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Landtagswahl
Zwei Liberale wollen auf Platz 1

Ulrich Thiessen / 11.08.2018, 08:15 Uhr
Potsdam (MOZ) Die Umfragen sehen gegenwärtig recht gut aus für die brandenburgische FDP. Die Liberalen, die bei der letzten Landtagswahl im Herbst 2014 noch mit 1,5 Prozent abgestraft wurden und seinerzeit aus dem Parlament im Potsdamer Stadtschloss flogen, können im kommenden Jahr damit rechnen, wieder in den Landtag einzuziehen.

Am Freitag wurde der Startschuss zur Personalsuche für eine mögliche nächste Landtagsfraktion gegeben. Der Landesvorsitzende Axel Graf Bülow, der 2014 das Ruder des darniederliegenden Landesverbandes übernommen hatte, kündigte an, sich um die Spitzenkandidatur für die Landtagswahl bewerben zu wollen.

Das kommt freilich nicht sehr überraschend. Denn der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Freier Tankstellen hat aus seinen politischen Ambitionen nie einen Hehl gemacht. Ursprünglich wollte der 65-Jährige bereits für die Bundestagswahl im vergangenen Jahr kandidieren. Damals scheiterte er aber im Rennen um den Listenplatz Eins an seiner Stellvertreterin Linda Teuteberg, die den Einzug in den Bundestag schließlich auch schaffte.

Der Potsdamer verankerte seinen Landesverband an der Seite von CDU und BVB/Freie Wähler in der erfolgreichen Volksinitiative gegen die geplante Kreisreform und in der aktuell laufenden Volksinitiative für die Offenhaltung des Flughafens Tegel nach einer Eröffnung des BER.  Bülow gilt als ausgleichend und besonnen, ein Politiker, der nicht für Schlagzeilen kühne Thesen aufstellt.

Seit Freitag gibt es jedoch einen weiteren Anwärter auf Platz Eins der künftigen Landesliste: Jeff Staudacher. Der 30-Jährige ist in Forst geboren und kehrte nach dem Studium in Dresden als Lehrer für Geschichte und Politik in den Grenzort zurück.

Unserer Zeitung sagte er, dass er mit seiner Politik neue Wege gehen möchte. Probleme sollten angegangen und nicht mit Geld zugeschüttet werden. Im Bildungsbereich will Staudacher die „Testeritis“ beenden, der Reglementierungswut einen Riegel vorschieben, und alles, was in den letzten Jahren neu eingeführt wurde, erst einmal evaluieren. Er hofft auf Unterstützung mehrerer Kreisverbände und der liberalen Nachwuchsorganisation, den Julis.

Im Landesverband wird nicht ausgeschlossen, dass bis zur Delegiertenkonferenz im Januar, auf der die Landesliste verabschiedet werden soll, noch weitere Kandidaten ihren Hut für das Amt als Spitzenkandidat in den Ring werfen werden. Für vordere Listenplätze wird auch die Kandidatur des ehemaligen innenpolitischen Sprechers der Landtagsfraktion, Hans-Peter Goetz, erwartet.

Außerdem ist damit zu rechnen, dass Generalsekretärin Jaqueline Krüger sich um einen aussichtsreichen Listenplatz bewirbt. Graf Bülow gab am Freitag das Ziel aus, ausreichend Frauen für die Liste gewinnen und die verschiedenen Landesteile repräsentieren zu wollen.

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