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Rotmilan und Mäusebussard besonders betroffen

Tierschutz
Windräder fordern immer mehr Vogelopfer

Mäusebussard
Mäusebussard © Foto: Roland Heigel
Thomas Sabin / 29.03.2018, 08:30 Uhr
Potsdam (MOZ) Brandenburgs Wappentier – der Rotmilan – stirbt vermehrt durch Kollisionen mit Windenergieanlagen.

Aktuell gehen Experten  von maximal 1500 Revieren des Greifvogels in der Mark aus. Auf eine Kleine Anfrage des Landtagsabgeordneten Christoph Schulze (parteilos) antwortete die Landesregierung, dass seit 2005 insgesamt 61 Verluste von Rotmilanen durch Windkraftanlagen dokumentiert wurden.

Die Daten der zentralen Fundkartei der Staatlichen Vogelschutzwarte, die seit 2002 zusammengetragen werden, zeigen insgesamt 85 Verluste in Brandenburg. Deutschlandweit sind 398 an Windkraftanlagen verunglückte Rotmilane bekanntgeworden.

Mäusebussarde sind mit 158 Opfern in Brandenburg noch stärker betroffen. Insgesamt sind in der Mark 1068 durch Kollisionen getötete Vögel aufgelistet worden. Im bundesweiten Vergleich steht die Mark damit auf Platz eins, gefolgt von Niedersachsen mit  820 toten Vögeln.

„Die Zahlen sind sehr hoch“, erklärt Manuela Brecht vom Naturschutzbund Brandenburg. Die Dunkelziffer jedoch sei weitaus höher. „Es können nicht alle Fälle erfasst werden. Der Personalaufwand wäre viel zu hoch.“

Mit 3823 Windenergieanlagen (Stand: 2016) steht Brandenburg auf dem dritten Platz bundesweit. Nur Schleswig-Holstein (3815) und Niedersachsen (6381) besitzen mehr.

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Dieter Sauer 03.04.2018 - 08:38:25

Fehlfunktion oder Manipulation im Kommentarbereich?

Liebe Mitarbeiter der MOZ Seit längerem beobachte ich, dass die Kommentarfunktion auf der Website der MOZ “eigenartig“ funktioniert. Zum Einen scheint die Benachrichtigungsfunktion zu neuen Kommentaren nicht mehr aktiv zu sein obwohl das Eingabefeld weiterhin präsent ist. Zum Anderen stelle ich heute fest, dass aktuelle Kommentare aus der Übersicht verschwinden und ältere Kommentare als gerade eingegeben gekennzeichnet werden. Ist das Absicht oder eine Fehlfunktion?

Paul Müller 01.04.2018 - 10:04:25

Applause, so rettet man das Klima ...

... jetzt blenden wir einfach noch die Abholzung der letzten Regenwaelder fuer Biobenzin aus, und schon leuchtet die Zukunft rosarot :)

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