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Familiendrama
Sicherungsverfahren nach gewaltsamem Tod von Gubenerin beantragt

Das Landgericht Cottbus bestätigte den Eingang des Antrags.
Das Landgericht Cottbus bestätigte den Eingang des Antrags. © Foto: dpa
dpa / 13.01.2018, 22:05 Uhr - Aktualisiert 13.01.2018, 22:08
Guben (dpa) Der Fall einer im Sommer 2017 getöteten 66-Jährigen aus Guben (Spree-Neiße) könnte bald vor Gericht verhandelt werden.

Die Staatsanwaltschaft Cottbus beantragte ein Sicherungsverfahren gegen den Sohn des Opfers, wie die Behörde auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Sie geht davon aus, dass der Beschuldigte zum Tatzeitpunkt schuldunfähig war.

Das Landgericht Cottbus bestätigte den Eingang des Antrags. Ein Termin für den Beginn einer Hauptverhandlung sei bislang aber noch nicht bestimmt worden. Voraussetzung eines Sicherungsverfahrens ist die Schuld- oder Verhandlungsunfähigkeit des mutmaßlichen Täters. An die Stelle einer Haftstrafe tritt die Unterbringung des Beschuldigten in einer psychiatrischen Einrichtung.

Einsatzkräfte hatten im August vergangenen Jahres die Leiche der Frau in ihrer Wohnung in der südbrandenburgischen Kleinstadt gefunden. Der 41 Jahre alte Sohn hatte sich nach damaligen Angaben auch dort aufgehalten. Nach seiner Festnahme kam der Deutsche in ein psychiatrisches Krankenhaus. Ein Richter hatte einen entsprechenden Unterbringungsbefehl erlassen.

Die Frau starb der Staatsanwaltschaft zufolge durch Schnitte in den Hals. Der Attacke soll ein Streit vorausgegangen sein, der dann eskalierte. Der Beschuldigte sei mehrfach vorbestraft, unter anderem wegen Körperverletzung und Betrugs. Er habe auch einen gerichtlich bestellten Betreuer gehabt, hieß es.

Anwohner hatten früheren Ermittlerangaben zufolge damals spätabends die Polizei gerufen, weil sie einen Verdacht auf eine Gewalttat hatten. Die Ermittler schlossen aus der Situation sofort auf ein Tötungsverbrechen.

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