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Grüne Farbe und Poller
Berlin hat ersten geschützten Radweg

Eine Fahrrad-Streife der Polizei fährt auf den ersten geschützten Radweg an der Holzmarktstraße. Der Radweg ist mit biegsamen Pollern vom Straßenverkehr getrennt.
Eine Fahrrad-Streife der Polizei fährt auf den ersten geschützten Radweg an der Holzmarktstraße. Der Radweg ist mit biegsamen Pollern vom Straßenverkehr getrennt. © Foto: dpa/Paul Zinken
dpa / 08.11.2018, 15:45 Uhr
Berlin (dpa) Berlin kommt beim Ausbau der Radwege einen Schritt voran – auf einem ersten Abschnitt in Mitte werden Radfahrer nun mit Pollern geschützt. Der 3,50 Meter breite Streifen auf der Holzmarktstraße ist zudem grün gestrichen. Ziel sei „mehr Sicherheit für Radfahrer“, teilte Verkehrssenatorin Regine Günther (parteilos) am Donnerstag mit.

Die rot-rot-grüne Landesregierung will mehr Menschen dazu bringen, das Autos stehenzulassen. Dafür sollen Millionensummen in Radwege fließen. Biegbare Poller sollen Autos und Fahrräder auf einigen der Strecken trennen. Der erste Abschnitt ist 450 Meter lang und kostete rund 500 000 Euro.

„Wir wollten einmal zeigen, wie es aussehen kann“, sagte ein Sprecher der Senatsverkehrsverwaltung. „Die nächsten Abschnitte sind schon in Planung.“ An der Kreuzberger Hasenheide könnten die Arbeiten noch 2018 beginnen, in der Karl-Marx-Straße in Neukölln oder der Märkischen Allee im Osten zum Beispiel dann 2019.

Der Verein Changing Cities kritisierte, der neue Radwege sei dort nicht sicher, wo Autos die Radspur zum Abbiegen kreuzen müssten. Auch an Bushaltestellen müssten Radler ausweichen. Sie freuten sich, dass es mit dem Ausbau vorangehe, sagte eine Sprecherin. Bei der Planung hätten das aber anders gelöst werden müssen.

Der Senat will in den kommenden Jahren auch 100 000 Radstellplätze bauen und gefährliche Kreuzungen umbauen. Der Radfahrer-Lobbyverein ADFC hatte Günther im September vorgeworfen, die Pläne zu zögerlich umzusetzen. Die Senatorin selbst hatte beklagt, die Umsetzung werde durch eine langwierige Abstimmung aller Beteiligten erschwert.

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