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Wolfszentrum geht in die Schorfheide

In der Schorfheide zu Hause: Ein Wolf durchstreift den Wildpark im Landkreis Barnim.
In der Schorfheide zu Hause: Ein Wolf durchstreift den Wildpark im Landkreis Barnim. © Foto: dpa
Mathias Hausding / 24.12.2016, 09:50 Uhr
Groß Schönebeck (MOZ) Die Planungen laufen schon lange, nun ist es offiziell: Brandenburgs Wolfs- und Herdenschutzinformationszentrum wird im Wildpark Schorfheide (Barnim) angesiedelt. Wie das Umweltministerium am Freitag mitteilte, werde Ressortchef Jörg Vogelsänger (SPD) am 29. Dezember vor Ort einen entsprechenden Förderbescheid überreichen.

Empfängerin ist Imke Heyter, Chefin der gemeinnützigen Wildpark Schorfheide GmbH. Mit knapp einer Million Euro aus dem Landesprogramm "Natürliches Erbe" soll eine Anlaufstelle für alle Fragen rund um die Raubtiere aufgebaut werden. Imke Heyter peilt nach eigenen Angaben eine Eröffnung Mitte 2018 an. "Das Thema liegt mir seit zehn Jahren sehr am Herzen. Ich bin froh, dass es nun wirklich losgeht", sagte sie am Freitag.

Minister Vogelsänger erinnerte daran, dass Brandenburg bislang bei Spezialfragen und Schulungsangeboten zum Thema Wolf auf Verwaltungsmitarbeiter oder Experten des Wolfsbüros im sächsischen Rietschen zurückgreife. Mit der wachsenden Wolfspopulation steige jedoch der Bedarf für ein eigenes Kompetenzzentrum auch mit Blick auf den Herdenschutz.

Von 46 in Deutschland festgestellten Rudeln würden 22 in Brandenburg leben, so der Minister. Er verwies auch auf den aktuellen Fall eines "Problemwolfs" in Rathenow. Viele Bürger hätten Fragen und Sorgen. Vor allem unter Tierbesitzern würden die Ängste mancherorts wachsen. Eine Aufgabe des neuen Zentrums werde deshalb die Öffentlichkeitsarbeit für die Bevölkerung sein.

Der Wildpark liegt am Rand des Biosphärenreservats Schorfheide-Chorin nahe der Grenze zwischen Barnim und Uckermark. Die naturnahe Anlage beherbergt seit 1996 ausschließlich Tierarten, die hier einst heimisch waren oder es sind. Der vor allem bei Familien beliebte Wildpark hat jährlich 80 000 Besucher. Seit 1998 werden in einem eingezäunten Waldstück Europäische Wölfe gehalten. Ein besonderer Erfolg sind die regelmäßigen Vollmond-Wolfsnächte.

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