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Berlins Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) will sich für eine bessere Bezahlung von Kita-Erziehern einsetzen.

Senatorin
Müssen Erzieher schon in Ausbildung besser bezahlen

Franziska Giffey (l, SPD), Bundesfamilienministerin, und Sandra Scheeres (r, SPD), Berliner Bildungssenatorin, besuchen gemeinsam die Sprach-Kita "Abenteuerland" in Marzahn.
Franziska Giffey (l, SPD), Bundesfamilienministerin, und Sandra Scheeres (r, SPD), Berliner Bildungssenatorin, besuchen gemeinsam die Sprach-Kita "Abenteuerland" in Marzahn. © Foto: dpa/Bernd von Jutrczenka
dpa / 30.03.2018, 07:30 Uhr
Berlin (dpa) Berlins Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) will sich für eine bessere Bezahlung von Kita-Erziehern einsetzen. „Die Fachkräfte müssen grundsätzlich im Tarifvertrag höher eingruppiert werden. Nur so erhält der Beruf die Bewertung, die er tatsächlich verdient“, teilte Scheeres am Donnerstag zu einem entsprechenden Bericht der „Berliner Morgenpost“ mit.

Erzieher bekommen derzeit laut Tarifvertrag in einer vom Land Berlin finanzierten Kita ein Einstiegsgehalt von rund 2600 Euro brutto. Am Wochenende hatte auch Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) mehr Geld für Erzieher gefordert. Die frühere Bürgermeisterin von Neukölln brachte eine ähnliche Vergütung wie bei Grundschullehrern ins Gespräch. Scheeres und Giffey besuchten am Donnerstag einen Kindergarten in Marzahn-Hellersdorf.

Nach Ansicht von Scheeres müssen auch mehr Auszubildende eine Bezahlung bekommen. In Berlin gibt es zwei klassische Ausbildungswege: Eine berufsbegleitende Ausbildung mit Vergütung und eine Ausbildung an Fachschulen ohne Vergütung. Für letztere seien die Menschen auf Bafög angewiesen. Darauf hätten aber Menschen, die in höherem Alter auf den Erzieherjob umsatteln wollten, mitunter keinen Anspruch, erklärte die Sprecherin der Senatsverwaltung.

Auch arbeitslose Menschen, die umsteigen wollten, hätten mitunter Probleme: Die Bundesagentur für Arbeit würde ihnen grundsätzlich nur für zwei der drei Jahre Ausbildungszeit ihren Lebensunterhalt finanzieren, sagte die Sprecherin. Berlin erarbeitete nun einen Antrag für die Bildungsministerkonferenz im Mai, der unter anderem fordert, die vergütete Ausbildungspraxis weiter zu verbreiten.

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