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Umweltministerium erkennt zwei Bürgerinitiativen an

Windkraftgegner als Naturschützer

Mathias Hausding / 28.06.2016, 20:08 Uhr
Potsdam (MOZ) Das Brandenburger Umweltministerium hat erstmals zwei Bürgerinitiativen gegen Windkraft als Umwelt- beziehungsweise Naturschutzvereinigungen anerkannt. Sie haben damit landesweit Mitwirkungsrechte bei der Planung diverser Infrastrukturprojekte.

Der Verein "Waldkleeblatt - Natürlich Zauche" aus Beelitz (Potsdam-Mittelmark) und die Initiative "Freier Wald" aus Zossen (Teltow-Fläming) lehnen die Energiewende und das Erneuerbare-Energien-Gesetz ab. Vor allem sprechen sie sich gegen Windräder im Wald sowie für größere Mindestabstände der Mühlen von Wohnhäusern aus.

Zur Begründung für die Anerkennung verweist ein Ministeriumssprecher darauf, dass die Vereine die Anforderungen erfüllen würden. So müssten die Vereine "nach ihrer Satzung ideell und nicht nur vorübergehend vorwiegend die Ziele des Umweltschutzes fördern", wie es im Gesetzestext heißt.

Bei den großen, etablierten Naturschutzvereinen nimmt man die Entscheidung "mit Erstaunen" zur Kenntnis, wie es heißt. Es sei doch sehr widersprüchlich, Vereine anzuerkennen, die sich für ein Festhalten an fossilen Energieträgern wie der Kohle aussprechen. Auch werte es die Bedeutung der großen Verbände ab, "wenn nun jede BI anerkannt wird".

"Waldkleeblatt"-Chef Winfried Ludwig weist die Kritik zurück: "Konkurrenz belebt das Geschäft." Bei wie vielen landesweiten Vorhaben man mitwirken werde, sei noch offen. "Die personellen Kapazitäten sind mit unseren gut 100 Mitgliedern begrenzt." Helga Ehresmann von "Freier Wald" sagt, sie sei "sehr stolz" auf die Anerkennung durch das Ministerium. Wer für erneuerbare Energien eintrete, begehe "Verrat an der Natur".

Mehr zu diesem Thema: www.moz.de/windkraft

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Evelyn Hoffmann 29.06.2016 - 04:53:20

Gratulation!

und viel Erfolg für die Zukunft! Windkraftanlagen haben mit Natur- oder gar Klimaschutz nichts zu tun - aber mit Naturzerstörung. Im Gegenzug tragen sie Null Prozent zur Stromversorgung bei. Die neuen Publikationen (Berichte, Machbarkeitsstudien) zur Umsetzung einer Strom- und/oder Verkehrswende werden immer bizarrer: Alle setzen darauf, dass ein "Großteil des Stroms importiert werden" muss. Auf Neudeutsch: Integrierte Strommärkte. Während sich in Deutschland fast 26.000 Alibi-Windanlagen drehen (oder stehen), soll in Zukunft das Ausland uns mit Strom versorgen. Manche Länder freut's: bauen sie doch extra dafür Kernkraftwerke. Das "Klima" wird als Freifahrtschein für Umweltverschmutzungen und Naturzerstörungen missbraucht. Alles wird dem (ausschließlich) menschengemachten Klimawandel zugeschrieben und damit schwerwiegende Umweltsünden legitimiert. Fischer sterben, weil man Gifte ins Wasser verklappt hat? Klimawandel! Erdrutsche aufgrund falscher Landwirtschaft - Klimawandel! "Einwanderung" von fremden Arten über Ballastwasser in der Schifffahrt - Klimawandel! Und so weiter. Den "Klimawandel" kann man nicht zur Verantwortung ziehen - wie praktisch. Aber man kann Milliarden damit verdienen - doppelt praktisch. Gefährlich ist es für unsere Natur und damit auch für uns. Zum Einen, weil wir die wirklichen Ursachen von Überschwemmungen, Dürren, Fischsterben usw. weiter fördern und wir Milliarden Euros für ein Konstrukt ausgeben,, das nur ein Ablenkungsmanöver ist. Zum Anderen weil eben diese Milliarden weder für Forschung noch für Maßnahmen zum Schutz von Siedlungen usw ausgegeben werden können. In den letzten hundert Jahren hat sich die Zahl der Menschen versiebenfacht. Siedlungen entstehen zB in Hochwassergebieten und versiegeln zusätzlich den Boden. Die Landwirtschaft muss Erträge erwirtschaften, die natürlich nicht zu gewinnen sind. Stauseen für sogenannte erneuerbare Energien verknappen die Wasserzufuhr der dahinter liegenden Gebiete, usw. Dass die "etablierten" Naturschutzverbände diese Tatsachen ausblenden und sich zu Handlangern von Energiewende-Profiteuren haben machen lassen, stimmt traurig und besorgt. Hoffnung machen daher jetzt die neuen Vereine, die sich nicht einer Energiewende-Gehirnwäsche unterzogen haben und ihr Hirn noch eigenständig nutzen. Danke!

Evelyn Hoffmann 29.06.2016 - 04:45:56

Gratulation!

und viel Erfolg für die Zukunft! Windkraftanlagen haben mit Natur- oder gar Klimaschutz nichts zu tun - aber mit Naturzerstörung. Im Gegenzug tragen sie Null Prozent zur Stromversorgung bei. Die neuen Publikationen (Berichte, Machbarkeitsstudien) zur Umsetzung einer Strom- und/oder Verkehrswende werden immer bizarrer: Alle setzen darauf, dass ein "Großteil des Stroms importiert werden" muss. Auf Neudeutsch: Integrierte Strommärkte. Während sich in Deutschland fast 26.000 Alibi-Windanlagen drehen (oder stehen), soll in Zukunft das Ausland uns mit Strom versorgen. Manche Länder freut's: bauen sie doch extra dafür Kernkraftwerke. Das "Klima" wird als Freifahrtschein für Umweltverschmutzungen und Naturzerstörungen missbraucht. Alles wird dem (ausschließlich) menschengemachten Klimawandel zugeschrieben und damit schwerwiegende Umweltsünden legitimiert. Fischer sterben, weil man Gifte ins Wasser verklappt hat? Klimawandel! Erdrutsche aufgrund falscher Landwirtschaft - Klimawandel! "Einwanderung" von fremden Arten über Ballastwasser in der Schifffahrt - Klimawandel! Und so weiter. Den "Klimawandel" kann man nicht zur Verantwortung ziehen - wie praktisch. Aber man kann Milliarden damit verdienen - doppelt praktisch. Gefährlich ist es für unsere Natur und damit auch für uns. Zum Einen, weil wir die wirklichen Ursachen von Überschwemmungen, Dürren, Fischsterben usw. weiter fördern und wir Milliarden Euros für ein Konstrukt ausgeben,, das nur ein Ablenkungsmanöver ist. Zum Anderen weil eben diese Milliarden weder für Forschung noch für Maßnahmen zum Schutz von Siedlungen usw ausgegeben werden können. In den letzten hundert Jahren hat sich die Zahl der Menschen versiebenfacht. Siedlungen entstehen zB in Hochwassergebieten und versiegeln zusätzlich den Boden. Die Landwirtschaft muss Erträge erwirtschaften, die natürlich nicht zu gewinnen sind. Stauseen für sogenannte erneuerbare Energien verknappen die Wasserzufuhr der dahinter liegenden Gebiete, usw. Dass die "etablierten" Naturschutzverbände diese Tatsachen ausblenden und sich zu Handlangern von Energiewende-Profiteuren haben machen lassen, stimmt traurig und besorgt. Hoffnung machen daher jetzt die neuen Vereine, die sich nicht einer Energiewende-Gehirnwäsche unterzogen haben und ihr Hirn noch eigenständig nutzen. Danke!

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