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Gewerkschaft
Mitarbeiter in Berliner Bädern streiken

Kurz vor der Fortsetzung der zweiten Runde der Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst gibt Verdi-Vorsitzender Frank Bsirske ein Interview. Die Gewerkschaft hat die Berliner Bäderbetriebe am Donnerstagvormittag aufgefordert, zu streiken.
Kurz vor der Fortsetzung der zweiten Runde der Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst gibt Verdi-Vorsitzender Frank Bsirske ein Interview. Die Gewerkschaft hat die Berliner Bäderbetriebe am Donnerstagvormittag aufgefordert, zu streiken. © Foto: dpa/Ralf Hirschberger
dpa / 14.03.2018, 17:49 Uhr
Berlin  (dpa) Die Berliner müssen sich an diesem Donnerstag auf Warnstreiks in den Schwimmbädern einstellen.

Die Gewerkschaft Verdi ruft die Mitarbeiter der Bäderbetriebe dazu auf, zwischen 6.30 Uhr und 13 Uhr die Arbeit niederzulegen. „Badegäste müssen daher mit Einschränkungen oder sogar Bäderschließungen in den Morgenstunden rechnen“, teilte Verdi am Mittwoch mit.

Hintergrund sind die Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst von Bund und Ländern. Verhandelt wird für bundesweit 2,3 Millionen Beschäftigte bei Bund und Kommunen, unter anderem für Erzieher, Mitarbeiter von Müllabfuhr, Straßenreinigung und Kliniken.

Die Gewerkschaft ruft in der aktuellen Tarifrunde erstmals zu Warnstreiks in Berlin auf. Sie würden am Donnerstagmorgen rund 100 Beschäftigte zu einer Demonstration vor dem Schwimmbad Seestraße in Berlin-Wedding erwarten, sagte ein Gewerkschafter vorab.

„Wir gehen davon aus, dass es zu großen Auswirkungen kommen wird“, sagte ein Sprecher der Bäderbetriebe am Abend. Das werde vor allem das Schulschwimmen morgens beteffen. Er rate alle Gästen, sich vorab mit einem Anruf im Schwimmbad zu informieren, ob geöffnet ist. „Wir versuchen auch, es auf der Website aktuell zu halten.“

Verdi und der Beamtenbund dbb, der auch Angestellte vertritt, fordern sechs Prozent höhere Löhne und einen Mindestbetrag von 200 Euro mehr im Monat. Die zweite Verhandlungsrunde am Dienstag war in Potsdam ohne Annäherung geblieben. Die Gewerkschaft hatte deswegen noch vor Ostern Warnstreiks auf breiter Front angekündigt.

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