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Gewaltausschreitungen
Bundespräsident spricht mit Bürgern aus Cottbus

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier empfängt im Schloss Bellevue Repräsentanten und Bürger der Stadt Cottbus zu einem Gespräch. Hintergrund sind die gewaltsamen Zusammenstöße zwischen Deutschen und Flüchtlingen in der brandenburgischen Stadt.
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier empfängt im Schloss Bellevue Repräsentanten und Bürger der Stadt Cottbus zu einem Gespräch. Hintergrund sind die gewaltsamen Zusammenstöße zwischen Deutschen und Flüchtlingen in der brandenburgischen Stadt. © Foto: dpa/Wolfgang Kumm
dpa / 20.02.2018, 17:05 Uhr - Aktualisiert 20.02.2018, 17:24
Berlin (dpa) Cottbus ist wegen der gehäuften Gewalt zwischen Einheimischen und Flüchtlingen in den Schlagzeilen. Bundespräsident Steinmeier sprach in Berlin nun mit Vertretern aus der Stadt. Bei einem Treffen soll es nicht bleiben.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat sich nach der geballten Gewalt zwischen Einheimischen und Flüchtlingen in Cottbus mit Vertretern aus der Stadt in Berlin getroffen. Der Bundespräsident habe sich für weitere Besuche in Cottbus angekündigt, teilte das Bundespräsidialamt am Dienstag nach dem Treffen mit. Der erste Besuch sei im Juni geplant. Die Teilnehmer des Treffens hätten vereinbart, im Gespräch zu bleiben.

Brandenburgs zweitgrößte Stadt ist bundesweit in die Schlagzeilen geraten, weil es im Januar gehäuft zu Auseinandersetzungen zwischen Deutschen und Flüchtlingen in der Innenstadt gekommen war. Danach wurde die Polizeipräsenz aufgestockt und bis auf Weiteres werden auf Anweisung des Landes keine weiteren Flüchtlinge aus der Erstaufnahmeeinrichtung in die Stadt verteilt.

Steinmeier habe in dem Gespräch den Vertretern aus Politik, Kirchen, Bildung, Wirtschaft und Sport gedankt, dass sie sich öffentlich für ein gutes Zusammenleben in der Stadt einsetzten, hieß es weiter. Über konkretere Details des Gesprächs wurde nichts bekannt. Laut Bundespräsidialamt ging es um die Situation in der Stadt und auch um Zukunftsfragen für die Entwicklung in Cottbus und der Region. Das Gespräch habe annähernd zwei Stunden gedauert.

Unter den geladenen Gästen im Schloss Bellevue war der Cottbuser Oberbürgermeister Holger Kelch (CDU). Er empfand das Gespräch als offen, wichtig und ermutigend, wie ein Stadtsprecher sagte. Der ebenfalls geladene Präsident der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg, Jörg Steinbach, sprach von einer sehr großen Ernsthaftigkeit und von großem Interesse. Es sei das Signal gekommen, dass der Dialog weitergeführt werde, sagte er nach dem Treffen.

Weitere Gäste waren Vertreter unter anderem des Fußball-Regionalligisten FC Energie Cottbus, der Wirtschaftskammern und des Cottbuser Menschenrechtszentrums.

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Karsten Berg 21.02.2018 - 09:46:46

nichts gelernt

Offenbar haben die Verantwortlichen immer noch nichts dazu gelernt. Der Bundespräsident lädt öffentlichkeitswirksam die üblichen Vertreter des gesellschaftlichen Mainstreams ein, also der Einrichtungen, Institutionen und gesellschaftlichen Gruppen, die grundsätzlich die derzeitige Politik der offenen Grenzen und ungebremsten Zuwanderung unterstützen. Einzig der Bürgermeister hatte vor kurzem klar die Probleme in seiner Stadt benannt. Wer nicht geladen wurde, waren die Vertreter der Bürger, welche zum wiederholten Male auf die Straße gingen, der Bürger welche die Probleme vor Ort mit ausbaden müssen. Da fragt man sich schon, welcher "Dialog" da geführt werden soll und mit wem? Bei der Runde im Schloss Bellevue dürfte wohl wieder besprochen worden sein, wie man mit noch mehr Geld und Ressourcen die Probleme kaschiert. Mehr Sozialarbeiter, mehr Polizei, mehr Kitaplätze usw. Es läuft wie überall im Land, anstatt sich dem grundlegenden Problem zu stellen, der Frage wie viel unqualifizierte Zuwanderung dieser Art unser Land überhaupt noch verträgt, werden alle Probleme mit Steuergeld zugeschüttet. Für eine Weile mag es noch so funktionieren, aber auch Deutschlands Wirtschaftsaufschwung wird nicht ewig dauern und was folgt dann?

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