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zu Kohleausstieg
Lausitz braucht Glaubwürdigkeit

Dietrich Schröder
Dietrich Schröder © Foto: MOZ/Gerd Markert
Meinung
Dietrich Schröder / 01.10.2018, 06:30 Uhr
(MOZ) In der Lausitz wurde der erste Braunkohle-Kraftwerksblock abgeschaltet und weitere sollen in den kommenden Jahren folgen. Aus der Perspektive des Klimaschutzes ist dies der einzig richtige Weg. Gleichzeitig ist noch völlig unklar, ob die dadurch wegfallenden Arbeitsplätze auch durch neue ersetzt werden können.

In dieser Situation hilft es wenig, wenn Politiker lavieren, oder den Betroffenen lediglich erklären, dass sie sich für eine möglichst langfristige Verzögerung des Ausstiegs einsetzen wollen. Natürlich ist es – gerade auch mit Blick darauf, dass in elf Monaten die Landtagswahl ansteht – verständlich, dass sich Regierungschef Dietmar Woidke auf die Seite der betroffenen Kumpel stellt. Weiß er doch, dass viele Wähler derzeit allzu schnell bei der Protestpartei AfD Zuflucht suchen, wenn sie meinen, dass sich die etablierten Parteien nicht um ihre Probleme kümmern.

Allerdings zählen noch vielmehr Glaubwürdigkeit und Haltung, gerade auch in schwierigen Fragen. Es geht jetzt darum, möglichst bald überzeugende wirtschaftliche Alternativen für die Lausitz zu entwickeln. Die Parteien, die sich darum am erkennbarsten bemühen, dürften am Wahltag auch von den Bürgern belohnt werden.

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harald woitke 02.10.2018 - 08:44:21

Opportunistische Heuchelei

Ein Trump, welcher das Klimaabkommen aufkündigte, weil er erkannte, dass die Klimaschutzziele nicht mit Arbeitsplatzerhaltung- zur Zeit- in Einklang zu bringen sind, wird mit Hass und Spott überschüttet. Übrigens ein Vorgang deutscher Medien und Politik, welcher maßgeblich zur Verrohung der Sitten und der verbalen Auseinandersetzungen auch mit deutscher Politik beitrug. Wenn ich den Präsidenten der USA so vorführe, im Gegenzug für Erdogan jedoch einen Staatsempfang zelebriere, naja ... Deutschland um seine Klimakanzlerin jedoch heuchelt sich als Weltklimaretter durch das Leben. sämtliche Klimaschutzziele werden nicht erfüllt. Es fehlt , anders als bei Trump, die Ehrlichkeit es einzugestehen. Es wird um Arbeitsplätze laviert. Warum gestehen deutsche Medien Trump nicht zu, was Sie Merkel und Co. heuchlerisch zugestehen?

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