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Romantik pur
Zur Mondfinsternis auf dem Baumkronenpfad

Auch beim Sonnenuntergang ein Genuss: Der Baumkronenpfad in Beelitz-Heilstätten wurde 2015 eröffnet.
Auch beim Sonnenuntergang ein Genuss: Der Baumkronenpfad in Beelitz-Heilstätten wurde 2015 eröffnet. © Foto: Baum&Zeit
Dietrich Schröder / 20.07.2018, 06:15 Uhr
Beelitz-Heilstätten (MOZ) In genau einer Woche steht ein spektakuläres astronomisches Ereignis an: Die längste Mondfinsternis des 21. Jahrhunderts! Am Abend des 27. Juli wird der Mond gegen 21.30 Uhr in den Kernschatten der Erde eintreten und dann – gute Sicht und wenig Wolken vorausgesetzt  – als rötliche Scheibe am Nachthimmel erscheinen. Da die Entfernung zwischen Erde und Mond sowie zwischen Erde und Sonne derzeit besonders groß ist und der Mond den Erdschatten genau in der Mitte durchwandert, wird dies ein besonders langes astronomisches Ereignis sein.

Trotzdem gibt es ein kleines Problem: Da sich der Erdtrabant nur knapp über dem Horizont befinden wird, empfiehlt sich zu seiner Beobachtung  ein erhöhter Standpunkt mit freier Sicht nach Südosten. Und genau hier kommt der Baumwipfelpfad in Beelitz-Heilstätten (Potsdam-Mittelmark) ins Spiel. „Von unserer obersten Plattform aus ist die notwendige freie Sicht absolut gewährleistet“, wirbt dessen Pressesprecher Holger Klementz. „Und obwohl einige unter Abschnitte auch direkt zwischen den Baumkronen verlaufen, ist an vielen Stellen die Sicht nicht vom Laub beeinflusst“, fügt er hinzu.

Der Pfad wird an diesem Abend nicht wie sonst um 19 Uhr geschlossen, sondern verlängert seine Öffnungszeit bis 23.30 Uhr. Denn ab 22.21 Uhr besteht die maximale Verdunkelung, wenn der Mond dem Mittelpunkt des Erd-Kernschattens am nächsten ist. Und erst um 23.13 Uhr endet die totale Finsternis, wenn die ersten direkten Sonnenstrahlen den Rand der Mondoberfläche wieder erreichen. Auch die Mitglieder des Vereins Sternenfreunde Beelitz werden vor Ort sein. „Diese erläutern in einem Vortrag das himmlische Spektakel und gewähren auch Durchblick durch ihre Teleskope“, verspricht Klementz. Freilich kann auch jeder Besucher eigene Ferngläser mitbringen.

Bedenken davor, dass der Ansturm zu groß sein könnte, hat Klementz nicht. „Wir können theoretisch maximal 600 Besucher gleichzeitig auf den Pfad lassen, das sollte schon reichen“, sagt er.

Am Abend darauf (28. Juli) wird es gleich noch eine von 20 bis 0.30 Uhr dauernde Themennacht zum Innovationsstandort Beelitz-Heilstätten geben. Dabei geht es um das Ingenieurskönnen  an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert, als die Heilanlagen in Beelitz entwickelt wurden. Schließlich ist auch der Baumkronenpfad auf dem Gelände der ehemaligen Heilstätten entstanden, wo er im September vor drei Jahren eröffnet wurde. Neben Vorträgen wird es eine nächtliche Baumkronenbeleuchtung geben, ein weiterer Höhepunkt soll die Besichtigung des Tunnelsystems der Anlage werden. An diesem Abend gelten besondere Eintrittspreise.

Am Mittwoch dieser Woche wurde übrigens der 500 000. Besucher seit Eröffnung des Erlebnisareals Baum&Zeit  begrüßt. Veronika Heinrich aus dem nordsächsischen Dommitzsch durfte sich außer über Blumen und Sekt auch über eine Familienjahreskarte freuen.

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