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Umwandlung von restlichen Militärflächen schwierig

 Auf dem früheren Gelände der Fallschirmspringerausbildung der Deutschen Luftwaffe Alt Daber in Wittstock, das nach 1945 von den sowjetischen Truppen als Flughafen ausgebaut wurde, warnt ein Schild vorm Betreten.
Auf dem früheren Gelände der Fallschirmspringerausbildung der Deutschen Luftwaffe Alt Daber in Wittstock, das nach 1945 von den sowjetischen Truppen als Flughafen ausgebaut wurde, warnt ein Schild vorm Betreten. © Foto: dpa
03.11.2016, 06:29 Uhr
Wittstock (DPA) Früher wurden dort Soldaten gedrillt. Seit dem Abzug der Sowjetarmee bemüht sich die Brandenburger Landesregierung um eine zivile Nutzung der teils noch verminten Militärflächen.

Nur wenige der rund 100 000 Hektar einstiger Militärflächen sind in Brandenburg noch nicht privatisiert. Die Konversion, also die Entwicklung ehemaliger Truppenübungs- und Flugplätze für die zivile Nutzung, kommt laut Wirtschaftsministerium gut voran. Es seien neue Wohnflächen und Industriegebiete entstanden, Wind- und Solarparks, Schulzentren und Kulturstätten errichtet worden, hieß es.

Die verbliebenen Flächen zu veräußern, sei schwierig, erklärte Markus Hennen vom Fokus-Netzwerk für Konversion. Viele dieser Areale seien noch mit Munition oder anderen Altlasten verseucht. Zudem müssten bei der Sanierung Auflagen des Denkmalschutzes eingehalten werden. Manchmal seien die Flächen auch zu weit von städtischen Siedlungen entfernt.

Als Beispiel nannte Hennen den ehemaligen Fliegerhorst Jüterbog-Damm. Hier gebe es weder Baurecht noch Anschlüsse. Problematisch für potenzielle Investoren sei auch, dass das Gelände in einer Trinkwasser-Schutzzone liegt. Im Raum Jüterbog gebe es ein Überangebot an alten Militärflächen. Ein Fünftel der Fläche des heutigen Landkreises Teltow-Fläming wurde früher militärisch genutzt. "Hierfür eine passende Nutzung zu finden, bleibt eine große Herausforderung", so Hennen.

Als großen Erfolg sah er hingegen, dass in diesem Jahr eine "Problem-Immobilie" auf dem ehemaligen Flugplatz Falkenberg-Lönnewitz verkauft werden konnte. Dafür sei lange Zeit keine Lösung in Sicht gewesen, auch weil die riesige Halle unter Denkmalschutz stehe. Das Land sei einem Investor im Preis entgegengekommen, hieß es.

Auch in diesem Jahr warb das Land im sogenannten Konversionssommer mit Vorträgen, Diskussionen und Führungen für die Umwandlung. Das Wirtschaftsministerium unterstützte die Veranstaltungen mit 48 000 Euro. Insgesamt hat Brandenburg seit 1994 rund 300 Millionen Euro durch Verkäufe eingenommen.

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