Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Entwarnung
Serie von Bombendrohungen an deutschen Landgerichten

Polizisten gehen zu einem Eingang am Justizzentrum Potsdam. Das 
Gebäude ist am Freitagvormittag nach einer Bombendrohung geräumt worden. Die Polizei brachte nach eigenen Angaben zunächst 200 Menschen aus dem Gebäude in Sicherheit.
Polizisten gehen zu einem Eingang am Justizzentrum Potsdam. Das Gebäude ist am Freitagvormittag nach einer Bombendrohung geräumt worden. Die Polizei brachte nach eigenen Angaben zunächst 200 Menschen aus dem Gebäude in Sicherheit. © Foto: dpa/Julian Stähle
dpa / 11.01.2019, 14:00 Uhr - Aktualisiert 11.01.2019, 14:34
Potsdam/Magdeburg/Erfurt (dpa) Die Polizei hat nach einer Bombendrohung an das Potsdamer Justizzentrum Entwarnung gegeben. „Alles abgeschlossen, nichts gefunden“, sagte ein Polizeisprecher am Freitag. Das Zentrum war am Vormittag geräumt worden – die Polizei hatte nach eigenen Angaben zunächst 200 Menschen aus dem Gebäude in Sicherheit gebracht. Neben der Polizei war auch die Feuerwehr mit sechs Rettungskräften vor Ort.

Das Drohschreiben war nach Angaben des Sprechers bereits am Donnerstagabend per E-Mail im Justizzentrum eingegangen. Nachdem Beamte das Gebäude auch mit Hilfe von fünf Sprengstoffspürhunden durchsucht hatten, konnten die Mitarbeiter am frühen Nachmittag zurückkehren.

Am Freitagmorgen gab es eine Serie von Bombendrohungen in mehreren deutschen Städten, betroffen waren auch Justizgebäude in Erfurt, Kiel, Magdeburg, Saarbrücken und Wiesbaden. In allen Fällen sei die Drohung per E-Mail eingegangen, bestätigte die Polizei.

Nach Angaben der Polizei in Magdeburg wurde in der Mail mit einem Anschlag auf bundesweiter Ebene gedroht. Der Absender sei anonym, hieß es weiter. Die Polizei Brandenburg schrieb bei Twitter, es handele in den anderen Bundesländern ersten Erkenntnissen zufolge um „gleichlautende Schreiben“.

In Erfurt wurden rund 30 Bedienstete aus dem Gerichtsgebäude in Sicherheit gebracht. Ein Sprengstoffspürhund schlug bei der nachgehenden Suche nicht an. Laut Polizei Erfurt könne die Arbeit im Gerichtsgebäude bald wieder aufgenommen werden.

Am Magdeburger Landgericht stand am Vormittag nach der Evakuierung noch die Suche mit einem Spürhund an. Wie viele Menschen sich im Gebäude befanden war am Vormittag noch nicht klar.

Von der Drohung per Mail waren auch die Landgerichte Kiel und Wiesbaden betroffen. Auch hier wurden die Gebäude geräumt. In den vergangenen Wochen hatten bereits Bombendrohungen an anderen Landgerichten in Schleswig-Holstein die Einsatzkräfte beschäftigt. Bei keinem der Vorfälle waren verdächtige Gegenstände gefunden worden.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2019 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG