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Bauernverband
Tierschutzplan muss endlich umgesetzt werden

Henrik Wendorff, Präsident des Landesbauernverbandes Brandenburg und Betriebsleiter
Henrik Wendorff, Präsident des Landesbauernverbandes Brandenburg und Betriebsleiter © Foto: dpa/Patrick Pleul
dpa / 20.03.2018, 09:06 Uhr
Teltow (dpa) Der Brandenburger Landesbauernverband ist enttäuscht über die bisher noch nicht erfolgte Umsetzung des Tierschutzplanes.

„Monatelang ist darüber im Vorjahr beraten worden“, sagte Landes-Bauernverbandspräsident Henrik Wendorff. 131 Schwerpunktthemen seien erarbeitet worden, die nun angegangen werden müssten. Es gehe um die Haltung von Schweinen, Geflügel, Rindern und Pferden sowie um den Einsatz von Antibiotika.

Am Mittwoch kommen Vertreter des Verbandes zum Landesbauerntag in Neuseddin zusammen. Die Teilnehmer wollen dann ihre Forderungen an Politik und Verwaltung zur Stärkung der heimischen Landwirtschaft formulieren.

Die Landwirte erwarteten, dass die im Tierschutzplan gestellten Aufgaben mit Nachhaltigkeit und Engagement angegangen werden, betonte Wendorff. „Wir wollen uns vorgeworfene Probleme abstellen“, sagte er. Dafür benötigten die Landwirte allerdings Unterstützung. Außerdem dränge die Zeit. „Ab 2019 gilt bei Ferkeln der Ausstieg aus der Kastration ohne Betäubung. Für die damit verbundenen Probleme müssen wir sachgerechte Lösungen finden“, betonte der Präsident.

Ein Bündnis gegen Massentierhaltung hatte 2016 rund 104 000 Unterschriften gesammelt und damit Bewegung in das Thema Tierschutz gebracht. Der Entwurf des Planes liegt nun seit Ende 2017 vor.

„Wir haben uns auch für Demonstrationsbetriebe ausgesprochen“, sagte Wendorff. Damit solle der Öffentlichkeit gezeigt werden, wie moderne Landwirtschaft auch unter nachhaltigen Bedingungen produzieren könne. Zugleich solle den Landwirten präsentiert werden, wie der Stand der Technik sei und wie moderne Tierhaltungsverfahren funktionierten. „Aber wir warten nun auf Reaktionen von Parlament oder Landesregierung“, sagte er.

Sorge bereiteten auch die aus Sicht des Verbandes nicht ausgereiften Maßnahmen zum Schutz vor der Afrikanischen Schweinepest. „Notfallübungen auf Kreis- und auf Landesebene sind zwingend erforderlich“, sagte der Präsident. „Die Maßnahmen müssten nun präzisiert werden, damit wir wissen, was im Ernstfall zu tun ist“, betonte Wendorff. „Fragen sind: Wohin kommen Tiere, die gekeult werden müssen, oder wo sind die Behälter, in denen die Jäger tote Wildschweine deponieren können“, sagte er.

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