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64 Berliner Kultureinrichtungen bieten Kindern im Oktober ein kostenloses Programm

Gratis-Veranstaltungen
Spielend die Museen erforschen

Kinderführung in der Gemäldegalerie: Während des KinderKulturMonats bieten zahlreiche Museen, Theater, Opernhäuser und Galerien an jedem Oktoberwochenende kostenlose wie kindgerechte Aktionen an.
Kinderführung in der Gemäldegalerie: Während des KinderKulturMonats bieten zahlreiche Museen, Theater, Opernhäuser und Galerien an jedem Oktoberwochenende kostenlose wie kindgerechte Aktionen an. © Foto: Barbara Antal
Maria Neuendorff / 22.09.2017, 06:46 Uhr
Berlin (MOZ) Einmal Teil einer Theater-Produktion sein, im Zirkus selbst am Trapez turnen oder in einem richtigen Ku¨nstler-Atelier malen: Im Oktober laden Berliner Kultureinrichtungen Kinder zu über 100 Gratis-Veranstaltungen ein.

Gleiche Bildungschancen ist eines der großen Themen vor den Wahlen. Die Teilhabe an Kulturangeboten für alle Kinder haben sich die Organisatoren des Kinderkulturmonats schon seit sechs Jahren auf die Fahnen geschrieben. Mit kostenlosen Workshops, Führungen und Mitmachaktionen wollen sie an den fünf Oktoberwochenenden wieder auch speziell sozial schwache Familien in Museen, Theater, Opernhäuser, Ateliers, Projekträume und Galerien locken.

Das Programm wird dabei von Jahr zu Jahr größer. Seit der ersten Auflage 2012 haben sich die Kultureinrichtungen, die mitmachen, verdoppelt. "Erstmals ist das Festival in allen Bezirken präsent", freut sich Projektleiterin Chris Benedict. Zu den 17 neuen zählt in diesem Jahr unter anderem das Atze Musiktheater im Wedding, wo der Nachwuchs bei der Produktion des Stückes "Emil und die Detektive" mitwirken kann.

Erstmals dabei ist auch die vom Musiker Peter Fox gegründete BÄM Drumlinschule am ehemaligen Flughafen Tempelhof. In einem Workshop können Kinder von acht bis zwölf Jahren Amerikanisches Showtrommeln lernen. Mit Pauken, Trommeln und Becken wird ein gemeinsames Stu¨ck erarbeitet und aufgeführt.

Die Berliner Philharmonie dagegen lädt Kinder von neun bis zwölf Jahren zu einer "Musikalischen Expedition" ein. Bei einer interaktiven Führung können die jungen Besucher das Haus und seine besondere Akustik erleben und anschließend selbst einen eigenen Konzertsaal entwerfen.

In der Akademie für Malerei in der Nähe des Bahnhofs Zoos können sich schon Kinder ab vier Jahren in einem richtigen Ku¨nstler-Atelier mit echten Acrylfarben auf einer großformatigen Leinwand ausprobieren. "Dabei ko¨nnen sie malen, was sie wollen, werden aber bei der Umsetzung ihrer Ideen von zwei professionellen Künstlerinnen unterstützt", heißt es im Programm.

Wer dagegen eher Lust hat, auf einer Kugel zu balancieren, am Trapez zu turnen oder Seilspringen-Tricks zu lernen, ist in der "Artistenschule contraire" richtig. Die Einrichtung im ehemaligen Waschhaus in Alt Köpenick lädt gleich 50 Kinder und ihre Eltern zu einem großen Mitmachtag ein. Am Ende können die jungen "Artistenschu¨ler" kleine Shows aufführen.

Interessierte Familien sollten allerdings nicht zu lange fackeln. Viele Kurse sind schnell ausgebucht. Das Festival hat sich inzwischen herumgesprochen. "Als wir das diesjährige Programm online gestellt haben, hatten wir über Nacht 1200 Anmeldungen", berichtet Chris Benedict, die in diesem Jahr rund 3500 Besucher erwartet. Viele seien inzwischen Wiederholungstäter. Um trotz des Ansturms auch eher bildungsfernen Familien sowie Flüchtlingskindern die Teilnahme zu gewährleisten, habe man für diese Zielgruppe ein Kontingent reserviert und ein Netzwerk mit sozialen Einrichtungen gesponnen.

Gleichzeitig gibt es auch eine Reihe von Veranstaltungen, bei denen Eltern ihre Kinder nicht vorher anmelden müssen. Kurzentschlossene Familien sind beispielsweise im Museum für Kommunikation willkommen. In dem ältesten Post-Museum Deutschlands, in dem heute Roboter Fußball spielen, können Kinder und Eltern nicht nur die neue Ausstellung "Die Nacht - alles außer Schlaf" erkunden, sondern an den Sonntagen auch Schattenspiele und Traumfänger bauen. Wer im Oktober keine Zeit und wenig Geld hat, muss aber nicht verzichten. Kinder haben im Museum für Kommunikation generell freien Eintritt.

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