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Senftleben will Schulen stärken

Bildung stärken: das will die brandenburgische CDU
Bildung stärken: das will die brandenburgische CDU © Foto: dpa
Ulrich Thiessen / 19.11.2018, 00:15 Uhr - Aktualisiert 19.11.2018, 01:40
Potsdam (MOZ) Die brandenburgische CDU will die Bildungspolitik im Land auf den Prüfstand stellen. Dazu sollte der Landtagswahl 2019 eine Bildungskommission einberufen werden, forderte Landesvorsitzender Ingo Senftleben am Wochenende in einem Grußwort auf der Landesdelegiertenkonferenz der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) in Potsdam. Unter Beteiligung von Landtag, Landesregierung, Schulträgern, Verbänden und Gewerkschaften könnte am runden Tisch quer über ideologische Gräben eine Verständigung zu einem verlässlichen Schulsystem erreicht werden, das für das nächste Jahrzehnt und vielleicht sogar für das übernächste trägt, sagte Senftleben.

Für den CDU-Politiker besuchen zu viele Kinder die Gymnasien, zum Teil um dem Bildungsnotstand an anderen Schulen zu entfliehen. „Umso mehr Schüler aufs Gymnasium gehen, desto weniger kann das Gymnasium ein Gymnasium bleiben“ – so der CDU-Chef. Als Konsequenz müsse die Oberschule gestärkt werden und der spätere Übergang zum Gymnasium erleichtert, der jetzt eher auf dem Papier steht denn genutzt wird. Erst wenn Brandenburger Schüler und Eltern wissen, dass jede Schule die Tür zum Abitur öffnet, erst dann könne die Alternative zum Gymnasium ein Erfolg werden. Außerdem plädierte Senftleben für gemeinsames Lernen. Gute Schulpolitik mache es möglich, dass 12-Jährige mit ihren Freunden zusammenbleiben und nicht auf verschiedene Schulformen verteilt werden – Bildung vom Kindergarten bis zum Schulabschluss in Wohnortnähe, lauten die Vorstellungen des Christdemokraten.

Bildungspolitik soll im kommenden Jahr einen Schwerpunkt im Wahlprogramm der CDU ausmachen und Senftleben unterstrich, dass es sein Ziel sei, Ministerpräsident zu werden und die Bildungskommission umzusetzen.

Günter Fuchs, Landesvorsitzender der GEW, bescheinigte Senftleben, dass sich dessen Partei in Bildungsfragen bewege und einiges aufgreife, was der Gewerkschaft wichtig ist. Der Versuch am runden Tisch stabile, attraktive Strukturen zu schaffen, sei ein wichtiger Schritt.

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