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Frau Treppe hinuntergetreten: Haupttäter ist identifiziert

14.12.2016, 17:57 Uhr
Berlin (DPA) Die völlig ahnungslose Frau stürzt die Treppe in einem Berliner U-Bahnhof herab. Ein Fußtritt in den Rücken hat sie getroffen. Auf Bildern einer Überwachungskamera sind vier junge Männer zu sehen. Nun sind die Ermittler einen Schritt weiter.

Nach dem brutalen Fußtritt gegen eine 26-Jährige in einem Berliner U-Bahnhof haben Polizei und Staatsanwaltschaft den Hauptverdächtigen identifiziert. Der nun namentlich bekannte Mann sei aber noch auf der Flucht, sagte der Sprecher der Berliner Staatsanwaltschaft, Martin Steltner. Zu Vermutungen, nach denen sich der Verdächtige ins Ausland abgesetzt haben soll, sagte Steltner: "Wir werden dem nachgehen". Der Angreifer soll aus Bulgarien stammen.

Die Frau war durch den plötzlichen Fußtritt in ihren Rücken eine Treppe im U-Bahnhof Hermannstraße in Berlin-Neukölln hinuntergestürzt. Zu dem Angriff kam es bereits am 27. Oktober, er wurde aber erst in der vergangenen Woche bekannt.

Die Frau hatte sich bei dem heftigen Sturz auf das Gesicht und den Oberkörper einen Arm gebrochen. Steltner hatte über den Tritt und seine Folgen gesagt: "Das ist ein hochgefährliches, lebensbedrohliches Verhalten. Das hätte auch ganz anders ausgehen können." Der Fall hatte bundesweit Entsetzen ausgelöst.

Auf einem Film vom Tatort, den die Polizei gezeigt hatte, waren vier junge Männer zu sehen. Die am Donnerstag vergangener Woche veröffentlichten Bilder aus einer Überwachungskamera löschte die Polizei am Mittwoch von ihrer Internetseite. Zur Begründung hieß es, mit der Identifizierung des Verdächtigen sei die Öffentlichkeitsfahndung beendet. Von da an dürfen die Bilder nicht mehr gezeigt werden.

Am Montag war bereits einer der Männer vom Tatort identifiziert und vorübergehend festgenommen worden. Er hatte laut Staatsanwaltschaft ausgesagt und zugegeben, dass er dabei war. Eine Beteiligung an einer gefährlichen Körperverletzung habe ihm aber nicht nachgewiesen werden können. Der Mann wurde am Dienstag wieder entlassen. Gegen ihn werde aber weiter ermittelt. In Frage komme etwa unterlassene Hilfeleistung.

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