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Nach Seilbahn-Unfall
So kommen Urlauber jetzt auf die Zugspitze

Die Zugspitze
Die Zugspitze © Foto: dpa/Benjamin Nolte
dpa-tmn / 14.09.2018, 13:02 Uhr - Aktualisiert 14.09.2018, 18:20
Garmisch-Patenkirchen Die erst im Dezember eröffnete neue Zugspitz-Seilbahn ist nach einem Unfall bis auf weiteres geschlossen.

Urlauber und Ausflügler können jedoch eine andere Bahn nutzen: Eine Zahnradbahn fährt von Garmisch-Patenkirchen über Grainau hinauf zum Zugspitzplatt. Von dort geht es mit der Gletscherbahn zum Gipfel von Deutschlands höchstem Berg. Beide Bahnen seien regulär in Betrieb, teilt die Bayerische Zugspitzbahn mit.

Auf österreichischer Seite fährt weiterhin die Tiroler Zugspitzbahn von Ehrwald hinauf zum Gipfel. Sie läuft bis 4. November zwischen 8.40 Uhr und 16.40 Uhr im 20-Minuten-Takt. Im Oktober und November muss die Witterung gut genug sein, so der Betreiber.

Wer die Zugspitze zu Fuß erklimmen möchte, kann zwischen diversen Routen unterschiedlicher Schwierigkeit wählen. Ein leichter Weg führt zum Beispiel aus dem Reintal über die Knorrhütte zum Gipfel. Deutlich schwieriger ist die Route über das Höllental. Hier müssen ein kleiner Gletscher und ein Klettersteig überwunden werden. Die Wandersaison neigt sich jedoch ohnehin langsam dem Ende zu.

Am Mittwochabend war bei einer Übung eine Seilbahnkabine der neuen Zugspitzbahn außerhalb der Betriebszeit schwer beschädigt worden, als ein unbemannter Bergekorb zwischen Stütze und Bergstation mit der ebenfalls unbemannten Kabine kollidierte.

Die neue Seilbahn mit bodentief verglasten Kabinen für bis zu 120 Passagiere hatte am 21. Dezember 2017 nach drei Jahren Planungs- und weiteren drei Jahren Bauzeit ihren Betrieb aufgenommen. Sie löste auf fast derselben Trasse die 1963 eröffnete Eibsee-Seilbahn ab.

Die neue Bahn wartet mit einigen Rekorden auf: Mit 3213 Metern Abstand von der einzigen Stütze bis zur Bergstation ist die zu überwindende Entfernung so groß wie bei keiner anderen Seilbahn. Einzigartig ist auch der Höhenunterschied von 1945 Metern zwischen Tal- und Bergstation. Und keine andere Pendelbahn der Welt hat mit 127 Metern eine derart hohe Stahlbaustütze.

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