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Gefährdung des Grundwassers

Rötlich-braunes Wasser fließt durch Becken im Klärwerk der Grubenwasseraufbereitungsanlage von Vattenfall in Schwarze Pumpe bei Spremberg (Brandenburg).
Rötlich-braunes Wasser fließt durch Becken im Klärwerk der Grubenwasseraufbereitungsanlage von Vattenfall in Schwarze Pumpe bei Spremberg (Brandenburg). © Foto: dpa
Harriet Stürmer / 03.01.2018, 20:00 Uhr
Potsdam (MOZ) Die Grünen-Fraktion im Brandenburger Landtag hat Daten zur Gefährdung des Grundwassers im Land auf Online-Karten zusammengetragen. Die Daten habe man in den vergangenen Monaten im Rahmen von parlamentarischen Anfragen erhoben, teilten die Grünen am Mittwoch mit. Sie seien auf der Internetseite der Fraktion freigeschaltet.

Aufgelistet sind 15 Orte, an denen der Nitratgehalt des Grundwassers so hoch ist, dass der Trinkwassergrenzwert von 50 Milligramm Nitrat pro Liter überschritten wurde, drei Orte, an denen der Trinkwassergrenzwert von Uran (0,01 mg/l) überschritten wurde, und 132 illegale Müllhalden, bei denen eine Wassergefährdung nicht auszuschließen sei. Die Messungen seien exemplarisch für die Gefährdung des Grundwassers in Brandenburg, hieß es.

"Wasser ist die Grundlage allen Lebens, der Schutz des Grundwassers eine unserer wichtigsten Aufgaben", sagte der umweltpolitische Sprecher der Fraktion, Benjamin Raschke. Das Grundwasser aber sei zunehmend in Gefahr - durch immer mehr Düngemittel und Pestizide aus der Landwirtschaft, durch Einträge aus der Industrie, Altlasten aus der DDR oder unsachgemäße beziehungsweise illegale Müllentsorgung. "Mit unserer Karte wollen wir dazu beitragen, das Bewusstsein für die Gefährdung des Grundwassers zu schärfen."

Die Fraktion setzt sich nach eigenen Angaben für eine umweltverträglichere Landwirtschaft und für strengere Kontrollen etwa beim Nitrateinsatz ein. Sie fordert zudem eine umfassende Untersuchung aller illegalen Müllhalden in Brandenburg. "Ein abschreckendes Beispiel ist die illegale Müllablagerung in der Lindower Heide, bei der erst durch ein Gerichtsverfahren öffentlich wurde, dass jahrelang toxische Stoffe ins Grundwasser geraten sind", sagte Raschke. Dort war eine hohe Konzentration gefährlicher Stoffe wie Bor, Polzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) und Phenole festgestellt worden.

gruene-fraktion-brandenburg.de/grundwasser-in-gefahr

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