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Sanitäter brachten den Verletzten in ein Krankenhaus, wo er operiert wurde

Niedergestochener Polizist
Suche nach Täter läuft weiter

Blutspuren sind auf einer Straße in der Nähe des S-Bahnhofs Schichauweg in Bezirk Berlin-Lichtenrade zu sehen, im Hintergrund steht ein Fahrrad. Ein Polizist in Zivil ist in Berlin-Lichtenrade von einem mutmaßlichen Fahrraddieb mit einem Messer attackiert worden.
Blutspuren sind auf einer Straße in der Nähe des S-Bahnhofs Schichauweg in Bezirk Berlin-Lichtenrade zu sehen, im Hintergrund steht ein Fahrrad. Ein Polizist in Zivil ist in Berlin-Lichtenrade von einem mutmaßlichen Fahrraddieb mit einem Messer attackiert worden. © Foto: dpa/Julian Stähle
dpa / 26.10.2018, 14:39 Uhr
Berlin (dpa) Nachdem ein Berliner Polizist von einem Fahrraddieb niedergestochen wurde, wird weiter nach dem Täter gefahndet. „Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren“, sagte ein Polizeisprecher am Freitag. Von konkreten Hinweisen war aber noch nicht die Rede.

Der 44 Jahre alte Kripo-Beamte in Zivil war am Mittwochabend in Berlin-Lichtenrade auf dem Heimweg, als er einen Mann bemerkte, der an dem abgeschlossenen Fahrrad des Beamten hantierte. Er gab sich als Polizist zu erkennen und wollte den Verdächtigen festnehmen. Daraufhin zog der Unbekannte ein Messer und stach sofort mehrfach zu. Sanitäter brachten den Verletzten in ein Krankenhaus, wo er operiert wurde.

Die Polizei wertet jetzt unter anderem Videoaufnahmen aus einem nahe gelegenen S-Bahnhof aus. Eine Beschreibung des Messerstechers wurde bislang noch nicht veröffentlicht, es soll sich aber laut Polizei um einen jungen Mann handeln, der etwa 20 bis 25 Jahre alt ist. Er war demnach dunkel gekleidet, hatte ein südländisches Aussehen und trug eine Nike-Baseballkappe.

Der Berliner FDP-Abgeordnete Holger Krestel forderte, den Polizisten wieder zu erlauben, ihre Dienstpistole auch während der Freizeit bei sich zu tragen. Das ist seit einiger Zeit nicht mehr erlaubt. Nur auf dem Weg zu Arbeit und nach Hause dürfen Polizisten die Waffe dabei haben. Sie müssen sie zu Hause in einem speziellen Schrank einschließen.

Die Regelung stoße bei den Polizisten auf Unverständnis, sagte Krestel. Wenn sie in ihrer Freizeit Kriminellen begegneten oder gefährliche Situationen erlebten, könnten sie unbewaffnet kaum eingreifen. Wer im Dienst verantwortlich mit der Pistole umgehe, könne dies auch in der Freizeit.

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