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Gysi holt umkämpfte Nackte in sein Büro

Der Politiker Gregor Gysi (Die Linke) eröffnet bei einer Vernissage eine Foto-Ausstellung der Gesellschaft für Fotografie in seinem Wahlkreisbüro.
Der Politiker Gregor Gysi (Die Linke) eröffnet bei einer Vernissage eine Foto-Ausstellung der Gesellschaft für Fotografie in seinem Wahlkreisbüro. © Foto: dpa
18.04.2017, 18:32 Uhr
Berlin (dpa) Linken-Politiker Gregor Gysi (69) hat Aktfotos, die an anderer Stelle nicht erwünscht waren, einen Platz in seinem Wahlkreisbüro eingeräumt. Gysi sprach zum Ausstellungsbeginn am Dienstag von einem "Gebot für die Freiheit der Kunst". Die Bilder hatten zuvor bei einer anderen Schau in den Räumen des Rathauses von Berlin-Köpenick Streit ausgelöst. Der Bezirksregierung hatte die Nacktaufnahmen von anderen Bildern trennen wollen, um Besucher des Rathauses, darunter auch muslimischen Glaubens, nicht zu belästigen.

Das Argument sei inakzeptabel, sagte Gysi bei der Eröffnung: "Erstens ist der Besuch einer Ausstellung freiwillig und zweitens hat man in einem anderen Land die dort herrschende Kunst und Kultur zu respektieren und darf und soll sie um eigene kulturelle Vorstellungen erweitern, bereichern, aber niemals einschränken." Er habe jedoch keine dieser Beschwerden selbst gesehen, betonte Gysi.

Bis Ende Juni werden in seinem Büro 36 Fotos, davon 4 Akte, gezeigt. Aus Platzgründen musste eine Auswahl aus den ursprünglich rund 400 Bildern der Gesellschaft für Fotografie getroffen werden, die im Rahmen einer jährlichen Ausstellung im Rathaus Köpenick hätten gezeigt werden sollen. Nach einem Streit um die vereinzelten Aktbilder hatten die Fotografen die gesamte Schau abgesagt.

Bereits 2016 hatte es Streit um zwei Aktfotos in dem Rathaus gegeben, die während der Ausstellung abgehängt worden waren. Damals hieß es, es hätten sich Mitarbeiter und Besucher beschwert.

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