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Der 24-Jährige kam nach dem Schuss in ein Krankenhaus

Angeschossener Asylbewerber
Verdacht auf versuchten Totschlag

Ein Polizist mit Handschellen und Pistole am Gürtel.
Ein Polizist mit Handschellen und Pistole am Gürtel. © Foto: dpa/Oliver Berg
dpa / 14.06.2018, 13:30 Uhr
Lauchhammer (dpa) Gegen den bei einem Polizeieinsatz in Südbrandenburg angeschossenen Asylbewerber wird inzwischen wegen versuchten Totschlags ermittelt.

Das teilte das Polizeipräsidium am Donnerstag in Potsdam mit. Zuvor hatte der RBB berichtet. Der 24-Jährige aus dem Tschad soll am Dienstag in seiner Asylbewerberunterkunft in Lauchhammer (Oberspreewald-Lausitz) randaliert haben und beim Eintreffen der Polizei mit einem Messer auf die Beamten losgegangen sein. Daraufhin schoss ein Polizist und verletzte den 24-Jährigen an der Schulter.

Zunächst ermittelte die Kriminalpolizei gegen den Asylbewerber wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, gefährlicher Körperverletzung und Sachbeschädigung. Die Staatsanwaltschaft habe nach Vorlage der Ermittlungserkenntnisse den Vorgang inzwischen umklassifiziert - die Ermittlungen liefen jetzt wegen versuchten Totschlags, hieß es vom Polizeipräsidium. Am Donnerstag soll zudem bei der Staatsanwaltschaft geklärt werden, ob ein Haftbefehl beantragt wird.

Der 24-Jährige kam nach dem Schuss in ein Krankenhaus. Nach Polizeiangaben vom Mittwoch war er dort weiter aggressiv, so dass er zum Schutz der Klinikmitarbeiter am Bett festgebunden habe werden müssen. Die Polizei bewachte ihn. Auch am Donnerstag werde der Mann nach wie vor bewacht, hieß es.

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