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Baden
Mehrere Schwimmbäder schließen für Sanierungen

archiv-ora-171101-unterwasser-dpa Eine Schwimmerin wartet am Freitag (11.05.2012) in Berlin während der Deutschen Meisterschaften im Schwimmen im Becken einen Start ab. Die Meisterschaft findet vom 10. bis 14.05.2012 in Berlin statt. Foto: Hannibal dpa/lbn  +++(c) dpa - Bildfunk+++ | Verwendung weltweit
archiv-ora-171101-unterwasser-dpa Eine Schwimmerin wartet am Freitag (11.05.2012) in Berlin während der Deutschen Meisterschaften im Schwimmen im Becken einen Start ab. Die Meisterschaft findet vom 10. bis 14.05.2012 in Berlin statt. Foto: Hannibal dpa/lbn +++(c) dpa - Bildfunk+++ | Verwendung weltweit © Foto: dpa
dpa / 17.01.2019, 11:53 Uhr - Aktualisiert 17.01.2019, 15:30
Berlin (dpa) Berliner müssen sich bei mehreren Schwimmbädern in der Stadt auf monate- und teils jahrelange Schließungen einstellen. Der Grund sind Sanierungen. Drei Großvorhaben sollen laut einem am Donnerstag vorgestellten Plan noch in diesem Jahr starten. 60 Millionen Euro wollen die Berliner Bäderbetriebe (BBB) nach eigenen Angaben in den kommenden drei Jahren investieren. Es sei alles noch nicht Therme und Spa, „aber es soll schöner werden“, sagte Vorstandschef Andreas Scholz-Fleischmann. Das Unternehmen beziffert den Investitionsstau bei den eigenen Bädern auf 170 Millionen Euro.

Mit Kosten von mindestens 15 Millionen Euro schlägt laut Angaben allein die Komplettsanierung des beliebten Wellenbades am Kreuzberger Spreewaldplatz zu Buche. Für voraussichtlich mindestens zweieinhalb Jahre schließe es ab Spätherbst seine Türen. Etwa ab Juni würden zudem das Stadtbad Tiergarten und das Reinickendorfer Paracelsus-Bad modernisiert: Dauer mindestens zwei Jahre. Hinzu kommen Sanierungen und Modernisierungen in einer Reihe weiterer Bäder, die monatelange Schließungen oder eingeschränkten Betrieb mit sich bringen.

Die Mittel für die Vorhaben kommen unter anderem aus dem Nachtragshaushalt. Die Investitionen zeigten, dass das Land Berlin „großes Vertrauen“ in die Bäderbetriebe habe, sagte Sport-Staatssekretär Aleksander Dzembritzki (SPD). Politischer Wille seien längere Öffnungszeiten, auch am Wochenende - das sei vereinbart. Voraussetzung dafür sei zusätzliches Personal.

Den Ausfall der Bäder durch die Arbeiten werde man auszugleichen versuchen, sagte Scholz-Fleischmann. Am Prinzenbad in Kreuzberg etwa solle ein kleines provisorisches Hallenbad entstehen, im Kombibad an der Weddinger Seestraße eine Traglufthalle für die kalte Jahreszeit. Die Kosten dafür liegen laut dem Bäderchef im „Millionenbereich“, auf eine konkrete Summe wollte er sich nicht festlegen.

Technische Neuerungen sind laut Dzembritzki „allumfassend“ geplant. Ziel sei, dass die Bäder danach langfristig zur Verfügung stehen. Im Stadtbad Tiergarten werden etwa Lüftungen und Wasserkreisläufe neu gemacht, die - für Besucher weitgehend unsichtbar - auf dem technischen Stand der 70er Jahre sind.

Dzembritzki warnte aber auch: „Die Planungen sind ehrgeizig und ambitioniert, vor allem, was den Zeitplan angeht.“ Außerdem erhoffe er sich von den BBB eine bessere Information der Nutzer als bisher. Messlatte für den nach den Worten des Staatssekretärs größten Schwimmbadbetreiber Europas sei die Zufriedenheit der Besucher.

„Zeitpläne für die Sanierung der Bäder hat es in den letzten Jahren viele gegeben, die waren später aber alle Makulatur, gerade auch was die Kosten betrifft“, erklärte der Sprecher für Bauen und Wohnen der FDP-Fraktion im Abgeordnetenhaus, Stefan Förster. Nur eine externe Steuerung der Projekte könne auch Gewähr dafür bieten, „die dringend notwendigen Maßnahmen solide kontrollieren zu können“.

In den vergangenen Jahren stand das Unternehmen, das insgesamt rund 60 Frei- und Hallenbäder betreibt, immer wieder in der Kritik. Bemängelt wurden etwa Öffnungszeiten, Eintrittspreise, Service und Kommunikation. Chef Scholz-Fleischmann geht bald in Rente, die Nachfolgersuche läuft.

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