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Agrarminister eröffnet Obst-Freiluftsaison in Wesendahl / Region punktet mit kurzen Transportwegen

Freilufternte
Mit Erdbeeren Start in die Frische-Offensive

Erste Erdbeeren: Landwirtschaftsminister Jörg Vogelsänger (SPD) (vorn) pflückt in der Obstgut Franz Müller GmbH Wesendahl die schmackhaften Früchte (dahinter Geschäftsführerin Anke Wollanik und Landesgartenbauverbands-Chef Klaus Henschel).
Erste Erdbeeren: Landwirtschaftsminister Jörg Vogelsänger (SPD) (vorn) pflückt in der Obstgut Franz Müller GmbH Wesendahl die schmackhaften Früchte (dahinter Geschäftsführerin Anke Wollanik und Landesgartenbauverbands-Chef Klaus Henschel). © Foto: MOZ/Gabriele Rataj
Gabriele Rataj / 26.05.2018, 14:00 Uhr
Altlandsberg (MOZ) Startschuss für die Selbstpflücker: In Brandenburg hat die Erdbeer-Freilufternte begonnen. Am Freitag eröffneten Landwirtschaftsminister Jörg Vogelsänger (SPD) und Klaus Henschel, Präsident des Landesgartenbauverbandes, die Saison in Wesendahl.

Kurz abgebogen hinter der Kurve zwischen Wesendahl und Wegendorf – schon parkt der früchtehungrige Besucher am Rand des Erdbeerfelds der Obstgut Franz Müller GmbH Wesendahl. Bereits seit Pfingsten suchen die Selbstpflücker den weithin bekannten Familienbetrieb in Märkisch-Oderland auf, um die erste Obsternte nicht zu verpassen.

Aus den langen Einzelreihen auf dem Feld leuchten große rote Früchte. Eine gewaltige Kunst-Erdbeere weist den Weg. Und am Ende der Fünf-Hektar-Fläche warten am Freitag vier Generationen Familie Müller auf den öffentlichen Saisonstart der Brandenburgischen Erdbeerernte durch Landwirtschaftsminister Jörg Vogelsänger (SPD) und Landesgartenbauverbands-Präsident Klaus Henschel.

Acht unterschiedlich reifende Sorten Erdbeeren werden an diesem Standort vor den Toren der Hauptstadt angebaut. Sie sichern neben der Abdeckung durch Vliesfolie bzw. Stroh Angebot und Ernte über mehrere Wochen und locken zahlreiche Selbstpflücker an den Feldrand oder zum Einkauf in den Hofladen.

Diesen Weg gehen neben den Obstbauern in Wesendahl auch die Produzenten in den Landkreisen Spree-Neiße, Potsdam-Mittelmark, Oberhavel und Frankfurt. Insgesamt bauen sie im Land auf knapp 554 Hektar die „Königin der Beeren“ an und wollen so Transportwege gering und das Angebot in hoher Qualität halten.

Den Trend der Verbraucher hin zu mehr Regionalität, Frische und Geschmack kann Brandenburgs Landwirtschaftsminister Jörg Vogelsänger dabei nur unterstützen. „Wir müssen nicht zwölf Monate im Jahr Erdbeeren essen“, sagt er zum Saisonstart. Gerade deshalb sei dieser Starttermin für ihn etwas Besonderes. Von den Handelsketten wünsche er sich daher auch, dass sie fairer mit den Brandenburger Erzeugern umgehen. Laut Gartenbauverband stammen gerade einmal 20 Prozent der in Berlin und Brandenburg verzehrten Früchte direkt aus der Region. Alles andere sei aus anderen Bundesländern oder dem Ausland herangeholt.

Direkte Kontakte zu den Kunden, eine Menge Vertrauen zu den Erzeugerbetrieben und ein „gerüttelt Maß“ an gartenbaulicher Weiterentwicklung in Form von mehr Fläche und auch neuen Produkten sieht der Präsident des Landesgartenbauverbands Klaus Henschel dabei als eine wichtige Grundlage.

Die Franz Müller GmbH, in der nach dem altersbedingten Rückzug der Gründer Franz und Jutta Müller mit Tochter Anke und den Enkeltöchtern Cathleen und Carolin Wollanik drei Frauen das Sagen haben, geht dabei konsequent, qualitätsbewusst und bedachtsam ihren Weg. Kontrolliert-integrierter Anbau zählt dazu,  QS-GAP-Zertifizierung und seit Kurzem die Investition in Frostschutzberegnung für eine erste Obstbaufläche.

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