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Schlechte Apfelernte
Obstbauern warten auf Geld

Elstar-Äpfel
Elstar-Äpfel © Foto: dpa
dpa / 03.10.2017, 12:15 Uhr
Potsdam (dpa) Seit Beginn der Apfelernte in Brandeburg Anfang September hat sich die Prognose bestätigt: die Ernte ist bis auf regionale Ausnahmen schlecht. Für betroffene Bauern werde finanzielle Hilfe zum Ausgleich der Verluste immer wichtiger, sagte Andreas Jende, Geschäftsführer des Gartenbauverbandes auf Anfrage. Er hoffe, dass Geld bis Jahresende bei den Obstbauern ankomme. Auf die Preise im Handel habe sich das geringere Angebot märkischer Äpfel bislang nicht ausgewirkt. Sie liegen nach den Angaben in etwa wie im Vorjahr.

In Brandenburg werde eine Ernte von 18 000 Tonnen Äpfeln erwartet, nach 28 600 Tonnen noch im Vorjahr. Auch in anderen Bundesländern - wie in Rheinland-Pfalz - sind Ernteausfälle zu beklagen. Durch starke Frühjahrsfröste waren in verschiedenen Landesteilen die Blüten an den Apfelbäumen erfroren. Früchte konnten sich damit nicht ausbilden. Bundesweit werden nach den Angaben 30 Prozent weniger Äpfel der Sorte Elstar und 60 Prozent der Sorte Jonagold gepflückt.

Nach Angaben des Agrarministeriums ist bislang noch unklar, welche Höhe der Gesamtschaden durch die Wetterunbilden und die Ernteausfälle bei den Obstbauern hat. "Die Berechnungen laufen noch und können von Betrieb zu Betrieb recht unterschiedlich sein", sagte Sprecher Jens-Uwe Schade. Für die Ermittlung der Summe werde der Durchschnitt der Gesamtbetriebsergebnisses der vergangenen drei Jahre herangezogen. Bei einem Gartenbaubetrieb könne auch einfließen, wie ein Hofladen laufe.

Bislang haben 913 Agrar- und Gartenbaubetriebe in diesem Jahr Schäden durch widrige Witterungsverhältnisse gemeldet: durch starke Niederschläge, Frost im April oder Dürre im Frühjahr. Allein durch starke und anhaltende Niederschläge wird der Schaden auf 15,5 Millionen Euro geschätzt. Dabei sind 45 700 Hektar Getreide, 12 750 Hektar Ölfrüchte und 42 000 Hektar Grünland betroffen.

Der Entwurf einer Richtlinie zur finanziellen Unterstützung der Unternehmen werde derzeit vorbereitet, sagte Schade. Die Landesregierung habe sich bereits im August grundsätzlich darauf verständigt, die Landwirte mit den Sorgen nicht allein zu lassen, sagte er. Schäden werden jedoch nicht zu 100 Prozent ausgeglichen, betonte er.

Hoffnungen, dass sich der Bund an den Hilfszahlungen beteiligt, haben sich nach der letzten Agrarministerkonferenz in Lüneburg (Niedersachsen) vergangenen Freitag zerschlagen. Die Ressortchefs sahen das zwar als außergewöhnliche Naturereignis und forderten den Bund auf, sich anzuschließen. Nach den bisher vorliegenden Erkenntnissen liege kein außergewöhnliches Naturereignis nationalen Ausmaßes vor, sagte ein Sprecher des Bundeslandwirtschaftsministeriums.

Äpfel sind in Brandenburg die Obstsorte Nummer 1. Insgesamt wächst Obst nach jüngsten Angaben des Landesamtes für Statistik auf 1545 Hektar bei 118 Obstbaubetrieben. Auf 873 Hektar stehen Apfelbäume. Ökologisch bewirtschaftet werden 232 Hektar. Meist wachsen in den Anlagen die Sorten Elstar (14,5 Prozent), Pinova (13 Prozent), dann kommen Jonagold, Gala und Idared.

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Piefke Saga 03.10.2017 - 16:07:19

Wieder ein Kommentar von H.I., ohne Sinn, ohne Nachhaltigkeit.

Wie wäre es Ihnen lieber ... So, wie Sie es kritisieren? oder ... Das Risiko für enorme witterungsverursachte, also nicht selbstverschuldete Ernteausfälle, geht voll an die Produzenten, hier Obstbauern, was aber bedeutet, dass Sie am Ende das für immer, also nicht nur zeitweise das Doppelte bezahlen? Daher die Frage, für was soll Ihr populistisches Geplärre gut sein?

Hasso Isenhagen 03.10.2017 - 14:18:14

eine Frechheit von diesen Obstbauern

Haben sie Äpfel muss ich die bezahlen, haben sie keine muss ich sie auch bezahlen, zwar über die Steuer aber wo ist der Unterschied? Es gibt schon Branchen die werden gepäppelt als ob ohne sie die Welt untergeht. Dabei fehlt klein einziger Apfel im Laden. Bauern sollen gefälligst eine eigenfinanzierte Schlechtwetterversicherung gründen und nicht den Kunden auf der Tasche liegen. .

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