der ersten Menschen wurde die Halle durch einen Brandanschlag zerstört. Ein rechtsextremistischer Hintergrund wurde von Anfang an vermutet. Die Gruppe hatte konspirativ und extrem abgeschottet agiert.

Ermittelt wird auch zu einer Reihe anderer Taten, wie Anschläge auf ein Büro der Linke. Zudem gab es Angriffe auf Autos. Zwei Verdächtige sitzen in Untersuchungshaft - so der NPD-Funktionär. Drei weitere Tatverdächtige sind der Polizei bekannt.

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