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Sozialsenatorin
Breitenbach will Kältehilfe bei Bedarf weiter ausbauen

Eine Passantin geht an einer mit Goldfolie und roter Schleife verzierten Werbetafel vorbei. Eine Agentur hat diese Fläche an der Torstraße gestaltet und richtet sich an Obdachlose. Sie können sich dort mit Wärmeschutzfolien eindecken, die in kleinen Taschen an der Wand hängen.
Eine Passantin geht an einer mit Goldfolie und roter Schleife verzierten Werbetafel vorbei. Eine Agentur hat diese Fläche an der Torstraße gestaltet und richtet sich an Obdachlose. Sie können sich dort mit Wärmeschutzfolien eindecken, die in kleinen Taschen an der Wand hängen. © Foto: dpa/Paul Zinken
dpa / 29.11.2018, 12:15 Uhr
Berlin (dpa) Sozialsenatorin Elke Breitenbach (Linke) hat angekündigt, die Kältehilfe-Plätze für Obdachlose bei Bedarf noch weiter auszubauen.

„Wir werden uns nicht angucken, wie Menschen auf der Straße erfrieren - und dafür werden wir Himmel und Hölle in Bewegung setzen“, sagte sie am Donnerstag im Berliner Abgeordnetenhaus. Derzeit gibt es 1200 Winterschlafplätze für Obdachlose, sie wurden früher als sonst bereits im Oktober geöffnet und sollen bis April zugänglich sein. „Sollten die voll sein und wir mehr brauchen, werden wir aufstocken“, kündigte Breitenbach an.

Mit den Berliner Bezirken will die Senatorin einen Kältehilfe-Pakt aushandeln, in dem verbindliche Plätze festgeschrieben sind. Außerdem solle geprüft werden, ob Obdachlose in nicht genutzten Flüchtlingsunterkünften untergebracht werden könnten.

Allein mehr Wohnungen lösten das Problem aber nicht, sagte Breitenbach. Es werde immer Menschen geben, die Angebote nicht nutzten, weil sie nicht in der Lage seien, sich mit anderen Menschen in geschlossenen Räumen aufzuhalten. Für sie seien die Bahnhöfe wichtig, die nachts als Notunterkunft geöffnet bleiben. Seit vergangener Woche stehen die U-Bahnhöfe Moritzplatz und Lichtenberg für Obdachlose offen. Zunächst hatten die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) angekündigt, dieses Angebot in diesem Jahr wegen Sicherheitsbedenken nicht machen zu wollen.

Die Opposition lobte im Abgeordnetenhaus, Breitenbach habe die Hilfe für Wohnungslose deutlich ausgebaut. Sie bekämpfe aber nur die Auswirkungen und nicht die Ursachen des Problems. Die Bauverwaltung lasse die Sozialverwaltung im Stich und sorge nicht für genügend neue günstige Wohnungen.

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