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Erfolgreiche Pückler-Schau geht zu Ende

Die goldene Terasse vor dem Schloss Babelsberg in Potsdam.
Die goldene Terasse vor dem Schloss Babelsberg in Potsdam. © Foto: dpa
13.10.2017, 07:32 Uhr
Potsdam (dpa) Für Kaiserin Augusta war Fürst Pückler ein Zauberer. Der Park von Schloss Babelsberg in Potsdam, ihrem Sommersitz, trägt die Handschrift des exzentrischen Fürsten. Eine Schau über sein Werk geht jetzt zu Ende.

Es ging ihm um das Wechselspiel zwischen drinnen und draußen, Schloss und Park: Hermann Fürst von Pückler-Muskau. Nach sechseinhalb Monaten endet am Sonntag im Potsdamer Schloss und Park Babelsberg die Ausstellung zur Erinnerung an den bedeutenden Gartenkünstler (1785-1871). Rund 70 000 Besucher werden dann die Ausstellung unter dem Thema "Pückler.Babelsberg - Der grüne Fürst und die Kaiserin" besucht haben.

"Wir sind überwältigt von dem Erfolg", sagte Ulrich Henze von der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg. Die Veranstalter hatten zur Eröffnung im April mit 30 000 bis 40 000 Besuchern in dem Unesco-Kulturerbe gerechnet.

Für Interessierte ist es laut Henze auf lange Sicht die letzte Gelegenheit, in das Schloss zu gelangen. Ab 1833 war es für den preußischen Prinzen und späteren Kaiser Wilhelm I. (1797-1866) und seine Gattin Augusta (1811-1890) erbaut worden. Der Beginn der Restaurierung des Bauwerks im neugotischem Stil steht noch nicht fest. Zuletzt stand es 2003 für Besucher offen.

Augusta hatte seinerzeit Pückler beauftragt, den Park zu gestalten. Zeitlebens verband beide eine enge Freundschaft. Augusta und ihr Mann Wilhelm I. verbrachten in dem Schloss 50 Jahre lang die Sommerzeit. Die Schau erinnert an Pücklers Leistungen für die Pflanzen- und Obstzucht, aber auch an seine Ideen für neue Gartengeräte. Dazu zählt etwa ein Wagen zum Transport großer Bäume, die eingepflanzt werden sollen.

Der Lebemann und Weltreisende, Literat und Feingeist, aber auch außergewöhnliche Gartenfachmann hinterließ in Babelsberg deutliche Spuren. So gestaltete Pückler dort ein Gesamtkunstwerk, entwarf künstliche Wasserspiele, Felsen und Terrassen. Für sich selbst schuf er die Parks in Muskau (Sachsen) und Branitz bei Cottbus, wo er nach seinem Tod in einer Seepyramide beigesetzt wurde.

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