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„Cottbus bekennt Farbe“
Woidke und Bischof Dröge rufen zum Sternmarsch auf

Gemeinsam demonstrieren Flüchtlinge und Cottbuser unter dem Motto "Leben ohne Hass" in der Innenstadt.
Gemeinsam demonstrieren Flüchtlinge und Cottbuser unter dem Motto "Leben ohne Hass" in der Innenstadt. © Foto: Bernd Settnik/dpa
dpa / 13.02.2018, 16:10 Uhr - Aktualisiert 13.02.2018, 16:20
Potsdam (dpa) Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) und der evangelische Bioschof Markus Dröge haben gemeinsam zur Teilnahme am Sternmarsch „Cottbus bekennt Farbe“ am Donnerstag aufgerufen. Am Jahrestag der Bombardierung der Stadt im Zweiten Weltkrieg soll dabei ein Zeichen des friedlichen Miteinanders gesetzt werden, nachdem in den vergangenen Monaten wiederholt Angriffe auf und von Flüchtlingen für Aufsehen sorgten.

„Dem offenkundigen Versuch von Rechtsextremisten und anderen Feinden eines friedlichen und demokratischen Miteinanders, die Stadt Cottbus zu einer weiteren Bühne für ihre menschenverachtenden Hetze zu machen, stellen wir uns gemeinsam mit den Cottbuserinnen und Cottbusern entschieden entgegen“, erklärte Dröge am Dienstag nach einem Treffen mit der Landesregierung.

„Wir lassen nicht zu, dass Rechtspopulisten die öffentliche Diskussion und das Bild von Cottbus und Brandenburg prägen“, sagte Woidke. Die Landesregierung habe bereits wichtige Schritte unternommen, um die Stadt zu unterstützen. „Es gibt mehr Sozialarbeiter und mehr Polizeipräsenz. Doch das alles hilft nur, wenn alle an einem Strang ziehen und sich für ein weltoffenes und modernes Cottbus stark machen.“

Zu dem Sternmarsch werden auch Woidke und Dröge erwartet. Zudem hatten auch zahlreiche im Landtag vertretene Parteien sowie Gewerkschaften und Unternehmen aufgerufen. „Die mörderische Ideologie des Nationalsozialismus, Größenwahn, Rassismus und Antisemitismus haben unermessliches Leid über die Menschen gebracht“, heißt es in dem Aufruf. Neonazis hatten in den vergangenen Jahren wiederholt versucht, die Bombenangriffe im Zweiten Weltkrieg umzudeuten und Nazi-Deutschland als Opfer der Alliierten hinzustellen.

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